Trauer um Roman Herzog

Altbundespräsident Roman Herzog, Foto: dpa
Altbundespräsident Roman Herzog bei der Verleihung des Ehrenpreises der Friedrich-August-von-Hayek-Stiftung

Altbundespräsident verstorben - Kondolenzbuch in München

(12.1.2017) Trauer um Altbundespräsident Roman Herzog: Der Politiker und Jurist ist am 10.1. im Alter von 82 Jahren verstorben. Von 1994 bis 1999 war Herzog Bundespräsident. Der Stadt München war er unter anderem durch sein Jura-Studium an der Ludwig-Maximilians-Universität und seine dortige Lehrtätigkeit verbunden. Ein Kondolenzbuch im Prinz-Carl-Palais ist ab Freitag öffentlich zugänglich.

Kondolenzbuch liegt im Prinz-Carl-Palais aus

Die Staatskanzlei legt ein Kondolenzbuch für den gestorbenen Altbundespräsidenten Roman Herzog aus. Als erstes will sich Ministerpräsident Horst Seehofer am Freitag, 12.1., um 12:30 Uhr eintragen, wie die Staatskanzlei am Donnerstag mitteilte. Anschließend ist das Kondolenzbuch öffentlich zugänglich: Am Freitagnachmittag bis 17 Uhr und von Montag bis Donnerstag kommender Woche zwischen 9 und 17 Uhr jeweils im Prinz-Carl-Palais. Herzog, der von 1994 bis 1999 Bundespräsident war, war am Dienstagmorgen im Alter von 82 Jahren gestorben.

Juristische Karriere und politischer Werdegang

Der 1934 in Landshut geborene Roman Herzog studierte ab 1953 Rechtswissenschaft an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und lehrte dort im Anschluss bis 1965. 1970 trat er in die CDU ein und war von 1978 bis 1980 Minister für Kultus und Sport in Baden-Württemberg. 1994 kandidierte er für die CDU/CSU bei der Wahl des deutschen Bundespräsidenten. Im dritten Wahlgang setzte er sich gegen Johannes Rau durch, der für die SPD angetreten war. Bis zum 30.6.1999 war er Bundespräsident und reiste in dieser Zeit für Staatsbesuche unter anderem nach Polen (zum 50. Jahrestag des Warschauer Aufstands), Äthiopien, China, Namibia und Israel.

Der CDU-Politiker hatte unermüdlich vor Reform-Müdigkeit im Land gewarnt. Herzog machte es sich zur Aufgabe, gegen Blockaden in Politik und Gesellschaft anzugehen. Besonders in Erinnerung blieb seine Rede von 1997 mit dem zentralen Satz: "Durch Deutschland muss ein Ruck gehen".

muenchen.de/dpa

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