Neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“

Die Vorsitzende der „Weiße Rose Stiftung e.V.“, Dr Hildegard Kronawitter und Münchens Kulturreferent Dr. Hans Georg Küppers
Die Vorsitzende der „Weiße Rose Stiftung e.V.“, Dr Hildegard Kronawitter und Münchens Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers

Ausstellung thematisiert die Geschichte der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“

(17.2.2017) Die neu gestaltete Dauerausstellung in der DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität bietet einen umfassenden Blick auf die Geschichte der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“. Für Besucher ist die Ausstellung ab Samstag, 18.2. bei freiem Eintritt geöffnet. Wir konnten uns vorab schon mal ein Bild von der Ausstellung machen.

Angehörige von Widerständler-Familien waren anwesend

Neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“
Prof Dr. Wolfgang Huber (links) und Markus Schmorell, beides Angehörige von Widerständler der Weißen Rose, mit Dr. Hildegard Kronawitter

Am Erinnerungstag der Verhaftung von Sophie und Hans Scholl im Lichthof, dem 18.2., wird die zweisprachige Dauerausstellung eröffnet. Bereits am Donnerstag gab es einen Presserundgang durch die neue Ausstellung, die das Wirken der studentischen Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ um Sophie und Hans Scholl veranschaulicht.

Anlässlich der Eröffnung der neuen Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“ waren am Donnerstag am Lichthof der Ludwig-Maximilians-Universität unter anderem Münchens Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers und die Vorsitzende der „Weiße Rose Stiftung e.V.“, Dr. Hildegard Kronawitter anwesend. Außerdem waren mit Prof Dr. Wolfgang Huber und Markus Schmorell Angehörige von Widerständlern der "Weißen Rose" vertreten.

,,Die Ausstellung gibt keine Antworten vor, sie will Interesse an dem historischen Geschehen wecken und eigene Antworten anstoßen. Die Fragen am Ende der Ausstellung sollen dazu Impulse geben - gleich, ob junge Menschen oder reifere Jahrgänge sich mit der „Weißen Rose“ befassen" so Dr. Hildegard Kronawitter.

Öffnungszeiten

Montag- Freitag 10-17 Uhr
Samstag 11:30 Uhr – 16:30 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Film über die Flugblätter und medial aufbereiteten Biografien

Neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“

Ein besonderer Fokus der Ausstellung sind die Flugblätter gegen das NS-Regime, die damals von der Gruppe verteilt wurden. Ein Film zeigt eine nachgestellte Produktion von Flugblättern. Zudem erwarten die Besucher medial aufbereitete Biografien der wichtigsten Protagonisten und deren Prägung durch Literatur und Kunst. Erläutert und mit Dokumenten belegt, ist zudem die Ausweitung der Widerstandsaktionen über Gleichgesinnte sowie die Gewinnung von Unterstützern für die Verbreitung der Flugblätter in weiteren Städten.

"Mit der neu konzipierten DenkStätte können wir eindrucksvoll und zeitgemäß an einem historisch authentischen Ort an eine Gruppe junger Menschen erinnern, die für ihren Einsatz für Freiheit, Toleranz und Achtung der Menschenwürde ihre Freiheit oder sogar ihr Leben einbüßten: Sie macht deutlich, was es bedeutet, in der heutigen Zeit, in einer offenen, toleranten Gesellschaft und Demokratie leben und seine Meinung frei äußern zu dürfen. Ein kostbares Gut, das wir nicht als selbstverständlich hinnehmen oder missachten sollten", so Münchens Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers über die Ausstellung.

Eindrucksvolle Hör- und Filmdokumente an mehreren Medienstationen

Neue Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“

In eindrucksvollen Hör- und Filmdokumenten kommen Zeitzeugen der „Weißen Rose“ in mehreren Medienstationen zu Wort. Die englischsprachigen Texte erleichtern es den zahlreichen Besuchern aus dem Ausland, sich über die „Weiße Rose“ zu informieren.

Ein eigener Abschnitt ist der Erinnerungsgeschichte der „Weiße Rose“ gewidmet: Der Blick auf die Rezeption der „Weißen Rose“ nach 1945 rundet die Ausstellung ab.

In Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität richtete die „Weiße Rose Stiftung e.V.“ bereits 1997 die DenkStätte Weiße Rose am Lichthof der LMU ein. Die jetzt neu gestaltete Dauerausstellung „Die Weiße Rose – Widerstand gegen die NS-Diktatur“ entspricht mit ihrem Angebot dem neuesten Forschungsstand und aktuellen museumsdidaktischen Standards.

Die neu erarbeitete Ausstellung wurde gefördert vom Freistaat Bayern und der Stadt München. Die Ludwig-Maximilians-Universität München unterstützte das Vorhaben praktisch und finanziell.

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