Radio: Rock Antenne erhält Frequenz von M94.5

Radiomoderatorin im Studio
Der Sender Rock Antenne ist künftig per UKW-Frequenz in München empfangbar

Studentischer Ausbildungssender M94.5 muss Frequenz abtreten

(17.2.2017) Wechsel in der Münchner Radiolandschaft: Ab 1.9. erhält der Sender Rock Antenne die bisherige UKW-Frequenz des studentischen Ausbildungsradios M94.5. Das hat die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) beschlossen. M94.5 wird aber weiterhin digital und als Internet-Livestream empfangbar bleiben.

Aus für M94.5 wurde kontrovers diskutiert

Radiostation
Der studentische Ausbildungssender M94.5 war jahrelang ein Fixpunkt in der Münchner Radiolandschaft

Die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) hat Änderungen im privaten Hörfunk beschlossen. Das studentische Ausbildungsradio afk M94.5 in München muss am 1.9. seine UKW-Frequenz an den Sender Rock Antenne abgeben. Die UKW-Frequenz von afk max in Erlangen wird dem bundesweiten Hörfunkprogramm egoFM zur Verfügung gestellt, wie der BLM-Medienrat am Donnerstag in München entschied.

Rock Antenne gehört zur Unternehmensgruppe Antenne Bayern und ist in Augsburg über UKW zu empfangen. Künftig soll der Sender auf die UKW-Verbreitung seines Programms im Landkreis Erding, in Freising und in Ebersberg verzichten. Zudem unterstützen Rock Antenne und der Anbieter von egoFM künftig die Aus- und Fortbildungskanäle in München und Nürnberg und stellen Sendefenster für Programminhalte bereit.

Die BLM will damit den privaten Hörfunk insgesamt stärken. Wegen der gemeinsamen Werbevermarktung der Lokalradios im Funkpaket würden alle kommerziellen Sender in Bayern davon profitieren - so das Argument. Kritiker befürchten, dass die Aus- und Fortbildungskanäle die meisten ihrer Hörer verlieren, wenn sie nur noch digital (DAB+) und als Livestream im Internet empfangbar sind. Damit gehe ein Stück Radiokultur verloren. Gegen das drohende Aus für den wegen seiner unkonventionellen Musikauswahl beliebten Sender M94.5 hatte es in den letzten Wochen viele Proteste gegeben. Doch selbst ein kurzfristig organisiertes Solidaritäts-Festival in München konnte an der Entscheidung nichts mehr ändern.

Die BLM fördert und genehmigt die privaten Rundfunkangebote im Freistaat und ist für die Werberegelungen zuständig. Der Medienrat soll für Ausgewogenheit und Meinungsvielfalt sorgen. Ihm gehören 47 Vertreter gesellschaftlich relevanter Gruppen in Bayern an.

(dpa / muenchen.de)

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