Mietspiegel 2017 für München ist erhältlich

Wohnungsbau Bauen für neue Wohnhäuser in München, Foto: muenchen.de/Mark Read
Ob bei Neubauwohnungen oder im Bestand: Der Mietspiegel gibt die ortsübliche Vergleichsmiete an

Neuer Mietspiegel ersetzt bisherige Fassung auf dem Jahr 2015

(9.3.2017) Der Sozialausschuss des Stadtrats hat in seiner heutigen Sitzung den Mietspiegel 2017 beschlossen. Er ersetzt die bisherige Fassung aus dem Jahr 2015 und ist als Broschüre sowie online erhältlich. Oberbürgermeister Dieter Reiter regt anlässlich der Neuveröffentlichung eine Reform des Mietspiegels an.

Mietspiegel ist in der Stadtinformation sowie online erhältlich

Münchner Stadtinformation im Rathaus, Foto: Melina Pfeffer / muenchen.de
In der Stadtinformation im Rathaus ist der Mietspiegel erhältlich

Der Sozialausschuss des Stadtrates hat in seiner heutigen Sitzung den Mietspiegel für München 2017 beschlossen. Das Zahlenwerk gibt es ab sofort kostenlos in der Stadtinformation im Rathaus. Es kann außerdem im Amt für Wohnen und Migration unter Telefon 233 – 40 200 bestellt werden. Online ist der Mietspiegel unter www.mietspiegel-muenchen.de zu finden. Zur Berechnung der ortsüblichen Vergleichsmiete steht wieder ein aktueller Onlinerechner zur Verfügung.

Laut neuem Mietspiegel liegt der Quadratmeterpreis für Bestandsmietverhältnisse durchschnittlich bei 11,23 Euro. Er ist gegenüber dem letzten neu erstellten Mietspiegel aus dem Jahr 2015 im Schnitt um 4,7 Prozent gestiegen. Die durchschnittlichen Betriebskosten liegen unverändert bei 1,83 Euro pro Quadratmeter, die Kosten für Heizung und Warmwasser sinken im Vergleich zum Mietspiegel 2015 um 28 Cent auf 0,97 Euro pro Quadratmeter (2015: 1,25 Euro). Der Beschluss bedarf noch der Bestätigung durch die Vollversammlung des Stadtrats am 15. März.

Die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete bezieht sich immer auf einen konkreten Einzelfall, hierzu werden in einem mehrstufigen Verfahren zahlreiche Faktoren wie beispielsweise Wohnlage, Baujahr oder Ausstattungsmerkmale einer Wohnung herangezogen. Daher kommt es häufig zu einer Abweichung vom oben genannten Durchschnittsquadratmeterpreis. Der veröffentlichte Mietspiegel ist eine Neuerstellung. Die Daten für den Mietspiegel 2017 wurden nach anerkannten wissenschaftlichen Grundsätzen von der TNS Deutschland GmbH in Zusammenarbeit mit dem Lehrstuhl für Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität (Professor Dr. Göran Kauermann) erhoben und ausgewertet. Die Datensammlung basiert auf repräsentativen Umfragen bei Münchner Haushalten im vergangenen Jahr. Berücksichtigt wurden entsprechend den gesetzlichen Vorgaben Mieten, die in den Jahren 2012 bis 2015 neu vereinbart oder geändert worden sind. Der Mietspiegel ist eine Orientierung für Vermieter und Mieter über die durchschnittliche Miethöhe in der Landeshauptstadt. Mit Hilfe des Mietspiegels können Vermieter Mieterhöhungen begründen beziehungsweise Mieter Mieterhöhungsverlangen überprüfen. Der Mietspiegel gilt für rund 500.000 frei finanzierte Wohnungen in München.

OB Dieter Reiter hält Reform des Mietspiegels für erforderlich

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter kommentierte den neuen Mietspiegel wie folgt: "Der Mietspiegel ist ein wichtiges Instrument um die leider weiterhin spürbar steigenden Mieten in München zu begrenzen. Dazu wird auch der jetzt gefasste Mietspiegel beitragen. Wie ich schon vielfach gegenüber der Bundesregierung gefordert habe, ist eine Reform des Mietspiegels zwingend erforderlich. Es müssen in Zukunft auch die Bestandsmieten in die Berechnung einfließen dürfen. Ich erwarte von der Bundesregierung, dass sie hier umgehend Abhilfe schafft, damit sich die Menschen in München das Leben in der Stadt noch leisten können."

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