Jugendbefragung: Was junge Münchner beschäftigt

Den Frühling an der Isar genießen: Jugendliche freuen sich, Foto: Leonie Liebich
Jugendliche fühlen sich wohl in München - Es gibt aber noch Verbesserungsmöglichkeiten.

Fast 1.300 Jugendliche haben sich an Online-Umfrage beteiligt

(23.3.2017) Wie fühlen sich die Jugendlichen in München und wo drückt der Schuh? Das wollte die zweite Online-Jugendbefragung herausfinden. Das Ergebnis: Junge Erwachsene leben grundsätzlich sehr gerne in der Stadt – es gibt aber noch Handlungsbedarf. Fast 1300 haben sich an der Online-Umfrage beteiligt.

Untersucht wurden zentrale Aspekte aus dem Leben der Münchner Jugendlichen

Bereits zum zweiten Mal wollte die Online-Jugendbefragung von 15- bis 21-jährigen Münchnern wissen, wie sie sich in der Stadt fühlen, welche Probleme sie haben und was sie verbessern würden. Sehr positiv bewerten die Jugendlichen die Bildungsmöglichkeiten und Berufschancen, über 80 Prozent der Teilnehmenden gaben an, dass es in München alles gibt, was sie brauchen, über drei Viertel fühlen sich sicher in der Stadt.

Beim Thema Lebenshaltungskosten drückt dagegen der Schuh. Hohe Preise für Mobilität, Miete und das Leben an sich machen vielen jungen Münchnern zu schaffen. Darüber hinaus fühlen sich die Jugendlichen einem starken Leistungs- und Konkurrenzdruck ausgesetzt. Aus der Befragung geht außerdem hervor, dass das Thema Integration in besonderem Maße beschäftigt. Zudem fehlt es vielen Teenagern an jugendgerechten Freizeitmöglichkeiten.

Sozialreferentin: „Anliegen der Münchner Jugend ernst nehmen“

Die Ergebnisse der zweiten Online-Jugendbefragung macht Sozialreferentin Dorothee Schiwy nachdenklich: „Es zeigt sich, dass bereits die jungen Münchner zunehmend die gleichen Sorgen haben, wie viele der Erwachsenen in unserer Stadt: Die Stadt muss auch für die junge Generation attraktiv und bezahlbar sein. Ziel sollte daher sein, dass auch junge Menschen in den Ausbildungs- bzw. ersten Berufsjahren bezahlbaren Wohnraum finden und sich nicht viel zu hohen Lebenshaltungskosten ausgesetzt fühlen. Für ein jugendgerechtes München ist es wichtig, dass wir die Anliegen der Münchner Jugend ernst nehmen und aus den Anregungen konkrete Maßnahmen ableiten."

Insgesamt haben rund 1.300 Jugendliche an der Befragung mitgewirkt die im Frühjahr 2016 durchgeführt wurde. Die Ergebnisse stellen keine repräsentative Studie dar, sondern sollen einen Einblick geben in die Lebenssituation junger Menschen. Die Ergebnisse sollen nun auf einem jugendpolitischen Fachtag öffentlich vorgestellt, diskutiert und weiter präzisiert werden. Die gesamte Befragung wurde in Form einer Broschüre durch das Aktionsbündnis „Wir sind die Zukunft“ herausgegeben.

Die detaillierten Ergebnisse gibt es hier.

Mehr Aktuelles aus München

Top