Wohin fliegen die Bienen eigentlich immer?

Biene auf Blüte in Nahaufnahme
Warum ausgerechnet diese Blume? Ein neues Forschungsprojekt beschäftigt sich mit dem Flugverhalten von Wildbienen (Symbolbild)

Forschungsprojekt im Botanischen Garten zum Flugverhalten von Wildbienen

(3.4.2017) Der Frühling ist da und zur blühenden Jahreszeit schwirren die Bienen wieder durch die Stadt. Im Botanischen Garten hat nun ein spannendes Forschungsprojekt zum Flugverhalten von Wildbienen begonnen. Und wer Lust hat, kann sich an diesem Projekt auch selbst beteiligen.

Bienen werden mit Nummern individuell markiert

Wildbiene mit Nummer auf dem Rücken., Foto: Andreas Fleischmann, Botanische Staatssammlung München
Wer eine Wildbiene mit Nummer auf dem Rücken sieht - diese ist Teil des Forschungsprojekts der LMU

Mit ihren bunten Nummern auf dem Rücken sehen einige Wildbienen im Botanischen Garten derzeit ein wenig wie Marathonläufer aus. Und wenn man sich das Treiben der fleißigen Bienen vor Augen führt, ist dieser Vergleich gar nicht so weit hergeholt.

Doktorandin Michaela Hofmann von der LMU München und ihre Studenten haben den Wildbienen kleine farbige Plättchen auf den Rücken geklebt, um sie individuell zu markieren. Das ist übrigens völlig ungefährlich für die Tiere und beeinträchtigt sie in ihrem Verhalten nicht.

Bei der wissenschaftlichen Untersuchung, die von der LMU und der Botanischen Staatssammlung durchgeführt wird, geht es darum, das Flugverhalten der Wildbienen auf der Suche nach Nektar, Pollen, Nistplätzen und Partnern zu erforschen.

Mitmachen beim Forschungsprojekt

Wer Lust hat, kann an dieser Forschungsarbeit teilnehmen, denn sie ist als Mitmach-Projekt konzipiert. Wer eine der Wildbienen mit einer Nummer auf dem Rücken sieht, soll sich die Zahl, Ort und Datum der Beobachtung notieren und diese via E-Mail an wildbienen@bio.lmu.de senden. Am besten schickt man auch noch ein Foto mit. Für Besucher des Botanischen Gartens liegen Flyer für etwaige Beobachtungen aus, die man dann am Eingang abgeben kann.

Langfristiges Ziel des Forschungsprojekts ist es, mehr über die Lebensweise und die Bedürfnisse der Wildbienen herauszufinden. Denn Wildbienen gelten als bedroht, die Arbeit dient also vorrangig dem Schutz der Tiere. Im Botanischen Garten gibt es derzeit über 100 verschiedene Arten von Wildbienen.

Mehr über die Insekten kann man auch im Jagd- und Fischereimuseum in der Ausstellung "Bienen - Bestäuber der Welt" erfahren.

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