Viktualienmarkt ist von jetzt an "immaterielles Kulturerbe"

Viktualienmarkt wird als immaterielles Kulturerbe ausgezeichnet, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Messingschild weist auf Bedeutung hin

(4.8.2017) Ehrung für ein Stück Münchner Lebensgefühl: Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle zeichnete mit der Enthüllung eines Messingschildes heute im Rahmen des Brunnenfests den Viktualienmarkt als immaterielles Kulturerbe aus. „Der Viktualienmarkt prägt das Münchner Stadtleben in einzigartiger Weise“ erläuterte er. Offiziell aufgenommen in das Verzeichnis wurde der Markt im Münchner Zentrum bereits im Jahr 2015.

"Teil der Münchner Identität" - feierliche Auszeichnung durch den Kultusminister

Der Viktualienmarkt im Sommer

Feierlich enthüllte der bayerische Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle um 11 Uhr die Messingtafel, die den Viktualienmarkt symbolisch als immaterielles Kulturerbe ausweist.

Der Viktualienmarkt sei "Teil der Münchner Identität. Für Einheimische bedeutet der Viktualienmarkt ein Stück Heimat. Münchnerinnen und Münchner spüren hier, dass sie zuhause sind. Diese täglich gelebte Markttradition ist Teil unseres einmaligen kulturellen Erbes“, betonte Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.

Mit dabei waren auch die Vorsitzende der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt Elke Fett, der Münchner Kulturreferent Dr. Hans-Georg Küppers, Kommunalreferent Axel Markwardt und der Leiter der Markthallen München Boris Schwartz.

Seit 1807 wird auf dem Viktualienmarkt Handel getrieben

Brunnenfest auf dem Viktualienmarkt, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Das vielfältige Warenangebot, abwechslungsreiches Essen und die bayerische Gemütlichkeit im Biergarten – das Münchner Zentrum ohne den Viktualienmarkt ist nicht vorstellbar. Die Auszeichnung als immaterielles Kulturerbe des traditionsreichen Platzes an der Heilig-Geist-Kirche erfolgte also aus gutem Grund.

Bereits seit 1807 wird hier gehandelt und gefeilscht. Im Laufe der Zeit entwickelten sich zudem zahlreiche Veranstaltungen, die hier regelmäßig stattfinden, wie etwa der Tanz der Marktfrauen im Fasching oder das Maibaumaufstellen.

Zu diesen beliebten Veranstaltungen zählt auch das Brunnenfest, bei dem heute mit Musik und nostalgischen Kostümen die Münchner Lebensfreude zelebriert wird.

Seit 2015 würdigt der Freistaat Bayern mit dem Bayerischen Landesverzeichnis des immateriellen Kulturerbes den kulturellen Reichtum Bayerns. Der Viktualienmarkt gehört zu den ersten in das Verzeichnis aufgenommenen Stätten.

Auf dem Foto abgebildet: oben v.l.n.r. Stadträtin und Korreferentin des Kommunalreferats, Ulrike Boesser, ehemaliger Unesco Botschafter Hans- Heinrich Wredde, Musiker und Autor Jürgen Kirner, Vorsitzende der Interessengemeinschaft Viktualienmarkt, Elke Fett, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Bundestagsabgeordneter Dr. Wolfgang Steffinger. Unten: Kulturreferent der Stadt München, Dr. Hans-Georg Küppers und Kommunalreferent Axel Markwardt.

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