Münchner Feuerwehr hilft nach Skorpionstich

Einsatzwagen der Feuerwehr München, Foto: Branddirektion München
Die Münchner Feuerwehr half den Heidelberger Kollegen (Symbolbild)

Heidelberger Kollegen bitten Münchner Leitstelle um Hilfe

(5.11.2017) Ein Mann wurde in eine Heidelberger Klinik gebracht, nachdem er von einem Scorpion gestochen wurde, den er unbewusst in seinem Gepäck von seiner Reise aus Kenia mitbrachte. Die Heidelberger Einsatzkräfte ersuchten Hilfe bei der Münchner Feuerwehr.

In München befindet sich das Toxikologische Institut

Der Vorfall ereignete sich bereits Ende Oktober, jetzt hat die Feuerwehr München den ungewöhnlichen Fall mitgeteilt: Ein Arzt kam von seiner Reise aus Kenia zurück und fand im Koffer einen Scorpion, der ihn stach. Ein alarmierter Notarzt versorgte den Mann und transportierte ihn in eine Heidelberger Klinik. Den Skorpion konnten eingefangen werden. Für die Behandlung eines Skorpionstiches ist es von elementarer Bedeutung, ähnlich wie bei Schlangen die genaue Art zu kennen, um das richtige Gegenmittel verabreichen zu können. Hier stellte sich nun aber das Problem heraus, dass kurzfristig niemand das Tier genau zuordnen konnte.

Da sich in München das Toxikologische Institut befindet, kontaktierten die Kollegen aus Heidelberg die Leitstelle München um Rücksprache zu halten. Die Disponenten reagierten sofort und stellten zudem den Kontakt zu einem Feuerwehrkollegen her, der sehr gute Verbindungen zur Reptilienauffangstation München hat. Mit Bildern des eingefangenen Spinnentieres berieten sich die Fachgruppen und konnten das Tier auf die Unterart Hottentottas der Gattung Buthidae einordnen - eine sehr stechfreudige und angriffslustige Art mit einem sehr potenten Gift. Daraufhin konnte eine symptombezogene Behandlung durchgeführt werden. Nach vier Tagen konnte der Patient die Klinik ohne ernste Folgen seines Erlebnisses verlassen.

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