Polizei testet Einsatz von Drohnen

Drohne in der Luft
Symbolbild

Innenminister Herrmann stellt Pilotprojekt in München vor

(20.11.2017) Vermisste finden, unwegsames Gebiet absuchen - oder einen Tatort dokumentieren: Immer öfter leisten Drohnen der Polizei nützliche Dienste. Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann stellte am Montag in München ein neues Pilotprojekt vor.

Sechs Fluggeräte stehen für einjährige Testphase zur Verfügung

Für die Polizei sind sie ein hochtechnisierter „Freund und Helfer“: Drohnen leisten immer öfter wichtige Dienste gerade bei der Vermisstensuche. Bisher setzten vor allem das Landeskriminalamt und Spezialeinheiten das „Auge in der Luft“ ein. Jetzt stehen die nunmehr sechs Fluggeräte in einer einjährigen Testphase für alle Polizeidienststellen im Freistaat bereit; danach sollen möglicherweise alle Polizeipräsidien damit ausgerüstet werden.

„Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Multicopter-Systeme einen deutlichen taktischen Mehrwert bringen“, sagte Bayerns Innenminister Joachim Herrmann bei der Vorstellung des Pilotprojekts am Montag in München. „Gerade wenn der Hubschrauber beispielsweise witterungsbedingt nicht starten kann, können wir trotzdem auf wertvolle Aufklärungsergebnisse aus der Luft zurückgreifen.“

So können Drohnen bei der Polizeiarbeit helfen

Drohne in der Luft

Die unbemannten Fluggeräte können bei Waldbränden beitragen, Brandnester zu finden. Nach Unfällen oder Gewalttaten lassen sich mit den Kameras aus der Luft Unglücksstelle oder Tatort dokumentieren. Bei Großveranstaltungen oder Einsätzen können die Kameras bei der Überwachung des Geländes helfen. Mit hochauflösenden Kameras bestückt, können per Drohne Menschen aus mehr als einem Kilometer Entfernung gesehen werden.

Schon seit 2015 verfügt die Polizei im Freistaat über einige Drohnen, einige waren bereits beim G7-Gipfel in Elmau einsatzbereit. Erstmals sollen sie im nächsten Jahr auch bei der Sicherheitskonferenz in München am Start sein, wie der Leiter der Arbeitsgruppe Multicopter, Thomas Vieweg, sagte. Bei Demonstrationen allerdings dürfen Drohnen aus Datenschutzgründen keine Bilder liefern.

(dpa/muenchen.de)

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