Gasteig-Zwischenquartier: Stadtrat stimmt für "Sendlinger Lösung"

Visualisierung: Zwischennutzung des Gasteig in Sendling, Foto: Clemens Bachmann Architekten

Kulturzentrum soll fünf Jahre in Sendling bleiben

(16.1.2018) Wenn der Gasteig umfassend saniert wird, wird das Kulturzentrum vorübergehend nach Sendling umziehen. Das hat der Münchner Stadtrat am heutigen Dienstag beschlossen. Die Interimszeit auf dem Gelände des ehemaligen Heizkraftwerks Süd soll fünf Jahre betragen.

Ausweichstandort findet hohe Zustimmung bei Verantwortlichen

Visualisierung: Zwischennutzung des Gasteig in Sendling, Foto: Clemens Bachmann Architekten

Die Pläne für den Umzug wurden im Dezember vorgestellt und stießen auf große Zustimmung. Bürgermeister Josef Schmid zeigte sich als Aufsichtsratsvorsitzender der Gasteig München GmbH begeistert und bezeichnete den Vorschlag als "großen Wurf": "Gemeinsam haben wir ein hervorragendes Konzept erarbeitet, das sowohl die Interessen der Kulturstadt München als auch der Mieter vor Ort zusammenbringt. Ich freue mich deshalb, dass der Stadtrat nun den Startschuss für das Interimsquartier gegeben hat."

Gasteig-Geschäftsführer Max Wagner war ebenfalls erfreut: "Der Standort in Sendling ist viel mehr als ein Ausweichquartier. Die Münchnerinnen und Münchner können dort die Lebendigkeit und einzigartige Vielfalt des Gasteig weiterhin in zentraler Lage genießen. Gemeinsam mit den bisherigen Mietern auf dem Gelände gibt das eine neue Mischung, die viele Menschen begeistern wird."

Sechsstöckige Gebäude und ein Konzertsaal aus Holz geplant

Visualisierung: Zwischennutzung des Gasteig in Sendling, Foto: Clemens Bachmann Architekten

Das Areal an der Hans-Preißinger-Straße, auf dem der Gasteig für wenige Jahre sein Quartier aufschlagen soll, bietet genügend Platz sowohl für das Kulturzentrum als auch für die bisherigen Mieter aus verschiedensten Bereichen. Dazu muss das Areal jedoch stark nachverdichtet werden, so das Ergebnis einer vom Büro Clemens Bachmann Architekten durchgeführten Studie. Die Gasteig-Institutionen sollen in neuen Interimsbauten mit bis zu sechs Geschossen unterkommen. Ein ebenfalls neuer Konzertsaal, der in Holzmodulbauweise entsteht, wird gemeinsam mit der bestehenden ehemaligen Trafo-Halle der Stadtwerke (Foto) der Mittelpunkt des Geländes.

"Wir können tatsächlich beide Nutzungen unterbringen", so Architekt Clemens Bachmann. "Ein Großteil der Mieter könnte so auf dem Areal bleiben."

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