Die Monacensia erwirbt Schätze des deutschen Kabaretts

Monacensia, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle

Nachlass von Dieter Hildebrandt lagert jetzt in der Monacensia

(5.12.2017) Die Monacensia im Hildebrandhaus wird gerne als "literarisches Gedächtnis" Münchens bezeichnet. Jetzt hat das Haus seinen Bestand mit Schätzen des politischen Kabaretts der Nachkriegszeit aufgestockt: Dem Nachlass Dieter Hildebrandts und der Münchner Lach- und Schießgesellschaft.

Dieter Hildebrandt bei einem Auftritt, Foto: Richard Huber / Wikipedia
Dieter Hildebrandt

Der 2013 verstorbene Dieter Hildebrandt war eine Gallionsfigur des politischen Kabaretts nach dem Zweiten Weltkrieg. Außerdem lebte er bis zu seinem Tod in München. Zwei gute Gründe für seine Witwe, den umfangreichen Nachlass des Künstlers dem Münchner Literaturarchiv Monacensia zu überlassen: Rund 250 kabarettistische Texte sowie Glossen, Kritiken, Interviews, Preise und Korrespondenzen mit Zeitgenossen lagern nun im Hildebrandhaus in Bogenhausen.

Und das ist längst nicht der einzige Ankauf, den der Stadtrat beschlossen hat. Auch die legendäre Münchner Lach- und Schießgesellschaft hat ihren institutionellen Nachlass der Monacensia überlassen. Vom Gründungsjahr 1956 bis 2002 ist nun eine lückenlose Dokumentation von Gastspielen, Tourneen und Fernsehformaten wie dem "Scheibenwischer" in der ARD möglich.

Zu guter Letzt ergänzt auch der Vorlass des Schriftstellers und Politologen Johano Strasser jetzt den Bestand der Monacensia. Öffentlich einsehbar sind all die interessanten Neuerwerbungen allerdings noch nicht. Das Katalogisieren wird noch etwas dauern - doch in absehbarer Zeit werden sich Wissenschaftler, Studenten und andere Interessierte durch diese Schätze des deutschen Kabaretts wühlen können.

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