Mit dem E-Trike mobil durch die Stadt

(24.1.2018) Forscher der TU München haben im Auftrag der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stadtwerke München (SWM) ein E-Trike entwickelt. Das elektrisch unterstützte Dreirad eignet sich perfekt für den Lastentransport und ist auch eine Erleichterung für Menschen mit Gehbehinderung. Die ersten E-Trikes gehen noch in diesem Jahr in Betrieb.

Dafür ist das neue E-Trike besonders geeignet

Der E-Trike Prototyp von TUM, SWM und MVG , Foto: TUM/SWM/MVG
Foto: TUM/SWM/MVG

Der Weg von der U-Bahn-, Bus- oder Trambahnhaltestelle bis ans Ziel kann manchmal ganz schön lang sein - vor allem, wenn man viel Gepäck dabei hat oder nicht gut zu Fuß ist.

Diese Lücke will die MVG jetzt schließen. Und zwar mit einem E-Trike, also einem elektrisch unterstützten Dreirad. Es ist perfekt geeignet für den Lastentransport. Das E-Trike fährt bis zu 25 km/h und hat genügend Stauraum für mehrere große Einkaufstaschen oder zwei Getränkekisten.

Zudem ist es so konzipiert, dass es auch Menschen mit leichten Gehbehinderungen oder Gleichgewichtsproblemen komfortabel und sicher bedienen können.

Die Entwicklung und Konstruktion des fertiggestellten Prototyps ist Bestandteil des EU-Projektes Civitas Eccentric, das in fünf europäischen Städten Lösungen für saubere Mobilität entwickelt. Forscher der TU München haben nun im vergangenen Jahr zusammen mit Studenten im Auftrag von SWM/MVG das System E-Trike erarbeitet und entwickelt.

E-Trike lässt sich „ideal in MVG Mietradsystem integrieren“

So soll eine MVG-Radstation aussehen, Foto: SWM/MVG
Foto: SWM/MVG

Das neu entwickelte Fahrzeug ist dank eines tiefen Einstiegs auch für ältere Menschen leicht zu fahren. Die Gepäckbox hat zwei Flügeltüren, die sich zum rückenschonenden Beladen und Entladen öffnen lassen. Der Elektromotor ist stark genug, um eine Person plus etwa 30 Kilo Zuladung ans Ziel zu bringen.

„Wichtig war bei der Entwicklung, dass sich das E-Trike in das bestehende Verleihsystem MVG Rad integrieren lässt“, betont Julian Wilberg vom Lehrstuhl für Produktentwicklung an der TUM. Dies sei problemlos möglich, weil das Dreirad trotz der Ladebox nicht länger als ein normales Mietfahrrad sei. Es passe damit auf die bereits vorhandenen Stellflächen (Foto). Diese müssten lediglich noch mit Ladestationen ausgerüstet werden.

Das E-Trike lässt sich wie von MVG Rad gewohnt über eine App orten und buchen. Zusätzlich haben Nutzer auch die Möglichkeit, das Gefährt mit Hilfe einer Chipkarte auszuleihen. Die ersten 20 E-Trikes sollen noch 2018 in das MVG Mietradsystem eingebunden werden. Erstmals in den Gebieten Domagkpark/Parkstadt Schwabing und Neuaubing-Westkreuz/Freiham.
 

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