Jahresessen der Innenstadtwirte - das erwartet uns 2018 gastronomisch

Was macht die Münchner Gastroszene aus, welche Wünsche haben die Wirte an die Stadt und vor allem: Welche Aktionen planen sie 2018? Wir haben uns beim Jahresessen der Innenstadtwirte mal umgehört.

„Der Zusammenhalt macht München stark“

(30.1.2018) Erfolge, Ziele, Projekte – beim Jahresessen der Innenstadtwirte am Montag tauschte sich die Gastrobranche mit wichtigen Vertretern der Stadtgesellschaft aus. Ehrengast Oberbürgermeister Dieter Reiter hatte ein offenes Ohr für die Wünsche der Gastronomen und Petra Reiter nahm eine Spende für die Münchner Wohnungslosenhilfe entgegen. Was dieses Jahr geplant ist…

Ein launiger Abend - Impressionen vom Jahresessen

Darauf dürfen wir uns 2018 freuen

Jahresessen der Innenstadtwirte: Oberbürgermeister Dieter Reiter, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Die Vereinigung der Münchner Innenstadtwirte gibt es bereits seit 21-Jahren. Zum diesjährigen Jahresessen lud die Familie Kuffler als Gastgeber wichtige Vertreter der Stadtgesellschaft und -politik in die Maximilianstraße ein.

„Es war ein gutes Jahr für München“ resümierte der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Gastroszene könne neuerdings etwa von den Fußgängerzonen vor dem Kaufhaus Beck und der Sendlingerstraße profitieren.

Lorenz Stiftl, der Vorstand der Vereinigung der Münchner Innenstadtwirte, verriet im Interview mit muenchen.de, auf welche besonderen Angebote und Aktionen wir uns 2018 unter anderem freuen dürfen: gemeinsame Genießergutscheine der Innenstadtwirte, vielfältige Verpflegung beim Stadtgründungsfest und das kostenlose Munich unplugged Konzert im Juni, bei dem sich über 20 Lokale und Freischankflächen in Live-Bühnen verwandeln.

Das Credo des Abends: Gemeinsam kann man mehr erreichen. Der Vorsitzende der Münchner Brauereien, Andreas Steinfatt, lobte den tollen Zusammenhalt zwischen Gastronomen und Stadtgesellschaft, „der München so herrlich und stark macht, wie es ist.“

Von Heizstrahlern bis Freischankflächen - das wünschen sich die Wirte

Jahresessen der Münchner Innenstadtwirte 2018, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

In einer launigen Rede trug Gregor Lemke vom Augustiner Klosterwirt stellvertretend für die Innenstadtwirte auch Wünsche an den Oberbürgermeister vor: Freuen würden sich die Wirte über eine zentral organisierte Silvesterfeier in der Innenstadt, längere Betriebszeiten für Freischankflächen, ganzjährige Heizstrahler und eine Unterbindung des Getränkeverkaufs bei Rikschafahrten. Für die Umgestaltung des Max-Joseph-Platzes schlugen die Wirte - scherzhaft - einen Opernbiergarten schon ab Februar vor.

Der Münchner OB hatte für die Anliegen ein offenes Ohr: So sei ihm beispielsweise die Umgestaltung des Max-Joseph-Platzes ein persönliches Anliegen, weshalb er für eine zügige Ausschreibung kämpfe – schon bald könnte so italienisches Flair mitten im Herzen der Stadt entstehen. Und auch was längere Betriebszeiten für Freischankflächen angeht, sehe er gute Chancen. Die Stadt hatte zuletzt beschlossen, diese probeweise für September, April und Mai um eine Stunde bis Mitternacht zu verlängern. Es ist heuer gastronomisch also viel los in München...

Zwei Neumitglieder, Anekdoten und ein Spendenscheck

Jahresessen der Münchner Innenstadtwirte: Die neuen Mitglieder 2018, Foto: muenchen.de/Leonie Liebich

Auch zwei neue Mitglieder erhielten die obligatorische Vereins-Plakette: Mit Clarissa Käfer vom Café Kunsthalle und Mario Pargger und Thomas Hirschberger vom Little London im Tal zählt die Vereinigung mittlerweile 34 Unternehmen. Ziel der Gemeinschaft ist es, die kulinarische Vielfalt der Isarmetropole mit gemeinsamen Aktionen besser erlebbar zu machen.

Die meisten Lacher ernteten wie gewohnt die Anekdoten des Gastronoms Richard Süßmeier, der sich mit dem Satz "Ist zufällig jemand von der Bergwacht da?" auf das Podest helfen ließ. Der 87-Jährige notiert sich vor seiner Ansprache stets nur ein paar Stichpunkte auf der Speisekarte und schöpft dann spontan aus dem reichen Fundus jahrzehntelanger Gastro-Erfahrung: „Eigentlich wäre ich jetzt schon seit 70 Jahren Wirt und seit 60 Jahren auf der Wiesn, aber das war mir infolge behördlicher Einmischung nicht möglich."

Auch der Charity-Gedanke kam wie jedes Jahr nicht zu kurz: Petra Reiter erhielt einen Spendenscheck in Höhe von 5000 Euro für das „Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe“. Der Gattin des Oberbürgermeisters und Schirmherrin des Netzwerks ist es besonders wichtig, „denjenigen zu helfen, denen es nicht so gut geht, wie uns.“

Auf dem Foto oben v.l.n.r. vorne: Lorenz Stiftl (Zum Spöckmeier), Vorsitzender der Münchner Innenstadtwirte, Petra Reiter, Schirmherrin des "Münchner Netzwerk Wohnungslosenhilfe", Gregor Lemke (Augustiner Klosterwirt), Wolfgang Sperger (Hofbräuhaus), Thomas Vollmer (Augustiner Gaststätten). Hinten: Martin Wieser (Ratskeller),  Alexander Egger (Münchner Stubn).

Foto mitte v.l.n.r.: Clarissa Käfer (Café Kunsthalle), das Ehepaar Reiter, Lorenz Stiftl (Zum Spöckmeier).

Foto unten v.l.n.r.: Die Neumitglieder Thomas Hirschberger und Madeleine Heinrich und Gunilla Hirschberger (alle Little London), Clarissa Käfer (Café Kunsthalle) und Mario Pargger (Little London).

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