München soll ersten Radschnellweg nach Garching bekommen

Radschnellweg nördlicher Stadtrand-Garching, Foto: Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen (SVK)
Foto: Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München und Stadt- und Verkehrsplanungsbüro Kaulen (SVK) Vorzugsvariante der Streckenführung

Am nördlichen Stadtrand auf 13 km nach Garching radlen

(25.1.2018) Besonders die Studenten dürfte es freuen: Radfahrer sollen am nördlichen Münchner Stadtrand bald freie Fahrt haben. Ein erster Radschnellweg soll von der Stadtgrenze auf 13 Kilometern nach Garching und Unterschleißheim führen. Das teilten Bayerns Verkehrsminister Joachim Herrmann und Münchens Landrat Christoph Göbel (beide CSU) am Mittwoch bei der Vorstellung einer Machbarkeitsstudie mit.

Freie Fahrt für Radler auf 90 Prozent der Strecke

Fahrradfahrer in München
Symbolbild

Seit mehreren Jahren wird in einer Machbarkeitsanalyse im Auftrag der Stadt ermittelt, wo Radschnellverbindungen sinnvoll sind. Der "Planungsverband Äußerer Wirtschaftsraum München (PV)" veröffentlichte nun den Abschlussbericht der Studie.

Gestern stellten Verkehrsminister Joachim Herrmann und Münchens Landrat Christoph Göbel (beide CSU) die Strecke vom nördlichen Stadtrand nach Garching und Unterschleißheim vor, die wegen der überlasteten U6 besonders geeignet für einen Schnellweg sei. Die vorgesehene Trasse führt von der Stadtgrenze München (Neuherberg) entlang der B 13 nach Unterschleißheim und über den U-Bahnhof Garching-Hochbrück bis zum Forschungszentrum der TU München. Schnelle Radler sollen so in einer halben Stunde nach Garching kommen.

Rund 8000 Radfahrer können gemäß der Analyse in Zukunft von dieser Strecke profitieren, die nach ersten Kostenschätzungen rund 34 Millionen Euro kosten wird. Die Radler sollen einen Großteil der Strecke auf einem vier Meter breiten Weg in beide Richtungen fahren und dabei auf mehr als 90 Prozent der Strecke durchstrampeln können, ohne an einer Kreuzung halten zu müssen. Die Trennung von Rad- und Fußweg erhöhe zusätzlich die Verkehrssicherheit, hieß es.

Radl-Infrastruktur soll stark ausgebaut werden

„Gerade im Ballungsraum ist das Radl eine schnelle und umweltfreundliche Alternative zum Auto geworden. In Zeiten von Abgasskandal und langen Staus im Ballungsraum sehen wir deshalb eine große Chance darin, die Infrastruktur für den Radverkehr weiter auszubauen“, sagte Herrmann.

Der Ausbau von Fahrradwegen sei einer von vielen Bausteinen für eine nachhaltige Mobilität. Bis 2025 will Herrmann mit dem „Radverkehrsprogramm Bayern 2025“ erreichen, dass 20 Prozent aller Wege in Bayern mit dem Fahrrad zurückgelegt werden. Der Minister will laut Mitteilung rund 40 Millionen Euro Bundes- und Landesmittel jährlich in den Erhalt und Ausbau des Radwegenetzes an Bundes- und Staatsstraßen investieren. Zudem unterstütze der Freistaat die Kommunen beim Bau von Radwegen.

(muenchen.de/dpa)

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