Flughafen München gründet Zentrum für den Kampf gegen Cyber-Kriminalität

Eröffnung des "Information Security Hub" am Flughafen München (von links): Dr. Dirk Häger, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der Flughafen München GmbH (FMG) sowie Marc Lindike, Head of Information Security Assurance der FMG, Foto: Flughafen München

"Information Security Hub" nimmt den Kampf gegen Hacker auf

(1.2.2018) Ein hochspezialisiertes Team will Hackern einen Schritt voraus sein: Am Flughafen München wurde gestern das Zentrum für den Kampf gegen Cyber-Kriminalität eröffnet. Hier testen IT-Spezialisten der Flughafen München GmbH (FMG) mit Experten aus der europäischen Luftfahrtbranche Verteidigungsstrategien gegen Angriffe aus dem Internet.

Rasanter Anstieg von Cyber-Angriffen

In den vergangenen Jahren ist die Anzahl von Angriffen auf die IT-Systeme von Unternehmen und Behörden in Deutschland rasant angestiegen, und so ist auch der Flughafen München unterschiedlichsten Cyber-Angriffen ausgesetzt. "Als Flughafenbetreiber sind wir für die Funktionsfähigkeit einer kritischen Infrastruktur verantwortlich und müssen den Schutz vor Cyber-Attacken tagtäglich aufs Neue sicherstellen", sagte Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der FMG. "Je weiter die Digitalisierung fortschreitet und je mehr Funktionen von Computern übernommen und miteinander verknüpft werden, desto mehr potenzielle Angriffsflächen bieten sich den weltweit operierenden Cyber-Kriminellen und desto gravierender können die Folgen gezielter Attacken sein", so Weyer weiter.

Training für den Ernstfall: Innovative Verfahren im Test

Im "Information Security Hub" am Münchner Flughafen gibt es nun vier Trainingsräume, beziehungsweise IT-Labore, einen Regieraum und ein „Amphitheater“ für Vorträge und Briefings. In der Test- und Übungsumgebung können hier innovative Technologien und Verfahren im Kampf gegen Cyber-Kriminalität erprobt werden. Das neue Kompetenzzentrum dient dabei nicht ausschließlich der IT-Sicherheit am Flughafen, sondern ist eine unternehmens- und branchenübergreifende Kooperation, in der Firmen, Behörden und andere Institutionen Security-Experten für ihre Organisation aus- und weiterbilden können. Zielgruppe für die Angebote des "Information Security Hubs" sind insbesondere Flughäfen, Fluggesellschaften und andere Partner aus der Luftverkehrsbranche, das Angebot steht aber auch anderen Unternehmen und Organisationen offen.

Auf dem Foto oben (von links): Dr. Dirk Häger, Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), Thomas Weyer, Geschäftsführer Finanzen und Infrastruktur der Flughafen München GmbH (FMG) sowie Marc Lindike, Head of Information Security Assurance der FMG.

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