Dialektpreis Bayern für Monika Gruber

Monika Gruber, Kabarettistin aus Bayern, steht nach der Übergabe des Dialektpreises auf der Bühne., Foto: dpa

Weiterer Sonderpreis an Musikkabarettgruppe Couplet AG

(16.4.2018) "Für besondere Verdienste in Bereichen Dialektpflege und Dialektologie": Die beliebte Kabarettistin Monika Gruber (46) ist mit dem Dialektpreis Bayern 2018 ausgezeichnet worden. Doch sie war nicht die einzige Preisträgerin des Abends.

Monika Gruber bekam am Montagabend in der Münchner Allerheiligen-Hofkirche den dieses Jahr neu geschaffenen Sonderpreis des Ministerpräsidenten. Einen weiteren Sonderpreis der Minister für Heimat und Kunst nahm die Musikkabarettgruppe Couplet AG entgegen. Acht weitere Gruppen, Sprachkenner und Kabarettisten aus den vom Dialekt her unterschiedlichen Regionen Bayerns wurden ausgezeichnet.

"Unsere Sprache und unsere Dialekte sind identitätsstiftend und Fundament und Ausdruck unserer Werte und Traditionen", sagte Ministerpräsident Markus Söder. "In Zeiten der Globalisierung bekommen Heimat und auch der Dialekt einen ganz anderen Stellenwert." Die Preisträger trügen maßgeblich dazu bei, die regionale Vielfalt der heimischen Dialekte zu pflegen und für die kommenden Generationen zu erhalten.

Monika Gruber zähle inzwischen nicht nur in Bayern zur Kabarettelite, hieß es bei der Verleihung. Die Couplet AG hat sich wiederum vor allem dem Erhalt des Couplets als politisch-satirische Liedform verschrieben. Sie erhielt den zweiten Sonderpreis, der den neuen Ministern für Heimat und Kunst, Albert Füracker und Marion Kiechle, zugeschrieben war.

Söder: Preisverleihung "ist oberste Staatsaufgabe"

Mit der Regierungsumbildung musste auch die Preisverleihung angepasst werden. Söder hatte die Auszeichnung im Vorjahr - noch als Finanz- und Heimatminister - mit dem damaligen Kunstminister Ludwig Spaenle erstmals vergeben. Nach Söders Wahl zum Ministerpräsidenten dauerte es mehr als drei Wochen, bis klar war, wer den Preis nun vergeben würde.

Söder ging auch darauf ein, dass er den Preis noch als Heimatminister ausgelobt hatte. "Das bin ich nicht mehr, komme damit aber emotional zurecht", scherzte er. Er habe überlegt, ob er nun als Ministerpräsident auch noch bei der Preisverleihung dabei sein sollte, sei aber zu dem Schluss gekommen: "Das ist oberste Staatsaufgabe."

Im vergangenen Jahr waren unter anderem der Liedermacher Willy Michl sowie Volker Heißmann und Martin Rassau alias Waltraud & Mariechen geehrt worden.

(muenchen.de/dpa)

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