Medaille "München leuchtet" für Initiatoren des Isarring-Tunnels

OB Dieter Reiter verleiht die Medaille München leuchtet in Gold an Petra Lejeune-Grub und Hermann Grub, Foto: Michael Nagy/Presseamt München

Auszeichnung für zwei Münchner Architekten

(12.4.2018) Oberbürgermeister Dieter Reiter hat heute zwei Münchner Persönlichkeiten mit der Medaille "München leuchtet" in Gold geehrt. Die Architekten Petra Lejeune-Grub und ihr Ehemann Hermann Grub setzten sich jahrelang für den Tunnel im Englischen Garten ein - mit Erfolg.

Großes Engagement für das Projekt „Ein Englischer Garten“

Visualisierung des Tunnels im Englischen Garten, Foto: Jürgen Dudowits / sunpatrol, München

Im Juni 2017 beschloss der Münchner Stadtrat die Verlegung eines Teilstücks des Mittleren Rings durch den Englischen Garten in einen Tunnel. Petra Lejeune-Grub und ihr Ehemann Hermann Grub hatten einen großen Anteil daran, dass dieses riesige Projekt realisiert werden kann.

Zum Dank für das Engagement der beiden Münchner und als Anerkennung ihrer herausragenden Verdienste um die Wiedervereinigung der Parkanlage zeichnete Oberbürgermeister Dieter Reiter die beiden Architekten mit der Medaille „München leuchtet – Den Freundinnen und Freunden Münchens“ in Gold aus.

„Durch ihr jahrelanges Engagement haben Petra Lejeune-Grub und ihr Ehemann Hermann Grub nicht nur zahlreiche Unterstützer für ihr ehrgeiziges Projekt ,Ein Englischer Garten' gewinnen können, sondern auch die Politik von ihrer Idee überzeugt“, erklärte Oberbürgermeister Dieter Reiter. Die Wiederherstellung des weltberühmten Landschaftsparks sei ein Glücksfall für München.

Das Architekten-Ehepaar hatte bereits 2010 die Idee vorgebracht, den vierspurigen Isarring auf knapp 400 Meter Länge in einen Tunnel mit sechs Fahrspuren zu verlegen und die seit den 1960er-Jahren durchtrennten Parkteile wieder zu verbinden.

Durch ihre engagierte Öffentlichkeitsarbeit überzeugten sie auch politische Entscheidungsträger von den Vorteilen der Tunnellösung. Auch der Freistaat will nun 35 Millionen Euro zu dem Projekt beisteuern. Der Bund beteiligt sich im Rahmen seines Förderprogramms „Nationale Projekte des Städtebaus“ ebenfalls an den Planungskosten.

Visualisierung: So soll der Tunnel aussehen, Foto: Jürgen Dudowits / sunpatrol, München

Die 390 Meter lange Tunnelvariante wird realisiert

Im Sommer letzten Jahres hatte die Vollversammlung des Stadtrats die Bedarfs- und Konzeptgenehmigung für den Tunnel erteilt. Das Baureferat führt nun die Vor-, Entwurfs- und Genehmigungsplanung sowie das Planfeststellungsverfahren durch. Ein Baubeginn im Jahr 2023 wird als realistisch angesehen.

Grundlage des Umbaus ist eine 390 Meter lange Tunnelvariante, die sich vor allem aus landschaftsplanerischen, denkmalschutzfachlichen und wirtschaftlichen Erwägungen als beste Variante erwiesen hat. Die Baukosten werden auf zirka 125 Millionen Euro geschätzt.

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