It’s Tea Time in Munich!

Wo der Afternoon Tea ein ganz besonderes Erlebnis ist

Hier fühlen sich Teeliebhaber wie zuhause. Mit Scones und Pastries auf der Speisekarte und unzähligen Tees im Angebot. Fünf Tipps, um sich mal für zwei Stunden very british zu fühlen.

Britisch: die Brown’s Tea Bar

Hinter der Uni, aber nicht studentisch, sondern eher gediegen-bohèmien ist die Brown’s Tea Bar in der Türkenstraße. Sie gehört übrigens zur Victorian House-Kette, die u.a. auch das Café Klenze in der Alten Pinakothek betreibt. In großen, schweren Ohrensesseln schlürft das akademische Schwabing hier nachmittags unter alten Ölgemälden und zwischen englischen Antiquitäten einen der 80 losen Blatttees. Und wer hungrig ist, kann zwischen hausgemachtem Kuchen, Salaten, Sandwiches, Baked Potatoes oder einer Quiche wählen.

Exotisch: das Tushita Teahouse

Ein bisschen Zen-Feeling gefällig? Das Tushita Teehaus in der Klenzestraße liegt mitten im angesagten Glockenbachviertel und eignet sich prima für einen Boxenstopp nach einer Shopping-Tour. Schlichtes Design, klare Formen, helle Hölzer und ruhige Fernost-Klänge im Hintergrund sorgen für sofortige Entschleunigung. 150 Teesorten sind hier im Angebot, fast alle bio. Und wie sich das für einen Hipster-Stadtteil gehört, ist das Mittgasmenü, das in einer hübschen Bowl daherkommt, stets vegan – und einige Kuchen und Desserts sind zudem zucker- und glutenfrei.

Gemütlich: die Friesische Teestube

Ein Klassiker: Die kleine Friesische Teestube am Pündterplatz gibt’s schon seit 1976 und ist für alteingesessene Schwabinger eine ihrer letzten Oasen zwischen Belgradstraße und Münchner Freiheit. Komplett untouristisch und absolut unhip sieht’s hier aus wie anno 1950 in Omis guter Stube hinterm Deich. Der Klassiker auf der Karte ist natürlich der Ostfriesentee mit Kandis und Sahne (ganz wichtig: am Ende wird nicht umgerührt!), aber wer’s lieber ausländisch mag, bestellt einfach eine der 119 anderen Sorten.

Entzückend: t7

Ein Mädchentraum: Das t7 in der Nähe des Sendlinger Tor (Thalkirchner Str. 7 – daher der Name) ist ein verträumtes Ladencafé in lichten Pastellfarben, das ganz und gar nach englischer Countryside aussieht. Die entzückenden Milchkannen, Windlichter, Schüsseln und Schälchen, die dekorativ im Raum herumstehen, können allesamt gekauft werden. Das kulinarische Konzept: Französisches Flair trifft auf britische Teekultur. Und so kann der Gast je nach Lust und Laune entscheiden, ob er zu seinem Tee lieber edle Patisserie naschen oder rustikale Pastries verspeisen möchte.

Stilvoll: das Vier Jahreszeiten

Im Traditionshotel Vier Jahreszeiten an der Maximilianstraße geht’s edel zu. Wer dort nachmittags dem geschäftigen Treiben der Reichen und Schönen zusehen möchte, verabredet sich in der Lobby, unter einer imposanten Glaskuppel, zum Afternoon High Tea. Täglich zwischen 15 und 18 Uhr berät Teamaster Joel Belouet seine Gäste, welche seiner 30 verschiedenen Sorten wohl am besten zu der persönlichen Auswahl an raffinierten Mini-Sandwiches, Scones mit Clotted Cream und Marmelade oder entzückenden Petit Fours passen würde (39 Euro pro Person).


Text: Margot Weber
Fotos: Brown´s Tea Bar, Tushita Teahouse, T7, Vier Jahreszeiten Kempinski, Lionman

November 2017

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