Badeseen-Guide: 11 Ziele für den perfekten Badetag

Jugendliche springen in den Badesee, Foto: Shutterstock

11 Badeseen für Traumwetter

Abkühlung gefällig? In München herrscht kein Mangel an tollen Badeseen, aber wo gibt’s die besten Sportangebote, sonnige Liegeflächen und Grillzonen? Jeder See hat einen eigenen Charakter. Wir zeigen 11 Badeparadiese in München und Umland, die Ihr mal ausprobieren solltet...


Hinweise zum sicheren Baden

Beim Baden in Seen sollten Nichtschwimmer, Kinder, aber auch Schwimmer besondere Hinweise beachten.
Hinweise zum sicheren Baden in natürlichen Gewässern vom Bayerischen Landesamt für Gesundheit


Der Sportliche: Surfen und Volleyball am Feringasee

Feringasee Volleyball, Foto: Michael Neißendorfer

Der Feringasee östlich von Unterföhring ist der größte See in unmittelbarer Nähe zu München. Komplett umrundet von einem zwei Kilometer langen Rad- und Fußweg ist der beliebte Badesee von allen Seiten prima erreichbar. Vom Münchner Norden aus könnt Ihr ihn mit dem Fahrrad in rund 30 Minuten gut erreichen.

Wenn Ihr Bock auf Beachvolleyball habt: am Ostufer finden sich zwei Felder. Diese sind im Sommer immer gut besucht, sodass sich schnell neue Mannschaften bilden. Achtung: Die Nordseite des Feringasees gehört den Wassersportlern. Hier wird sowohl gesurft als auch geangelt - der Bereich ist hierfür extra abgegrenzt.


Bitte einsteigen: der MVG Badebus

MVG Badebus 2017, Foto: Münchner Linien

Bis 11.9. fährt bei schönem Wetter wieder täglich der MVG Badebus zwischen Lochhausen und dem Langwieder See und bringt die Badegäste schnell und einfach zum Ziel.

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Der Urbane: Hochhauskulisse am Lerchenauer See

Hochhäuser am Lerchenauer See, Foto: Katy Spichal

Der erste Eindruck kann manchmal täuschen: So auch beim Lerchenauer See. Zwar stehen riesige Hochhäuser in der Nähe des Ufers, dennoch geht es am See nur selten wirklich hektisch zu. Vor urbaner Kulisse und in zentraler Lage genießt Ihr statt dessen herrliche Sonnenuntergänge. In der Zone im Südosten könnt Ihr auch den Grill anschmeißen.

Den Lerchenauer See erreicht Ihr direkt mit der Buslinie 60 - und das ist empfehlenswert, denn die wenigen Parkplätze sind im Sommer schnell belegt. Immerhin zieht der beliebte Badesee an schönen Tagen bis zu 8.000 Sonnenliebhaber an.


Der Erfrischende: Frischwasserkick am Feldmochinger See

Sandkasten am Feldmochinger See, Foto: Katy Spichal

Der Feldmochinger See ist vom Lerchenauer See nur wenige Minuten mit dem Rad entfernt, aber hat einen ganz eigenen Charakter. Das größte Gewässer der nördlichen Dreiseenplatte ist nicht nur wunderschön umrahmt von zahlreichen Bäumen, sondern hat mit dem Kalterbach einen ständigen Abfluss. Zusammen mit den drei Frischwasserquellen sorgt dieser das ganze Jahr für erfrischende Temperaturen und sehr gute Wasserqualität.

Durch die weitläufigen Liegeflächen entsteht ein fast schon ländliches Feeling - obwohl der Münchner Stadtkern eigentlich gar nicht weit entfernt ist. Tipp: Für die perfekte Strandfigur stehen am Nordufer kostenlose Fitnessgeräte bereit. Im Westen ist Grillen erlaubt...


Der Quirlige: Action am Langwieder See

Langwieder Grillen, Foto: Michael Neißendorfer

Grillzone, Fußballplatz und ein kleiner Kiosk: Kein Wunder, dass das Südufer des Langwieder Sees besonders das junge Publikum anzieht. Die große Liegewiese, mehrere Volleyballfelder und ein Fußballplatz bieten viel Potential für schulfreie Nachmittage oder Ferientage.

Am Nordufer gibt es im Selbstbedienungs-Biergarten bayerische Küche und auf der nahen Minigolfanlage könnt Ihr ein paar Bälle versenken. Die zentrale Lage direkt an der A8 sorgt besonders im Sommer für ordentlichen Trubel - an einem schönen Sonnen-Wochenende sollen sich bis zu 30.000 Badegäste am See aufhalten.
 


Der Familiäre: Mit den Kindern an den Lußsee

Lußsee Badesee München Spielplatz, Foto: Michael Neißendorfer

Nur einen Steinwurf vom Langwieder See entfernt befindet sich der Lußsee - einer der saubersten Seen Münchens. Viele Familien mit Kindern kommen hierher, denn im flachen Wasser können Nachwuchs-Schwimmer in aller Ruhe ihre ersten Versuche absolvieren.

Für die nötige Abkühlung hält der Kiosk am Nordwestufer Eis und kühle Getränke für kleine (und große) Wasserratten bereit. Im Nordosten findet Ihr neben weitläufigen Liegeplätzen auch zwei Spielplätze und viel Platz für weitere Freizeitsportarten.


Nächster Halt Badespaß - unser Badefahrplan

Der Badefahrplan 2017 für München, Foto: muenchen.de

Reinspringen und Erfrischen! Ob Freibad oder Badesee - wo es in und um München überall Bademöglichkeiten gibt zeigt unser Badefahrplan (PDF)

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Der Nackige: FKK-Eldorado am kleinen Birkensee

Frau sonnt sich

Am Birkensee, nördlich des Lußsees, fühlen sich die Nacktbader wohl. Der kleinste der drei Seen an der Langwieder Seenplatte gilt als Oase für alle FKK-Freunde. Früher ein Geheimtipp, ist der relativ abgelegene See heutzutage ein offizieller Nacktbadetreff geworden.

Wie bei allen anderen Badeseen in München gilt: Der frühe Bader fängt den Parkplatz. Zwar sind kostenpflichte Stellplätze vorhanden, aber diese sind bei schönem Wetter oft schon am Vormittag überfüllt.


Der Sonnige: UV-Strahlen satt am Riemer See

Riemer See Kieselstrand, Foto: Michael Neißendorfer

Im Zuge der Bundesgartenschau im Jahre 2005 wurde der Riemer See zusammen mit einem Park künstlich angelegt. Der breite Kiesstrand am Ostufer ist perfekt zum Relaxen - südlich des Sees gibt es große Wiesenflächen zum Ballspielen oder Picknicken.

Für den kleinen Snack zwischendurch könnt Ihr ein nettes Strandcafé aufsuchen. Tipp: An heißen Tagen ist ein Sonnenschirm Pflicht - die wenigen Schattenplätze sind sehr begehrt und dementsprechend fast immer besetzt. 

 


Der Olympische: Auspowern am Regattaparksee

Regattaanlage Rudern, Foto: Michael Neißendorfer

Der Regattaparksee bei Oberschleißheim hört sich nicht nur sportlich an, er ist es auch. Direkt am See befindet sich ein Freizeitgelände mit Volleyballplätzen. Wenn Euch das nicht als Nervenkitzel genügt, könnt Ihr am Wochenende auch einen Bungeesprung riskieren. Natürlich lässt sich am Regattaparksee auch wunderbar baden. Während die Kleinen im flachen Wasser planschen, können sich gute Schwimmer bis zur Mitte des Sees wagen und auf der künstlichen Badeinsel ausruhen.

Übrigens: Schwimmen könnt Ihr auch im langen Becken der Olympia-Regattaanlage, und zwar direkt vor der riesigen Zuschauertribüne. Aber Achtung: Die Anlage selbst wird noch von Kanuten und Ruderern als Trainingsgelände benutzt, für Schwimmer gibt es deshalb eine eigene Badezone.


Der Entspannte: Seele baumeln lassen am Poschinger Weiher

Der Poschinger Weiher in Unterföhring., Foto: Michael Neißendorfer

Einen Geheimtipp verraten wir Euch hier zwar nicht - aber trotzdem hat der Poschinger Weiher etwas Insidermäßiges. Dabei hat er eigentlich eine traumhafte Lage direkt neben der Isar - ist aber trotzdem selbst an schönen Sommertagen selten überlaufen. Rund um das kleine Gasthaus geht es ziemlich entspannt zu. Die meisten Besucher sind mit dem Radl da, und das solltet Ihr auch so machen. Einfach von der Innenstadt am Isarufer entlang Richtung Norden, das ist eine traumhafte Strecke.

Einige Uferabschnitte sind mit Sand aufgeschüttet. Ideal also für kleine Kinder oder ruhesuchende Städter. Sämtliche Aktivitäten am See - inklusive der Tischtennisplatten und des Biergartens - verlagern sich auf die Westseite. Das Ostufer fällt meist sehr steil ab und ist zum Baden nicht geeignet.


Die Tagesausflügler: Top-Ziele im Süden mit malerischer Kulisse

Wörthsee mit Steg, Foto: muenchen.de

Zugegeben: Ammersee und Wörthsee liegen nicht mehr direkt im Münchner Umkreis. Trotzdem sind die Gewässer durch die S-Bahn-Anbindung super zu erreichen.

Mit durchschnittlich 22 Grad Wassertemperatur gehört der Wörthsee zu den wärmsten Seen Bayerns. Mit mehreren großen Strandbädern, türkisgrünem Wasser und vielen Restaurants lässt sich hier ein fast italienischer Sommertag verbringen.

Wer Lust auf Weitblick hat, lässt sich mit der S8 bis zur Endstation Herrsching chauffieren. Der Ort ist die optimale Anlaufstelle für den drittgrößten See Bayerns, den Ammersee. Denn obwohl im Sommer der Andrang groß ist, findet an der 8 Kilometer langen Uferpromenade jeder sein Plätzchen. Kostenlose Liegewiesen, Spielplätze, Stege mit Sprungturm und Sportplätze machen das Ufer so attraktiv. Und wer zwischendrin ein kühles Helles mag, macht sich auf die ca. einstündige Wanderung durch das Kiental bis hoch zum Andechser Kloster.

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