Schönheiten unter der Erde: Besondere U-Bahnhöfe in München

U-Bahnhof Candidplatz
Nicht nur an der bunten Station Candidplatz lohnt sich das Aussteigen

Nicht immer nur Tunnelblick: 8 schöne U-Bahnhöfe

Im Münchner Untergrund schlummert so mancher Schatz. Wir zeigen Euch, wo unter der Erde ein Regenbogen leuchtet - und wo Ihr Euch im Wandlabyrinth verlauft.

Bilder: So schön leuchtet München im Untergrund

Der Candidplatz strahlt in vielen leuchtenden Farben

U-Bahnhof Candidplatz

Den U-Bahnhof am Candidplatz solltet Ihr Euch aus mehreren Gründen nicht entgehen lassen. Zum einen liegt er direkt in einer Kurve, zum anderen ist er von vorne bis hinten in so ziemlich jeder Farbe gestrichen, die einem Maler zur Verfügung steht. Willkommen im Regenbogen-Land!

Kein Wunder, ist doch der Bahnhof wie der darüberliegende Platz nach dem Künstler Peter Candid benannt, der unter anderem die Residenz mit gestaltete. Der bunte Mix an den Wänden zieht sich von Nord nach Süd über den gesamten Bahnsteig. Schaut in der Haltestelle aber auch mal an die Decke. Diese wurde nämlich für einen großen Hauptwasserkanal "hutförmig" gestaltet und setzt auch nochmal einen besonderen Akzent.


Aluminium-Labyrinth am Bahnhof in Oberwiesenfeld

U-Bahnhof Oberwiesenfeld

Etwa 11 Meter unter der Erde nördlich des Olympiaparks gibt es ein Labyrinth. Aber keine Sorge, im U-Bahnhof Oberwiesenfeld könnt Ihr Euch nicht verlaufen - beziehungsweise höchstens Eure Augen, wenn sie versuchen, das sogenannte "Ornament" an der Bahnhofswand zu entwirren. Dieses in schwarz/weiß gehaltene Muster aus Aluminium-Paneelen zeigt ein geometrisches Muster, das Euch garantiert Knoten in die Sehnerven macht. Die Nordwand dagegen besteht aus orangefarbenen Paneelen und soll das Orange der Olympialinie symbolisieren. Abgerundet wird das helle und offene Gesamtbild durch den säulenlosen Bahnsteig sowie 16 Oberlichter.


Fröhliche Blumen im U-Bahnhof Moosach

U-Bahnhof Moosach

Gebt zu, dass Ihr am liebsten an ihnen schnuppern würdet - an den riesigen Blumen, die die Wände des Moosacher Bahnhofs schmücken. Um die Riesenmotive möglichst detailgetreu nachzubilden, hat der Münchner Künstler Martin Fengel Pflanzen und Blüten in Moosach fotografiert und sich von ihnen inspirieren lassen. Die sonst ganz in weiß gehaltenen Wände, der auffallend helle Bahnsteigboden und die zahlreichen Hängelampen sorgen für optimale Ausleuchtung und ein angenehmes Ambiente. Übrigens: Der benachbarte Bahnhof Moosacher St.-Martins-Platz wurde ähnlich hell gestaltet und beeindruckt mit einem Mosaik aus 76.200 Fotos, die alle in Moosach aufgenommen wurden.


Grobe Felswände und tolles Ambiente am Westfriedhof

U-Bahnhof Westfriedhof

Wenn Ihr Eure Instagram-Follower mit Selfies im coolen Industrial-Chic beeindrucken wollt, solltet Ihr zum U-Bahnhof Westfriedhof fahren. Denn der ist nicht umsonst eines der beliebtesten Fotomotive im Münchner Untergrund - vor allem wegen der innovativen Beleuchtung. Das Lichtkonzept stammt vom Designer Ingo Maurer, der unter anderem auch am Bahnhof Münchner Freiheit für die Beleuchtung sorgte. 11 überdimensionale Lampen erstrahlen in den Farben rot, gelb und blau und sorgen für warmes und außergewöhnliches Licht. Zusammen mit den rauen Wänden strahlt dieser Bahnhof ein Ambiente aus, das man so ähnlich auch in New York finden könnte.


54.000 Kilogramm buntes Metall am Georg-Brauchle-Ring

U-Bahnhof Georg-Brauchle-Ring

Auf den ersten Blick sehen die Wände der Station am Georg-Brauchle-Ring aus wie ein Fernsehtestbild von früher. Aber wenn Ihr genauer hinseht, erkennt Ihr schnell, dass es sich bei den bunten Rechtecken um Metalltafeln handelt. 400 Stück davon hängen im Bahnhof, jede davon wiegt 135 Kilogramm. Dazwischen hat der Künstler Franz Ackermann Malereien, Post- und Landkarten eingesetzt - so etwas gibt es nirgendwo anders auf der Welt. Der Bahnsteig selbst ist relativ schnörkellos gehalten und kommt komplett ohne Deckenstützen aus.


Video: Eine Fahrt auf der Linie U1 im Zeitraffer

Einige besonders sehenswerte Bahnhöfe wie Candidplatz, Westfriedhof oder Olympia-Einkaufszentrum befinden sich auf der Linie U1. In diesem Video können U-Bahn-Fans alle Stationen im Zeitraffer kennenlernen.


Licht spiegelt sich im Bahnhof Münchner Freiheit

U-Bahnhof Münchner Freiheit

Helligkeit, Transparenz und Lebendigkeit soll das Erscheinungsbild des 2008/2009 umgestalteten U-Bahnhofes Münchner Freiheit symbolisieren. Und das klappt ziemlich gut, denn die gelben Lamellenwände in Verbindung mit blau beleuchteten Säulen und den Spiegeldecken sorgen für eine moderne, strahlend helle Optik. Das Konzept für die Beleuchtung stammt vom Lichtkünstler Ingo Maurer. Auch der Busbahnhof an der Oberfläche ist einen Besuch wert. Das von 18 dünnen Stützbalken getragene weiße Dach mit lindgrünen Elementen ist ein Blickfang im Herzen Schwabings geworden.


Funkelnder Edelstahl am Olympia-Einkaufszentrum

U-Bahnhof Olympia-Einkaufszentrum

Im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Olympia-Einkaufszentrum stoßt Ihr auf jede Menge funkelnden Edelstahl. Die Hintergleiswände des U-Bahnhofes sind mit lauter kleinen Metall-Pyramiden versehen, die das auftreffende Licht in mehrere Richtungen reflektieren. Das Ergebnis ist ein visuelles Erlebnis der besonderen Art. Fahrt bei der nächsten Shopping-Tour also auf jeden Fall mit der U-Bahn zum OEZ - es lohnt sich.


Rote LED-Decken im Zwischengeschoss des Marienplatzes

Passanten im Zwischengeschoss des U-Bahnhofs Marienplatz, Foto: muenchen.de/Mark Read

An die Umbaumaßnahmen im Zwischengeschoss des Marienplatzes können sich sicher noch viele Münchner erinnern, immerhin ist er der am stärksten frequentierte U-Bahnhof der Landeshauptstadt. Von 2011 bis 2015 wurden hier neue Boden-, Decken- und Wandverkleidungen installiert sowie die Verkaufsstände an den Rand des Sperrengeschosses verlegt. Auch wurde die komplette Lichtgestaltung mit LED-Beleuchtung und roten Deckenpanelen in Zusammenarbeit mit Lichtdesigner Ingo Maurer erneuert. Das Ziel, den Untergrund hell, freundlich und übersichtlich zu gestalten, ist somit jedenfalls geglückt - und die neue, leuchtend rote Farbgebung im Zwischengeschoss ist definitiv auffällig.


Mehr zum Nahverkehr in München

Top