Die Stadt bei Nacht: Hier leuchtet München nicht nur tagsüber

Abendstimmung am Geschwister-Scholl-Platz, Foto: Christian Scheiffele

Nicht umsonst wird München als nördlichste Stadt Italiens bezeichnet. Denn die Münchner verbringen ihre Abende gerne im Freien, sobald es das Wetter zulässt. Und wer sich dann auf Entdeckungstour begibt, lernt München von seiner strahlenden und leuchtenden Seite kennen.

Bilder: So schön leuchtet München an lauen Nächten

Isarrauschen bei Mondschein

Das Isarufer in Thalkirchen in einer Sommernacht, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Viel romantischer geht´s wohl kaum. Das Rauschen der Isar im Ohr und den Mondschein vor Augen. An lauen Sommerabenden ist das Isarufer in der Innenstadt ein beliebter Treffpunkt. Zwischen Reichenbach- und Wittelsbacherbrücke sitzen die Münchner im Gras oder am renaturierten Ufer und genießen den Anblick der Kirche St. Maximilian. Und wer zu später Stunde Hunger oder Durst bekommt, kann seinen Biervorrat rund um die Uhr beim Kiosk an der Reichenbachbrücke auffüllen oder etwas zu essen kaufen. 


Die Lichter der Stadt von oben betrachten

Das Olympiastadion in einer Sommernacht, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Wenn der Himmel dunkel wird, erscheint das Lichtermeer der Großstadt. Zum Glück gibt es in München viele Aussichtspunkte, die einen romantischen Blick auf die leuchtende Metropole ermöglichen. Zwar haben der Turm des Neuen Rathauses, der Alte Peter oder auch der Olympiaturm nachts geschlossen. Doch die Aufstiege auf den Luitpoldhügel oder den Olympiaberg sind nicht allzu beschwerlich und lohnen die Anstrengung auf jeden Fall. Wer das Ganze lieber aus der Totalen betrachten will, fährt noch etwas weiter hinaus zum Fröttmaninger Berg. Hier geht es zwar etwas weiter hinauf, doch dafür wandert der Blick fast über das komplette Stadtgebiet...


Bilder: Untergehende Sonne in München

Sehenswürdigkeiten neu entdecken

Sommerabend unter der Bavaria, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Klar, die Frauenkirche, das Siegestor oder die Bavaria kennt man. Tagsüber. Aber Nachts, wenn die prachtvollen Bauwerke in künstliches Licht getaucht werden, entfalten sie noch einmal eine ganz andere Wirkung. So ist es etwa kein Wunder, dass sich die Münchner an Sommernächten gerne vor der Ruhmeshalle versammeln und zur malerisch erleuchteten Bavaria hinaufblicken, oder beim Spaziergang über Leopold- und Ludwigsstraße in Sichtweite des Siegestores verweilen. Und wer "Bella Italia" ganz nah sein möchte, besucht am besten den Odeonsplatz. Man setze sich auf die Stufen der Feldherrnhalle und sehe dem Treiben zu - schon ist das Piazza-Feeling da.


Im Stadionlicht spazieren

Allianz Arena rot beleuchtet, Foto: 381219166/Isaac Mok / Shutterstock.com

Ein riesiges Schlauchboot im Münchner Norden. Die Allianz Arena ist mit ihrer einzigartigen Form zu einem Wahrzeichen geworden und wirkt in der Nacht dank ihrer leuchtenden Außenhülle besonders imposant. In knalligem FC-Bayern-Rot oder bei Spielen des TSV 1860 München in Blau strahlt die Allianz Arena jede Nacht. Den tollsten Blick auf das Stadion bietet das untere Ende der Esplanade bei der U-Bahnstation. Wer nähere Aufnahmen schießen will, sollte die Autobahnbrücke über die A9 aufsuchen, die das Stadion zudem mit dem Naherholungsgebiet Fröttmaninger Berg verbindet.


Das sommerliche Lebensgefühl auf dem Königsplatz genießen

Königsplatz in der Nacht, Foto: muenchen.de/Michael Hofmann

Auf dem Königsplatz treffen modernes Lebensgefühl, Klassizismus und Antike aufeinander. Und vor allem nachts zieht er Hobbyfotografen besonders an. Propyläen, Glyptothek oder Staatliche Antikensammlung geben einfach zu schöne Fotomotive ab, wenn die Bauten bei Dunkelheit von den Scheinwerfern perfekt ins Szene gesetzt werden. Außerdem ist der Königsplatz bis in die Nacht hinein beleb. Auf den Grünflächen und den Stufen der Museen entspannen die Münchner, ratschen, lachen oder singen. Und in den Sommermonaten gibt es am Königsplatz Freilicht-Konzerte von Pop bis Klassik und Kino-Open-Airs.

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