Weihnachtsbräuche

Adventskranz

Adventskränze, Weihnachtsbäume und verkleidete Weihnachtsmänner gehören zur Vorweihnachtszeit einfach dazu: Aber woher kommen die Bräuche eigentlich?

Weihnachtsbaum

Geschnitzte Weihnachtsbäume aus Holz, Foto: Shutterstock

In Sachen Weihnachtsstimmung wohl unübertroffen: Zu Hause im Warmen vor dem beleuchteten Weihnachtsbaum zu sitzen. Wie er aussehen soll und wie man ihn am schönsten schmückt - da hat wohl jede Familie ihre eigene Meinung. Aus dem 16. Jahrhundert stammt die älteste schriftliche Erwähnung eines Weihnachtsbaums. Inzwischen ist der Weihnachtsbaum zum Symbol für das Fest zu Christi Geburt geworden - geschmückte Bäume haben jedoch in den Bräuchen ganz verschiedener Kulturen als Symbol für Lebenskraft ihren festen Platz.

Wo Ihr in München Weihnachtsbäume kaufen könnt, Pflegetipps und mehr

 

Nikolaus

Der Brauch geht auf den Heiligen Nikolaus, den Bischof von Myra im 4. Jahrhundert, zurück. An seinem Todestag, dem 6. Dezember, wird noch heute das Nikolausfest gefeiert. Er gilt als Wohltäter der Kinder. Darum beschenkt er seit dem 17. Jahrhundert Kinder mit Nüssen, Äpfeln oder Lebkuchen - wobei heutzutage natürlich auch modernere Süßigkeiten in den Stiefel kommen.

Krampuslauf

Mädchen streichel Krampus bei Krampuslauf

Er ist der düstere Geselle des Nikolaus und jagt den Leuten mit seinen rasselnden Ketten Angst und Schrecken ein. Am 17.12.2017 lassen haarige und schaurige Krampusse auch auf dem Christkindlmarkt am Marienplatz die 500 Jahre alte Tradition aufleben. Wer an diesem Tag Weihnachtsgeschenke kaufen geht, sollte also auf der Hut sein. Denn die eine oder andere schaurige Gestalt könnte ihm über den Weg laufen.

Infos und Impressionen zum Krampuslauf

Weihnachtskrippen

Krippe mit Maria, Joseph und dem Christkind, Foto: Shutterstock

Die kunstvoll inszenierten Figurenensembles sind so vielfältig wie das Leben selbst. Neben Jesus, Maria und Joseph gibt es so viel zu entdecken: Tiere, prachtvolle Landschaften, Städte in der Ferne. In der Krippensammlung im Bayerischen Nationalmuseum könnt Ihr volkstümliche Krippen aus Bayern, Tirol und Italien bewundern. Beim Kripperlmarkt in der Neuhauserstraße gibt's alles für die eigene Krippe zu Hause: Von prächtigen Schnitzereien bis zu preisgünstigen Plastikfiguren.

Hier findet Ihr die ganze Vielfalt der Krippen in München

 

Adventskranz

Am Adventskranz brennen Lichter, Foto: Shutterstock

An jedem Adventssonntag wird eine Kerze auf einem Kranz aus Tannenzweigen angezündet - der Grund für seine Erfindung dürfte jedem einleuchten, der selber Kinder hat. Den ersten Adventskranz bastelte nämlich bereits 1860 der Theologe Johann Hoinrich Wichern. Er hatte einige Kinder bei sich aufgenommen, die ihn zur Adventszeit ständig fragten, wann endlich Heiligabend sei. In der ersten Variante brannten sogar 24 Kerzen auf dem Kranz: Für jeden Tag im Dezember bis Weihnachten eine. Aber die jetzige Form ist doch ein bisschen praktischer - und auch schon ziemlich alt. 1925 hing der erste Kranz mit 4 Kerzen in einer Kirche.

Adventskalender

Adventskalender aus Tannenbaum und Säckchen

Bilder, Schokolade oder kleine Geschenke: Ab dem 1. Dezember bis Weihnachten darf jeden Tag ein Türchen oder Säckchen geöffnet werden. Die Tradition geht bis ins 19. Jahrhundert zurück - allerdings musste man damals keine Überfütterung durch Schokolade befürchten. Man hängte Tag für Tag ein Bild an die Wand, malte Kreidestriche auf Holz oder legte Strohhalme in die Krippe - bis es schließlich 24 waren.

Barbarazweig

Kirschblütenzweig unter blauem Himmel, Foto: Shutterstock

Am Barbaratag, dem 4. Dezember, ist es Brauch, Kirschzweige ins Wasser zu stellen: Bis Heiligabend sollen die Zweige blühen. Außerdem verströmen die Blüten einen herrlichen Duft. Der Brauch geht auf die Heilige Barbara zurück, die als Märtyrerin im 3. Jahrhundert starb. Nach einer Zeit der Gefangenschaft wurde sie der Legende nach von ihrem Vater enthauptet, weil sie sich weigerte, ihren christlichen Glauben abzulegen. Ein verdorrter Obstbaumzweig hatte in ihrer Zelle zu blühen begonnen und ihr während der Gefangenschaft Trost gespendet.

 

Mistelzweig

Frischer Mistelzweig für die Weihnachtszeit, Foto: Shutterstock

Diese weihnachtliche Traditon des Mistelzweig kam aus den USA zu uns: Ihr zufolge dürfen zwei Menschen, die unter einem Mistelzweig stehen, einander küssen. Mistelzweige werden daher zur Weihnachtszeit an Decken und Türrahmen in Wohnungen oder auch Büros aufgehängt. Aber Vorsicht: Man darf einander küssen, muss aber nicht - lieber also vorher sicher gehen, ob der andere die Situation ähnlich interpretiert. Auch in den nordischen Ländern werden Misteln gebraucht: Sie gelten bei der Wintersonnenwende als Glücksbringer.

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