An 10 Münchner Orten die Welt entdecken

Wintersonne an der Glyptothek am Königsplatz, Foto: muenchen.de/Mark Read
Am Königsplatz hat die griechische Antike ihre Spuren hinterlassen - und bei schönem Wetter geht es hier durchaus mediterran zu...

In München ist die weite Welt ganz nah! Und man muss dafür nicht einmal eine Fremdsprache sprechen. Vom Franzosenviertel bis zum Englischen Garten, vom japanischen Teehaus bis zum Ägyptischen Museum - wir stellen 10 Orte mit internationalem Flair vor...

Griechenland: Antike am Königsplatz

Königsplatz zur blauen Stunde, Foto: mylivi / Fotolia.com

Stichwort "Isar-Athen": Ludwig I. hat am Königsplatz das antike Griechenland wieder auferstehen lassen. Die Propyläen mit ihren dicken Säulen und Ecktürmen erinnern sofort an die Athener Akropolis. Wenig überraschend ist das Denkmal auch dem griechischen Freiheitskampf der 1830er Jahre gewidmet. Zu viel Architektur? Kein Problem: Griechische Restaurants gibt es in München natürlich auch zur Genüge...

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England: "Little Britain" im Englischen Garten

Monopteros im Englischen Garten nach der Sanierung, Foto: muenchen.de/Dan Vauelle
Gelebte Vielfalt: Der Monopteros ist ein griechischer Rundtempel im Englischen Garten mitten in München...

Nein, der Englische Garten hat nicht direkt etwas mit England zu tun. Zwar bezieht sich sein Name nur auf den naturgetreuen englischen Stil, aber ein gewisses britisches Flair spürt man im Park trotzdem. Wer bekommt beim Spazieren nicht auch Lust, lauthals seine Gedanken kundzutun wie in der "Speaker's Corner" im Hyde Park? Erinnern die Ruderboote auf dem Kleinhesseloher See nicht an Englands große Vergangenheit als Seefahrernation? Außerdem gibt es im Park auch ein Teehaus. Wenn auch ein japanisches...

Infos, Bilder und Videos zum Englischen Garten

Frankreich: "Oh là là" in Haidhausen

Der Weißenburger Platz im Franzosenviertel in Haidhausen.

Kenner wissen, dass das Franzosenviertel in Haidhausen nicht nur wegen der französischen Straßennamen so genannt wird. Auch die tollen Gründerzeitfassaden zwischen Weißenburger Platz, Bordeauxplatz und Lothringer Straße und die entspannte Lebensart der Haidhauser lassen einen sofort an Paris denken. Und da Frankreich ja auch für kulinarischen Hochgenuss steht, bietet das Franzosenviertel natürlich eine Vielzahl wunderbarer Restaurants und Cafés für jeden Geschmack. Oh là là!

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Italien: Wo München "la dolce vita" lebt

St. Anna Platz, Foto: Katy Spichal
Der St.-Anna-Platz im Lehel versprüht italienisches Flair

Klar, es gibt das Italienerwochenende auf dem Oktoberfest, es gibt unzählige Pizzerien, Trattorien und Ristorantes, und auch die Anzahl an italienischen Feinkostläden in München ist beachtlich. Dass sich der Mythos von der "nördlichsten Stadt" Italiens aber so hartnäckig hält, hängt auch mit dem Lebensgefühl zusammen. In der Abendsonne über den St.-Anna-Platz laufen oder auf den Stufen vor der Schwabinger Kirche St. Ursula sitzen, am Gärtnerplatz ein Gläschen Wein trinken, entspannen im Englischen Garten: Das ist ziemlich "dolce vita" und trotzdem typisch Münchnerisch.

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Japan: Das Teehaus im Englischen Garten

Das japanische Teehaus im Englischen Garten, Foto: Lukas Fleischmann

Hier ist Fernost ganz nah: Im japanischen Teehaus kann man regelmäßig eine original japanische Teezeremonie miterleben. Zudem gibt es auf dem Gelände am südlichen Ende des Englischen Gartens einmal im Jahr das Japanfest. Mit seiner Holzverkleidung und dem umgebenden Wassergraben ist das Teehaus auch von Außen ein echter Hingucker. Es besteht seit 1972 und ist ein Geschenk der Partnerstadt Sapporo, das sich in jenem Jahr ebenfalls über Olympische Spiele freuen durfte...

Die genaue Lage des japanischen Teehauses

Ägypten: 5000 Jahre Kulturgeschichte entdecken

Um Einblicke in eine Kultur zu erhalten, die weitaus älter als die Unsrige ist, muss man nicht nach Kairo fahren. Das Staatliche Museum Ägyptischer Kunst, mitten im Kunstareal gelegen, zeigt mit beeindruckenden Exponaten auf 1.800 Quadratmetern die Vielfalt aus 5000 Jahren ägyptischer Hochkultur. Wer sich für Sarkophage und Pharaonen interessiert, ist hier goldrichtig. Übrigens ist auch die Architektur des Museums beeindruckend: Es liegt komplett unter der Erde - was ja auch gut zu ägyptischen Grabkammern passt...

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USA und Kanada: Kultur im Amerikahaus

Das Amerika Haus am Karolinenplatz, Foto: Katy Spichal

Amerika ist so weit weg? Von wegen! Amerika liegt direkt am Karolinenplatz. Zwar wird das Amerikahaus derzeit saniert, dennoch werden weiterhin Veranstaltungen mit einem Bezug zu den USA und Kanada angeboten - nur wenige Meter entfernt in der Barer Straße 19a. Neben Theateraufführungen und Lesungen in englischer Sprache ist das 1948 eröffnete Haus auch für seine umfangreiche Bibliothek bekannt. Wer mit Amerika mehr verbindet als nur Burger und Basketball, für den ist das Haus am Karolinenplatz die richtige Anlaufstelle.

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Holland: Das Brunnenmädchen in Schwabing

Holländerin-Brunnen in der Hollandstraße, Foto: muenchen.de/Mark Read

Schon gewusst? Holland liegt direkt am Englischen Garten. Zumindest das im Volksmund "holländisches Viertel" genannte Quartier in Schwabing östlich der Ungererstraße. Das lauschige Wohnviertel rund um Holland-, Luxemburger, Brabanter und Brüsseler Straße kann neben seiner tollen Lage auch mit einem besonderen Brunnen aufwarten. Auf einer Grünfläche an der Hollandstraße steht die 1955 von Erich Hoffmann entworfene Anlage - sie stellt ein junges holländisches Mädchen dar, das Wasser aus einem landestypischen "Klompen"-Schuh fließen lässt. Den zweiten Schuh trägt sie übrigens am Fuß.

Nepal und Thailand: Kunstwerke im Westpark

Dass der weitläufige Westpark so beliebt ist, liegt auch an seinen Kunstschätzen: Die thailändische Sala mit der Buddha-Figur und die nepalesische Pagode zum Beispiel atmen eine tolle fernöstliche Aura. Außerdem finden zwischen den beiden Bauwerken jedes Jahr exotische Feierlichkeiten wie das Vesakh-Fest statt. Wem das aber nun zu spirituell ist, der kann sich im Westpark auch einfach typisch münchnerisch entspannen - was ja auch schön ist...

Was der Westpark außerdem noch bietet

Spanien: Kulturgenuss in der Residenz

Bibliothek des Spanischen Kulturinstituts, Foto: Instituto Cervantes München

Die Münchner Residenz würde man wohl nicht automatisch mit Spanien in Verbindung bringen. Und doch hat das Instituto Cervantes seit 1994 seinen Sitz im früheren Schloss der bayerischen Könige. Von hier aus vermittelt das Institut die Begeisterung für die spanische Sprache, aber auch die Kultur des spanischsprachigen Raums. Natürlich gibt es auch eine umfangreiche Bibliothek. 2016 war für das Instituto Cervantes übrigens ein besonderes Jahr: Man feierte nämlich den 400. Todestag des spanischen Nationaldichters Miguel de Cervantes, nach dem weltweit zahlreiche Kulturhäuser benannt sind.

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