Die Klinikclowns e.V.

Stadtverwaltung betreut über 180 Stiftungen unterschiedlichster Ausrichtung

Über Generationen hinweg Gutes schaffen


Fürsorge und verantwortungsbewusstes, nachhaltiges Denken und Handeln: Auf diesen Prinzipien basiert die vor mehr als 800 Jahren gegründete „Heiliggeistspital-Stiftung“ zur Hilfe für arme, schwache und alte Menschen. Sie ist die älteste von der Stadt verwaltete Münchner Stiftung. Insgesamt betreut die Stiftungsverwaltung des Sozialreferats derzeit 163 Stiftungen mit sozialer Ausrichtung. Hinzu kommen über 20 weitere Stiftungen – etwa im Kultur-, Gesundheits-oder Bildungsbereich – die von anderen Referaten betreut werden.
Wie vielfältig die Möglichkeiten zur Benennung eines Stiftungszweckes sind, zeigen allein die Beispiele dreier
Stiftungen, die erst im vergangenen Jahrgegründet wurden. So kümmert sich beispielsweise die Stiftung „Bildung für Kinder in München“ um die Förderung bedürftiger Kinder bei der schulischen und beruflichen Ausbildung. Durch die Stiftung „Münchner Bürgerpreis gegen Vergessen – für Demokratie“ soll die Erinnerung an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, das NS-Regime, wach gehalten und zugleich zur Stärkung der Demokratie ermutigt werden. Und die „Münchner Regenbogen-Stiftung“ will durch Projekte in den Bereichen Gesundheit, Sport, Soziales, Jugend- und Altenhilfe, Kunst, Kultur, Bildung, Erziehung sowie durch Einzelfallbeihilfen die Gleichstellung von Lesben, Schwulen und Transgendern fördern.
Was die Stiftungen im sozialen Bereich angeht, so verfügen allein diese über ein Vermögen von über 410 Millionen Euro. Sieben stiftungseigene Altenheime sowie drei Kinder- und Jugendheime runden das breite Spektrum der sozialen Stiftungen ab. Mit den Erträgen, die das gewinnbringend angelegte Stiftungsvermögen abwirft, werden jährlich zahlreiche Projekte in ihrer sozialen Arbeit sowie über 11.000 Münchner Haushalte in besonderen Notlagen unterstützt. Von den Spenden profitieren unter anderem Kinder, Waisen, Senioren, Kranke, Menschen mit Behinderungen, Obdachlose und Alleinerziehende. Die Gelder greifen dort, wo keine gesetzlichen Ansprüche bestehen bzw. die gesetzlichen Leistungen das Notwendige für die Bürgerinnen und Bürger einfach nicht mehr abdecken – zum Beispiel, wenn es um die Finanzierung einer Waschmaschine, einer Klassenfahrt oder teurer Medikamente geht.
Aktuell steht bei der Stiftungsverwaltung unter anderem die Vorbereitung der Auszahlungen von Weihnachtsbeihilfen auf dem Programm. Über 3.400 bedürftige und zum Teil auch kranke Seniorinnen und Senioren bekommen in diesem Jahr Weihnachtsbeihilfen sowie zusätzliche Spenden für Medikamente und Stärkungsmittel. Insgesamt werden dafür Stiftungsmittel von gut einer Million Euro zur Verfügung gestellt.

 

Buhl-Strohmaier-Stiftung begeht in diesem Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum

Hilfen für spastisch gelähmte Kinder
 

Ihr 25-jähriges Jubiläum begeht in diesem Jahr die Buhl-Strohmaier-Stiftung. Sie ist eine von 163 Stiftungen mit sozialer Ausrichtung, die von der Münchner Stiftungsverwaltung betreut wird. Stiftungsgründerin ist die 1985 verstorbene Anna Strohmaier.
Nachdem Anna Strohmaier 1974 durch einen Lawinenunfall in Tirol ihre Tochter (verheiratete Buhl), den Schwiegersohn und ihre beiden Enkeltöchter verloren hatte, fasste sie den Entschluss, ihr gesamtes Vermögen blinden und spastisch gelähmten Kindern zukommen zu lassen. Nach ihrem Tod hinterließ sie Immobilien und Kapitalvermögen im Wert von insgesamt zwölf Millionen Mark. Inzwischen ist das Anlagevermögen der Stiftung, inklusive Gebäude und Grundstücke, auf über elf Millionen Euro angewachsen.
Die Stiftung gewährt finanzielle Beihilfen an blinde und spastisch gelähmte Kinder für Heilmaßnahmen, Kuraufenthalte und für Hilfsmittel wie Gehhilfen, Rollstühle oder Lesegeräte. Daneben vergibt die Stiftung Zuschüsse an gemeinnützige Träger und Einrichtungen in München, die blinde und spastisch gelähmte Kinder betreuen. So konnte sich vor wenigen Monaten unter anderem das Blindeninstitut München über einen Zuschuss für einen neuen Kleinbus freuen. Damit werden Ausflugsfahrten für Kinder mit Mehrfachbehinderungen  unternommen. Und für einen blinden Jungen im Rollstuhl konnte in diesem Jahr dank der finanziellen Unterstützung aus der Buhl-Strohmaier-Stiftung eine Rollstuhlrampe für den Hauseingang seiner Familie angeschafft werden.