Alt werden in München - ja gerne

Zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“

„In München alt werden – ja gerne“ lautet das Motto der Kampagne, die die Landeshauptstadt jetzt im Rahmen des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“ gestartet hat. Schirmherrin der Aktion ist Bürgermeisterin Christine Strobl.
Mit einer Fülle von Veranstaltungen zu ganz unterschiedlichen Schwerpunkten will die Stadt auf das Thema "Alter“ mit all seinen Facetten aufmerksam machen. Die thematische Bandbreite reicht von „Beschäftigung und Arbeitsbedingungen für ältere Menschen“ über „Senioren und ehrenamtliches Engagement“ bis hin zu „Chancen im Alter und die positiven Seiten des Älterwerdens“. Die Veranstaltungen finden von Januar bis Dezember an zahlreichen Orten im gesamten Stadtgebiet statt.
Derzeit leben in München rund 247.000 Bürgerinnen und Bürger, die 65 Jahre und älter sind. Das sind knapp 18 Prozent aller Einwohnerinnen und Einwohner. Experten gehen davon aus, dass in der Isar-Metropole im Jahr  2030 bereits 90.000 Menschen leben werden, die über 80 Jahre alt sind. Dabei setzt der Alterungsprozess immer später ein und immer mehr Menschen sind länger körperlich und geistig fit.
Um der demografischen Entwicklung und den sich wandelnden Bedürfnissen von Seniorinnen und Senioren in der Stadtgesellschaft gerecht zu werden, nehmen seniorenpolitische Konzepte einen immer wichtigeren Stellenwert ein. Dementsprechend hält die Stadt ganz unterschiedliche Angebote im Seniorenbereich und in der Altenhilfe vor. Ziele sind dabei unter anderem, ein aktives Altern bei guter Gesundheit und in Würde zu unterstützen und die Lebensbedingungen von älteren Menschen sowie das Zusammenleben der Generationen nachhaltig zu verbessern.
Einen ersten Eindruck davon, welche Angebote es in der Seniorenarbeit sowie in den Bereichen Gesundheit, Wohnen, Ehrenamt, Kultur, Sport und Bewegung, Beruf, Pflege und Migration für ältere Menschen gibt, vermittelt das Veranstaltungsprogramm im Rahmen der Kampagne „In München alt werden – ja gerne“. Am Programm beteiligt sind unter anderem die Münchner Volkshochschule, zahlreiche Vereine und  Wohlfahrtsverbände, Alten- und Service-Zentren sowie Mehrgenerationenhäuser.
Die Veranstaltungspalette reicht von Vorträgen, Fortbildungen und Workshops bis hin zum Kabarett. Einige der Angebote sind gebühren- oder anmeldepflichtig, für einen Großteil der Veranstaltungen ist der Eintritt frei.
Detaillierte Informationen enthält das Programmheft „In München alt werden – ja gerne“ mit allen für das erste Halbjahr von Januar bis Juni verzeichneten Veranstaltungen. Es liegt unter anderem in der Stadt-Information im Rathaus sowie in den Alten- und Service-Zentren und in den Sozialbürgerhäusern aus. Als Download gibt es das Veranstaltungsprogramm außerdem unter muenchen.de/alter2012.

 
Foto: Münchenstift

Auch im Alter zu Hause gut versorgt sein

Von Beratungs- und Hilfsangeboten bis zu passenden Wohnmodellen für Senioren

Auch im Alter noch selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen können – das ist der Wunsch vieler Münchnerinnen und Münchner. Senioren, die möglichst lange zu Hause leben möchten, obwohl Treppen steigen, Einkäufe und Erledigungen immer beschwerlicher werden, können sich unter anderem in einem der 32 Alten- und Service-Zentren (ASZ) in ihrer Nähe beraten lassen. Getreu dem Motto „Ihre Wegbegleiter im Alter“ verstehen sich die von der Stadt finanzierten Einrichtungen als Ansprechpartner für ältere Menschen. So erfährt man bei der Fachberatung der ASZ beispielsweise, welche Dienste der häuslichen Versorgung es gibt. Außerdem vermitteln die pädagogischen Fachkräfte der ASZ ehrenamtliche Helfer und unterstützen Ratsuchende bei Behördenangelegenheiten. Daneben bieten die ASZ selbst Versorgungsleistungen an und fungieren darüber hinaus mit ihren zahlreichen Veranstaltungen und Kursangeboten als Begegnungsstätten
(www.muenchen.de/asz).
Mit innovativen Wohnformen begegnen die städtischen Wohnungsbaugesellschaften den sich ändernden  Bedürfnissen von Senioren. Im Rahmen ihres Konzepts „WGplus – Wohnen in Gemeinschaft plus Service“ hat die GWG München für ihren gesamten Mietwohnungsbestand Kooperationsverträge mit sozialen Trägern abgeschlossen. Dadurch können Mieter jederzeit gegen ein angemessenes Entgelt Dienstleistungen – von hauswirtschaftlichen Hilfen bis zu Pflegeleistungen – abrufen (www.gwgmuenchen. de).
In fünf Stadtteilen hat die GEWOFAG mit „Wohnen im Viertel“ ein ähnliches Projekt ins Leben gerufen. Weil Fachkräfte eines ambulanten Dienstes vor Ort alle notwendigen Hilfeleistungen bereitstellen, ermöglicht es hilfebedürftigen Menschen ein selbstbestimmtes Wohnen und bietet allen Bewohnern im Viertel rund um die Uhr Versorgungssicherheit im Notfall (gewofag.de). Und auch die städtische Tochter MÜNCHENSTIFT bietet mit ihren zwölf Häusern für Senioren eine breite Angebotspalette – vom seniorengerechten Appartement mit Notrufbereitschaft über „Wohnen mit Service“ mit buchbaren Wahlleistungen wie Mahlzeiten oder Wäsche-Service bis hin zur umfassenden Betreuung für Pflegebedürftige.