Ausstellung in der Rathausgalerie

Innovative Konzepte zur Schaffung von Wohnraum in der Ausstellung "München: einfach wohnen?" in der Rathausgalerie

Die Versorgung mit bezahlbarem Wohnraum gehört zu den zentralen Herausforderungen der Stadtpolitik. Keine Stadt tut so viel wie München, um preiswerten Wohnraum zu schaffen, städtischen Wohnungsbestand auszuweiten und vor allem den Neubau anzukurbeln. Seit 1989 das wohnungspolitische Handlungsprogramm „Wohnen in München“ erstmalig aufgelegt wurde, wurden insgesamt 115.000 neue Wohnungen gebaut. Noch im Januar wird der Stadtrat sich mit der Fortschreibung des Programms für die nächsten fünf Jahre befassen.
In einer Ausstellung in der Rathausgalerie mit dem Titel „München: einfach wohnen? Wohnraum schaffen - Spielräume nutzen“ stellt das städtische Referat für Stadtplanung und Bauordnung nun aktuelle Konzepte vor und zeigt beispielhafte Projekte der Stadt selbst, aber auch von kommunalen und privaten Wohnungsunternehmen, von Bauherrengemeinschaften und Genossenschaften.
Zu den großen Neubauprojekten, die die Ausstellung vorstellt, zählt etwa das Konzept für den neuen Stadtteil Freiham Nord. In den kommenden 30 Jahren sollen dort Wohnungen für rund 20.000 Menschen sowie  Grünflächen und Infrastruktureinrichtungen für das neue Viertel entstehen. In einem ersten Abschnitt werden voraussichtlich ab 2014 3.000 Wohnungen gebaut. Als Beispiel für Nachhaltigkeit im Städtebau präsentiert die Ausstellung die Pläne für das neue Wohngebiet an der Hochäkkerstraße. Die 1.000 Wohnungen, die dort entstehen, sollen die Sonnenenergie optimal nutzen. Auch Beispiele für barrierefreies und familienfreundliches Wohnen an der Nordhaide, für gemeinschaftliches Bauen am Ackermannbogen oder für den innovativen Wohnungsbau städtischer Gesellschaften werden gezeigt.
Zu sehen ist die Ausstellung „München: einfach wohnen?“ bis 1. März täglich von 11 bis 19 Uhr in der Rathausgalerie, Marienplatz 8. Der Eintritt ist frei. Nähere Informationen gibt es unter der Adresse www.zukunft-findet-stadt.de.

 
Haidhausen, Foto: Edward Beierle

Was die Stadt zur Rettung ihrer Originalität tut

Eine neue Broschüre stellt Bauten und Orte mit besonderem Charakter vor

 München entwickelt sich, wie alle Städte, beständig weiter. Der wirtschaftliche Erfolg verleiht dieser Entwicklung in München eine besondere Dynamik, insbesondere im Wohnungsbau. Gerade im vergangenen Jahr hatten aber viele den Eindruck, dass dies immer öfter auch schmerzhafte Opfer fordert, vor allem den Verlust mancher Idyllen und liebenswerter Unaufgeräumtheit. Oberbürgermeister Christian Ude: „Diese Sorge ist nur allzu berechtigt, aber der Vorwurf, die Stadt tue nicht genug, um ihr besonderes Flair zu erhalten, richtet sich an die falsche Adresse.“ Die Stadt habe gar keine Handhabe, private Grundstückseigentümer daran zu hindern, vorhandenes Baurecht auszuschöpfen. Und aufkaufen kann sie die betroffenen Quartiere angesichts der bereits explodierten Immobilienpreise auch nicht. „Wo die Stadt aber die rechtliche und finanzielle Möglichkeit hat, Orte und Bauwerke zu schützen, die der Stadt ihren unvergleichlichen Charakter und Charme verleihen, da tut sie dies auch“, betont Ude.
Wie viele städtebauliche Situationen, bedeutsame Bauwerke und liebenswerte Idyllen bereits von der Stadt gerettet wurden, zeigt anhand ausgewählter Beispiele eine neue Broschüre mit dem Titel „Münchner Originale. Bauten und Orte“. Das beginnt beim Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem sich München gegen den damaligen Zeitgeist für die weitgehende Wiederherstellung des historischen Stadtbildes entschieden hatte. Es setzt sich fort im Denkmalschutz, der in München seit Jahrzehnten groß geschrieben wird, und in der Sanierung ganzer Stadtteile wie Haidhausen und dem Westend. Dabei stand nicht nur der Erhalt der historischen Strukturen im Mittelpunkt, es wurde auch die Lebensqualität erhöht.
Die Broschüre „Münchner Originale“ veranschaulicht dies anhand zahlreicher Beispiele. Sie stellt öffentliche Plätze vor, die Raum bieten für Aufenthalt und Begegnung, Erholung und Bewegung. Große und kleine  Kultureinrichtungen, die für ein lebendiges kulturelles Leben in der Stadt und ihren einzelnen Vierteln sorgen. Historische Schulgebäude, in denen Kinder heute in einem zeitgemäßen Umfeld lernen können. In all diesen Bereichen schützt und erhält die Stadt ihre Originale.
Erhältlich ist die kostenlose Broschüre im Rahmen der Ausstellung „München: einfach wohnen?“ in der  Rathausgalerie  sowie in der Stadt-Information im Rathaus oder unter www.muenchen.de/originale.