Hier schreibt der OB
12.03.2012
München ist und bleibt der Wirtschaftsstandort Nummer eins in Deutschland. Das bestätigen nicht nur regelmäßig Städterankings verschiedener Institute. Auch die jüngsten Fakten und Zahlen, die Wirtschaftsreferent Dieter Reiter kürzlich in der Broschüre „München. Der Wirtschaftsstandort“ veröffentlicht hat, belegen die Spitzenposition der Stadt.
Die Münchner können sich demnach über die höchste Kaufkraft und die niedrigste Arbeitslosenquote unter allen deutschen Großstadt-Bewohnern freuen. Während ein Berliner im Schnitt knapp 18.000 Euro im Jahr ausgeben kann, stehen einem Münchner im Schnitt mehr als 26.000 Euro zur Verfügung. Die Arbeitslosenquote ist in Berlin mit 13,2 Prozent mehr als drei Mal so hoch wie in München, wo sie bei 4,2 Prozent liegt. Deutschlandweit liegt die Quote bei 7,1 Prozent.
München hat dabei vom Aufschwung des Jahres 2011 profitiert: Die Kaufkraft ist angestiegen, die Arbeitslosigkeit weiter zurückgegangen. Das kommt nicht nur den Münchnern selbst zugute, sondern ganz Bayern. Denn die Bewohner der Landeshauptstadt stellen zwar nur knapp elf Prozent der bayerischen Bevölkerung des Landes, aber sie steuern fast 17 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei.
Die guten Wirtschaftsdaten hat die Stadt in den vergangenen Jahren für einen konsequenten Schuldenabbau genutzt. Ihren Schuldenstand hat sie von 3,4 Milliarden Euro im Jahr 2005 auf knapp 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2011 reduziert – das ist eine glatte Halbierung der Schuldenlast innerhalb von sechs Jahren. Allein im vergangenen Jahr zahlte München 550 Millionen Euro an Schulden zurück.
Auch im laufenden Jahr will die Stadt ohne neue Schulden auskommen - trotz geplanter Investitionen in Höhe von 588 Millionen Euro. Investitionsschwerpunkte sind dabei der Ausbau von Schulen und Kindertagesstätten sowie der Wohnungsbau. Denn auf diesen Gebieten bringt der wirtschaftliche Erfolg Münchens auch die größten Herausforderungen mit sich.
So treibt die starke Nachfrage nach Wohnraum Mieten und Immobilienpreise in die Höhe. Die Stadt steuert hier mit dem größten kommunalen Wohnungsbauprogramm Deutschlands entgegen.
Massiv investiert wird auch in den Ausbau der Kinderbetreuung. Denn München wächst nicht nur aufgrund des Zuzugs, sondern auch, weil die Geburtenzahlen seit Jahren stetig steigen. Damit nimmt auch der Bedarf an Betreuungsplätzen für die Kleinen zu. München steckt deshalb allein in diesem Jahr rund 99 Millionen Euro in den Bau neuer Krippen, Kindergärten, Horte und Tagesheime.
Große Wirtschaftskraft, gute Infrastruktur und hohe Lebensqualität tragen nicht nur ganz wesentlich zur Attraktivität unserer Stadt bei, sondern reihen München auch in die Top Ten der europäischen Städte mit den besten Zukunftsaussichten ein, wie jüngst erst die Studie „European Cities and Regions of the Future“ des Financial Times Tochtermagazins fDi wieder belegte.
Die Broschüre „München. Der Wirtschaftsstandort. Fakten und Zahlen 2012“ steht unter www.muenchen.de/raw zum Download bereit.