Pressemitteilung vom 26.10.2011
(26.10.2011) Die Vollversammlung des Stadtrats hat jetzt ein Maßnahmenpaket zur Optimierung des Zentralen Telefonservice (ZTS) der Stadt beschlossen, mit dem gleichzeitig die Voraussetzungen zur Einführung der Einheitlichen Behördenrufnummer 115 in München zur Jahresmitte 2012 geschaffen werden. Eine Bürgerbefragung des Direktoriums vom Herbst 2010 hatte ergeben, dass die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger mit der telefonischen Erreichbarkeit der Dienststellen der Stadtverwaltung durch die Umsetzung von Sofortmaßnahmen und die Einführung eines neuen Schulungskonzeptes deutlich gesteigert werden konnte: Waren die Befragten 2007 noch zu zwei Dritteln unzufrieden mit der telefonischen Erreichbarkeit, so äußerten sich nun rund zwei Drittel zufrieden. Jetzt werden weitere Verbesserungen umgesetzt, um die Zufriedenheitsquote weiter zu steigern und dauerhaft auf einem hohen Niveau zu halten.
Die Stadt investiert in die Optimierung des ZTS rund 250.000 Euro. Hinzu kommen zunächst zusätzliche Personalkosten in Höhe von jährlich 240.800 Euro, die voraussichtlich aber mittelfristig wieder eingespart werden können, weil infolge der Optimierung des ZTS und der Einführung der Servicenummer 115 weniger Anrufe bei den dezentralen Servicetelefonen der Referate eingehen werden. Durch die im Jahr 2009 bereits unabhängig von der Einführung der Servicenummer 115 in die Wege geleitete Optimierung des ZTS werden gleichzeitig die Voraussetzungen für die Aufschaltung auf die bundesweite Behördenrufnummer geschaffen, die im Juli 2012 erfolgen soll. Damit greift die Stadt eine Initiative der Bundesregierung auf, die die Servicenummer 115 bis zum Jahr 2013 bundesweit einführen möchte und bietet dadurch ihren Bürgerinnen und Bürgern einen zusätzlichen zukunftsorientierten Service an.
Ob Termine beim Standesamt, Fragen zu Formularen, zu Gebühren oder zum Rentenbescheid – unter der Rufnummer 115 wird Auskunft erteilt, unabhängig davon, welche der drei Verwaltungsebenen – Bund, Länder oder Kommunen – betroffen ist. Dezentrale Serviceeinheiten von Kommunen, Ländern und Bund werden über ein Wissensmanagement-System intelligent vernetzt, so dass Informationen schnell und kompetent abrufbar sind. Die 115 hilft damit, die Bürgernähe der Verwaltung zu verbessern. Die Infrastruktur der bundesweiten Vernetzung im 115-Verbund wird gemeinsam von Bund und Ländern finanziert. Nach der Aufschaltung in München werden über die Anwahl der 115 die Bürgerinnen und Bürger im Einzugsbereich der Ortsnetzkennzahl 089 direkt mit dem Kommunalen Callcenter der Landeshauptstadt München verbunden. Da der Vorwahlbereich 089 über das Stadtgebiet hinausgeht, hat die Stadt München kürzlich bei einer Veranstaltung im Rathaus die Landratsämter sowie die betroffenen Städte und Gemeinden der umliegenden acht Landkreise München, Bad Tölz - Wolfratshausen, Dachau, Ebersberg, Erding, Freising, Fürstenfeldbruck