Pressemitteilung vom 15.12.2011

Das KVR untersagt aus Sicherheitsgründen eine für kommenden Samstag geplante Facebook-Aktion. Unter dem Motto „Stehen – Damit es weitergeht“ wird für den 17. Dezember, 18 Uhr, über Facebook zu einem so genannten Flashmob auf dem Marienplatz aufgerufen.

Derzeit haben sich knapp 900 Personen angemeldet. Ziel der Aktion ist es, für rund fünf Minuten die Fußgängerzone in der gesamten Breite zu blockieren. Der Aufruf richtet sich „gegen das was kaputt macht, was auch immer es ist!“

Aus Sicht der Münchner Sicherheitsbehörden führt eine derartige Blockade nicht nur zu einem absoluten „Stillstand“ in der Fußgängerzone, sondern stellt eine Gefahr für alle unbeteiligten Besucher rund um den Marienplatz dar.

Besonders problematisch ist, dass die Aktion mitten in der Weihnachtszeit auf dem größten Christkindlmarkt Münchens stattfinden soll. Gerade am letzten Adventssamstag kommen überdurchschnittlich viele Besucher in die Innenstadt, um letzte Weihnachtsgeschenke zu kaufen oder einen Glühwein zu trinken. Bereits jetzt ist der Platz mit der Vielzahl
an Weihnachtsbuden äußerst beengt. Kurzum: die Fußgängerzone ist voll. Eine weitere Verdichtung würde die Situation in nicht mehr hinnehmbarer  Weise verschärfen: Die Sicherheitsbehörden gehen davon aus, dass durch diese Aktion panikartige Reaktionen nicht auszuschließen sind, sobald es kein „Vor und Zurück“ mehr gibt. Rückstauungen an den Rolltreppen zur S- und U-Bahn stellen ein zusätzliches Unfallrisiko dar.

Aufgrund dieser Vielzahl an Risikofaktoren werden die facebook-Veranstaltung mit einer Allgemeinverfügung untersagt und Verstöße hiergegen mit Bußgeld bis zu 1.000 Euro geahndet. Das Verbot bezieht sich auch auf vergleichbare Ersatzaktionen mit derselben Zielrichtung und gilt bis zum Ende des Christkindlmarktes am 24. Dezember in der Zeit von täglich 10 bis 21 Uhr.

Das KVR appelliert an alle potentiellen Teilnehmer, sich an dieses Verbot zu halten. „Bei Facebook-Aktionen, die andere Menschen und Sachwerte gefährden, hört der Spaß auf!“, so KVR-Chef Dr. Wilfried Blume-Beyerle.