Referat für Bildung und Sport in eigener Sache, Pressemitteilung vom 19.04.2012
(19.4.2012) Wie gestern in den Medien berichtet, hat CSU-Generalsekretär
Alexander Dobrindt behauptet, die Landeshauptstadt München sei das
Schlusslicht beim Ausbau der Krippenversorgung und trage „die rote Laterne“,
während es sonst überall im Freistaat Bayern rasch vorangehe. Diese
Behauptung steht in krassem Gegensatz zur Realität, es sei „durch nichts
zu erklären und zu rechtfertigen, dass diese wahrheitswidrige Behauptung
immer wieder verbreitet wird“, so Stadtschulrat Rainer Schweppe. Richtig
ist vielmehr:
1. In der Amtszeit von Oberbürgermeister Christian Ude ist die Zahl der
Münchner Krippenplätze von 1.717 um 9.888 auf 11.605 gestiegen. Das
entspricht einem Zuwachs von 576 Prozent. In München gab es seit
dem Beginn der Schaffung von Kinderkrippenplätzen nur eine Amtsperiode
mit gravierenden Versäumnissen: In der Zeit von 1978 bis 1984 mit
einer absoluten CSU-Mehrheit im Münchner Stadtrat ist kein einziger
Krippenplatz entstanden.
2. Nach der jüngsten Statistik der Statistischen Ämter des Bundes und
der Länder, erschienen im Dezember 2011, liegt der Versorgungsgrad
für unter Dreijährige in München mit 27 Prozent weit über dem bayerischen
Landesdurchschnitt mit 20,6 Prozent. Die CSU-regierten Städte
Ingolstadt und Augsburg rangieren mit 18,2 Prozent beziehungsweise
17,6 Prozent noch unter diesem Durchschnitt. Im bundesdeutschen
Großstadtvergleich ist München nach Berlin (mit der Sondersituation im
Ostteil der Stadt) und Hamburg auf dem 3. Platz.
3. Im Herbst 2013 werden die Ein- bis Dreijährigen einen Rechtsanspruch
auf einen Kinderbetreuungsplatz erhalten. Bis zu diesem Zeitpunkt wird
die Versorgungsquote in München (einschließlich Eltern-Kind-Gruppen
und Tagespflege) sogar bei 68 Prozent liegen.