Bürger fragen - OB Christian Ude antwortet

Warum stehen in der Fußgängerzone (Kaufingerstraße z.B.) kleine Fieranten, die, um ihren Stand zu beleuchten oder um elektrische Geräte zu betreiben, einen eigenen Stromerzeuger mitbringen und aufstellen? Diese Maschinchen werden zwar publikumsgerecht unter Kästen und Kisten versteckt, dennoch hört und vor allem riecht man diese benzinbetriebenen Generatoren. Und das mitten in der Umweltzone, wo alte „Stinker“ draussen bleiben müssen – Feinstaub und Umweltbelastungen lassen grüßen! Ist es nicht möglich, den Stromhunger dieser Standln über die im Boden eingelassenen Steckdosen zu befriedigen, wenn's denn unbedingt sein muss? Diverse Gemüsehändler beleuchten ihren Stand mit Gaslampen, aber gebrannte Mandeln rühren sich halt nicht von selbst. 

Antwort
In der Münchner Innenstadt befinden sich tagtäglich verschiedenste Verkaufsstände mit einem breit gefächterten Warensortiment. Die dafür erforderlichen Genehmigungen werden nach den sog. Sondernutzungsrichtlinien erteilt. Gerade im Bereich der Fußgängerzone befinden sich „feste“ Verkaufsstände, die nach einem bestimmten Turnus belegt werden. Bei den Ständen ist vor allem zwischen Obst- und Gemüseverkauf bzw. Werbeverkauf (hierunter fällt auch der Verkauf von z.B. gebrannten Nüssen) zu unterscheiden.

Die für die Stände erforderliche Energie muss in der Fußgängerzone mangels alternativer ortsfester Stromquellen über mobile Stromerzeuger gewonnen werden. Diese Generatoren entsprechen den geltenden Umwelt- und Brandschutzvorschriften.

Eine Ausnahme gibt es lediglich im Bereich des Obst- und Gemüsehandels. Dort wurden auf Initiative des Bayerischen Landesverbands der Marktkaufleute für die entsprechenden Standorte feste Stromanschlüsse in der Fußgängerzone eingerichtet, wobei die nicht unerheblichen Erstellungskosten von den Standbetreibern selbst getragen wurden.

Seitens der Verbandsmitglieder des Fachbereichs Werbeverkauf besteht derzeit keine Initiative, für ihre Standplätze in der Fußgängerzone feste Stromanschlussmöglichkeiten zu initiieren. Daher muss nach wie vor auf die mobilen Stromerzeuger zurückgegriffen werden.

Allerdings gebe ich Ihnen Recht: Es wäre erfreulich, wenn es mitten in der Umweltzone keine alten „Stinker“ gäbe.

 

(04.04.2011)