Bürger fragen - OB Christian Ude antwortet
Warum schafft es die Stadt nicht, einen ordentlichen Winterdienst außerhalb des Vollanschlussgebietes zu machen? Z.B. Montag der 13.12. Selbst um 12.00 ist die Wasserburger Landstraße, eine der wichtigsten Hauptstraßen im Osten, nur solala geräumt, aber nicht gesalzen – und die Autos rutschen fröhlich herum. Die Nachbargemeinden wie Haar und Vaterstetten, Baldham und Ottobrunn hatten in letzter Zeit sogar die Nebenstraßen vorbildlich geräumt. Warum schaffen die das, die Stadt aber nicht?
Antwort
Das zuständige Baureferat teilt zu Ihrem „Beschwerdetag“ Folgendes mit:
„An diesem Tag begann über Nacht ein starker Schneefall. Aus diesem Grund starteten bereits vor 2 Uhr in der Nacht die Räumeinsätze. Das Räumen ist Grundvoraussetzung für den Einsatz von Streufahrzeugen. Letztere begannen ihren ersten Streueinsatz gegen 3 Uhr.
Erschwerend zu dem starken Schneefall kam in dieser Zeit der Temperaturverlauf hinzu. Sonntag Abend hatte es im Bereich der Wasserburger Landstraße noch 4 ° C, der Schneefall begann in der Nacht bei 1 ° C. Während der Einsätze setzte die vom Deutschen Wetterdienst prognostizierte arktische Kaltwetterfront ein. Aus diesem Grund wurden ab etwa 10 Uhr weitere Einsätze durchgeführt.
Zusammenfassend ist zu sagen, dass die 'Salzstrecke', zu welcher auch die Wasserburger Landstraße gehört, eine Länge von 53 Kilometern aufweist. Auf dieser Strecke wurden am besagten Tag insgesamt 13,5 Tonnen Salz aufgebracht. Die Ring- und Einfallstraßen der Stadt München werden an Werktagen teilweise von über 100.000 Fahrzeugen befahren, was zusätzlich die Durchführung des Winterdienstes erschwert.
Zu Ihrem Vergleich mit den Nachbarkommunen möchten wir aufführen, dass besondere Witterungsumstände wie am 13.12.2010 ohne Ausnahme für alle Straßenbaulastträger enorm komplex und aufwändig sind.“
(14.01.2011)