Das "Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat" tritt dafür ein,
Entstehung
Nach dem Erfolg der rechtsextremen DVU bei den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt im April 1998 hatte Oberbürgermeister Christian Ude Repräsentanten der Kirchen- und Glaubensgemeinschaften, der Wirtschaft, der Gewerkschaften und der Jugendverbände, des Bildungswesens und besonders der Erwachsenenbildung zu diesem überparteilichen Bündnis eingeladen, um öffentlich klarzumachen, dass in München für den Ungeist von Antisemitismus, politischem Extremismus, von Intoleranz und Gewalt kein Platz ist.
Mitglieder
Dem Sprecherrat des Bündnisses gehören neben OB Ude derzeit an der Rektor der Ludwig-Maximilians-Universität, Prof. Dr. Bernd Huber, der DGB-Regionsvorsitzende München, Christoph Frey, die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde, Charlotte Knobloch, Weihbischof Engelbert Siebler, Stadtdekanin Barbara Kittelberger und die Vorsitzende des Kreisjugendrings München-Stadt, Tom Rausch.
Ausgewählte Aktivitäten
14.5.1998 Konstituierende Sitzung im Münchner Rathaus
27.8.1998 Angesichts der bevorstehenden Wahlen zum Bayerischen Landtag und zum Deutschen Bundestag ruft der Sprecherrat die Wählerinnen und Wähler dazu auf, ihre Stimme demokratischen Parteien zu geben und allen extremistischen Parteien eine klare Absage zu erteilen.
23.2.1999 Das Bündnis diskutiert das Gesetz zur Reform der deutschen Staatsangehörigkeit.
11.10.2000 Nach rechtsradikalen Ausschreitungen in verschiedenen Landesteilen wird das Bündnis erneut einberufen, um eine seriöse Bestandsaufnahme rechtsradikaler Gewaltbereitschaft in München durchzuführen und über das weitere Vorgehen zu beraten.
25.11.2000 Vor dem Hintergrund einer geplanten NPD-Kundgebung auf dem St. Jakobs-Platz meldet das Bündnis selbst als Mitveranstalter des Kulturreferates eine Veranstaltung zum Thema "Zukunft für den St. Jakobs-Platz - Zukunft für jüdisches Leben" an und trägt damit dazu bei, den NPD-Aufzug zu verhindern.
19.6.2001 Nach dem brutalen Skinhead-Überfall auf einen jungen Griechen in der Zenettistraße tagt das Bündnis erneut und verabschiedet einstimmig eine Resolution.
18.10.2003 Rund 5.000 Menschen nehmen an einer Kundgebung auf dem St. Jakobs-Platz teil, zu der das Bündnis aufgerufen hatte, nachdem rechtsterroristische Anschlagspläne auf die Grundsteinlegung für das Jüdische Zentrum von der Polizei aufgedeckt worden waren.
2.4.2005 Mehr als 6.000 Teilnehmer folgen dem gemeinsamen Aufruf des Bündnisses und der Weiße Rose Stiftung zu einer Kundgebung auf dem Marienplatz "Wir überlassen München nicht den Neonazis".
23.6.2006 Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 1. Juli 2006 gegen den ausländerfeindlichen Marsch der rechtsextremen NPD weiter
6.2.2008 Information über die "Bürgerbewegung Pro München" und die "Bürgerinitiative Ausländerstop" -
Aufruf an die Münchnerinnen und Münchner zur Teilnahme an der Kommunalwahl am 2. März 2008 mehr
10.9.2009 Information über die Teilnahme der NPD, der Republikaner und der DVU an der Bundestagswahl. -
Aufruf an die Münchnerinnen und Münchner zur Teilnahme an der Wahl zum deutschen Bundestag am 27. September 2009 mehr
19.10.2010 Aufruf zur Kundgebung am Samstag, 13. November 2010 gegen den rechtsextremen "Heldengedenkmarsch" mehr
30.05.2011 Information zur bevorstehenden Parteigründung der Partei "DIE FREIHEIT" mehr
23.11.2011 Resolution des Münchner Bündnis für Toleranz, Demokratie und Rechtsstaat zu den rechtsextremen Morden in Deutschland und München mehr