Kooperationsvereinbarung mit der Stadt Harare
Nach jahrelanger Eiszeit zwischen beiden Stadtverwaltungen wurden die Beziehungen nach der Stadtrats- und Bürgermeisterwahl im März 2008 wieder aufgenommen. Der stellvertretende Bürgermeister von Harare, Emmanuel Chiroto, besuchte zusammen mit einem Stadtrat und dem Vorsitzenden der Bürgerorganisation „Combined Harare Residents Association“ im Oktober 2008 München, um über Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen beiden Städten zu sprechen. Die dabei identifizierten Themen wurden in den nächsten Monaten von den Fachleuten in beiden Stadtverwaltungen diskutiert und spezifiziert und mündeten dann in eine Kooperationsvereinbarung. Bürgermeister Hep Monatzeder und der Oberbürgermeister von Harare, Muchadeyi Masunda, unterzeichneten diese Vereinbarung im Oktober 2009 im Rahmen des Besuchs einer Münchner Stadtratsdelegation in Harare. Damit verabredeten die beiden Städte einen Erfahrungsaustausch in den Bereichen Gesundheit, Wasser- und Abwasser, Abfallmanagement, IT-Infrastruktur, Wohnungsbau, Klimaschutz und Stadtratsarbeit.
München hilft Harare im Kampf gegen die Cholera-Epidemie
Die desolate wirtschaftliche Lage im Land und der weitgehende Zusammenbruch der Gesundheitssysteme führte Ende 2008 zu einer schlimmen Cholera-Epidemie in Zimbabwe, der mehrere tausend Menschen zum Opfer fielen. Der Münchner Stadtrat stellte eine Soforthilfe von 100.000 Euro zur Bekämpfung der Epidemie zur Verfügung, Spendenaufrufe bei der Münchner Bevölkerung erbrachten weitere 30.00 Euro. Die Gelder wurden eingesetzt, um Wasseraufbereitungstabletten an die Bevölkerung zu verteilen und die städtischen Kliniken in Harare mit notwendigen Medikamenten und Hygieneartikeln zu versorgen.
Mehr zur Cholera-Hilfe (1329 KB, PDF)
Konferenz „Zivilgesellschaft in Harare, Kiew und München“ im Februar 2010
Die Unterstützung und Stärkung der Zivilgellschaft in Harare ist ein wesentlicher Faktor um mehr Demokratie in Zimbabwe zu erreichen und deswegen ein wichtiges Anliegen der Städtepartnerschaft. Deswegen organisierte die Landeshauptstadt München zusammen mit einem Expertengremium im Februar 2010 eine Konferenz mit dem Titel „Zivilgesellschaft in Harare, Kiew und München". Zu Gast waren herausragende zivilgesellschaftliche Akteure und Stadtpolitiker aus den drei Partnerstädten, die ihre Erfahrungen in der Bürger- und Menschenrechtsarbeit auf kommunaler Ebene austauschen konnten.
Mehr zur Konferenz
Erfahrungsaustausch in der Stadtratsarbeit
Mit einem dreiwöchigen Besuch einer 5-köpfigen Stadtratsdelegation aus Harare im April 2011 begann ein Programm zum Erfahrungsaustausch der Mandatsträger beider Städte. Die zimbabwischen Besucher begleiteten Münchner Stadtratsmitglieder bei ihren offiziellen Terminen im Rathaus und im Stadtviertel. Sie besichtigten kommunale Versorgungsanlagen und informierten sich über die Strukturen der Stadtverwaltung und der Stadtratsarbeit sowie über diverse Fachthemen wie öffentlichen Nahverkehr, Personalentwicklung, Finanzmanagement, Frauengleichstellung oder Stadtplanung.
Mehr zum Stadtratsaustausch (45 KB, PDF)
IT-Konzept für die Stadt Harare
Derzeit gibt es so gut wie keine funktionierende IT-Infrastruktur in der Stadtverwaltung Harare. Dies behindert eine vernünftige Aufgabenerfüllung. Ordentliche Rechnungsstellungen, Planung, Steuerung und Controlling sind nur schwer möglich. Problematisch ist insbesondere die Intransparenz bei der kommunalen Finanzverwaltung, die Gefahr von Korruption und Unterschlagung ist groß. Auf der Grundlage dieser Problematik beraten Münchner IT- und Organisationsexperten die Stadt Harare bei der Erarbeitung und Umsetzung eines IT-Konzepts. Der erste Beratungseinsatz erfolgte im September 2011, das vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung unterstützte Projekt soll insgesamt über 2 ½ Jahre laufen.
Mehr zum Projekt „IT-Konzept-Harare-Projektbeschreibung" (27 KB, PDF)