Im Zuge der Entspannung im Ost-West-Konflikt Ende der 1980er Jahre entstand in München der Wunsch nach einer Dreieckspartnerschaft Münchens mit je einer Stadt in den USA und in der damals noch existierenden UdSSR. Auf Kiew einigte man sich relativ schnell, da zu dieser Zeit schon etliche Kontakte in die Hauptstadt der Ukraine entstanden waren. Unter anderem gab es zwischen den Zoologischen Gärten beider Städte Kooperationen und mehrere Münchner Initiativen organisierten medizinische Hilfe für Geschädigte der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl, das nur knapp 100 km nördlich Kiews liegt.
Noch vor dem Berliner Mauerfall besiegelten die damaligen Oberbürgermeister Münchens und Kiews Georg Kronawitter und Valentin Sigurskij am 6. Oktober 1989 die Städtepartnerschaft. 1991 erklärte die Ukraine ihre Unabhängigkeit.
Kiew, ist mit seinen heute gut 2,7 Millionen Einwohnern Mittelpunkt des wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Lebens des Landes. Durch seine günstige Lage am Fluss Dnjepr ist Kiew zu einem attraktiven und beliebten Industrie- und Bildungsstandort geworden. Auch das ukrainische Parlament befindet sich in Kiew. weiter zur politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung Kiews
Kiew - Mutter der russischen Städte. Diese Charakterisierung deutet schon auf die Bedeutung der Stadt am Dnjepr in ihrer langen Geschichte hin. weiter zur Geschichte
Die Städtepartnerschaft war zu Zeiten ihrer Gründung äußerst lebendig und wurde von der Friedensbewegung und einem breiten bürgerschaftlichen Engagement sehr erfolgreich unterstützt. Viele der damals entstandenen Beziehungen und Projekte bestehen bis heute fort.
Die Landeshauptstadt München und Kiew kooperieren im Rahmen der Städtepartnerschaft bei Schulpartnerschaften und sozialen Projekten weiter zu den städtischen und nicht städtischen Kooperationsprojekten
Hans Steindl
Tel. (089) 233 9 25 64
Fax (089) 233 2 80 47
hans.steindl@muenchen.de