Medaille „München leuchtet“ für Katarina Witt und Verena Bentele

(27.9.2011) Bei einem gemeinsamen Empfang der Stadt und des Deutschen Olympischen Sportbundes für alle, die die Bewerbung Münchens für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 unterstützt haben, zeichnete Oberbürgermeister Christian Ude gestern im Saal des Alten Rathauses zwei herausragende Gesichter der Münchner Olympiabewerbung ganz besonders aus: Katarina Witt und Verena Bentele erhielten für ihr leidenschaftliches Engagement und ihre große Unterstützung der Bewerbung die Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Gold.
Katarina Witt habe als Präsentations-Chefin der Bewerbungsgesellschaft München 2018 der Münchner Olympiabewerbung in einer schwierigen Situation nicht nur ein Gesicht gegeben, betonte Ude. „Sie hat mit unglaublicher Energie die Bewerbung befeuert und ihr neuen Rückenwind gegeben.“ Ihr Renommee als Weltklassesportlerin und Persönlichkeit des Showbizz habe der Münchner Bewerbung eine gewaltige Medienresonanz beschert.
Die Olympiasiegerin von 1984 und 1988, Weltmeisterin 1984, 1985, 1987 und 1988 und Europameisterin von 1983 bis 1988 ist eine der erfolgreichsten Eiskunstläuferinnen der Geschichte. Anschließend tourte sie mehr als zehn Jahre lang mit großen Eisshows durch Nordamerika, wirkte in verschiedenen Filmen und Fernsehshows mit.
Dafür, dass auch die Paralympischen Spiele als zentraler Bestandteil der Münchner Olympiabewerbung wahrgenommen worden seien, habe die blinde Skilangläuferin und Biathletin Verena Bentele als offizielle Botschafterin der Münchner Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2018 gesorgt, hob Ude hervor. Die „Ausnahmesportlerin“ habe viel Zeit und Energie investiert, unzählige Termine wahrgenommen und unermüdlich für die Idee geworben, die Paralympics nach München zu holen, lobte Ude ihren Einsatz.
Bei den Olympischen und Paralympischen Winterspielen 2010 in Vancouver hatte Bentele fünf Goldmedaillen geholt und avancierte damit zur „Königin der Paralympics“. Bentele, die von Geburt an blind ist, wuchs am Bodensee auf. In München besuchte sie die Landesblindenschule und studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität Literaturwissenschaft. Auch ihre sportliche Karriere ist eng mit München verbunden. Sie startet
seit vielen Jahren für den Postsportverein München. Als Europa- und Weltmeisterin, mehrfache Weltcupgesamtsiegerin und Goldmedaillengewinnerin bei den Paralympics 1998 in Nagano, 2002 in Salt Lake City, 2006 in Turin und heuer in Vancouver ist sie Münchens erfolgreichste Wintersportlerin.
Bei Paralympics hat die 28-Jährige bisher insgesamt 16 Medaillen gewonnen, davon zwölf Goldmedaillen. Für ihre großen Verdienste um den Sport in München zeichnete die Stadt sie bereits im vergangenen Jahr, als
erste Sportlerin mit Handicap, mit dem Goldenen Ehrenring aus. Sowohl Oberbürgermeister Ude als auch der Mit-Gastgeber, DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach, sprachen sich bei dem Empfang im Saal des Alten
Rathauses für eine erneute Olympiabewerbung Münchens aus, wollten sich aber noch nicht auf einen Zeitpunkt dafür festlegen. Ude sagte: „Die Idee steht im Raum, es ist nur eine Frage des richtigen Zeitpunkts.“ Das Konzept für Olympische Spiele sei nicht für die Katz’ erarbeitet worden, sondern für die Zukunft.
Auch Bach machte in seiner Ansprache deutlich. „Wir können Olympia in München und Garmisch-Partenkirchen.“ Mit dem erarbeiteten Konzept müsse man auch in Zukunft wuchern: „Die Frage ist nur wann, das muss sorgfältig abgewogen werden.“
An dem Empfang nahmen auch Staatsminister Dr. Ludwig Spaenle als Vertreter der bayerischen Staatsregierung, die Vorsitzende des Sportausschusses des Deutschen Bundestags, Dagmar Freitag, als Vertreter des Landtags Dr. Otto Bertermann (FDP) sowie Vertreter der Mit-Bewerber aus Garmisch-Partenkirchen und dem Berchtesgadener Land teil.
Aus dem Münchner Stadtrat waren neben Bürgermeister Hep Monatzeder auch Verena Dietl, Hans Dieter Kaplan, Beatrix Zurek (alle SPD), Lydia Dietrich, Jutta Koller, Sabine Krieger, Boris Schwartz (alle Grüne), Dr. Michael Mattar, Christa Stock (beide FDP) und Johann Altmann (Freie Wähler) sowie Sozialreferentin Brigitte Meier und Stadtschulrat Rainer Schweppe gekommen. Außerdem begrüßte Oberbürgermeister Ude zahlreiche
Sportbotschafter der Münchner Olympiabewerbung, Förderer und Sponsoren sowie die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Bewerbungsgesellschaft München 2018 mit Bernhard Schwank und Jürgen Bühl an der Spitze.