(18.1.2012) Mit der Medaille „München leuchtet – Den Freunden Münchens“ in Silber wurde jetzt Dr. Elisabeth Schneider-Böklen geehrt. Damit würdigt die Landeshauptstadt das langjährige bürgerschaftliche Engagement der Pfarrerin im Ehrenamt und insbesondere deren Verdienste um die Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in München. Bürgermeisterin Christine Strobl überreichte Dr. Schneider-Böklen die Medaille in der Grütznerstube im Rathaus.
„Ich freue mich sehr, dass ich Ihnen die Medaille ,München leuchtet’ übergeben darf und möchte mich im Namen der Stadt ganz herzlich bei Ihnen bedanken“, so die Bürgermeisterin. Dr. Schneider-Böklen habe sich in der Blinden- und Sehbehindertenseelsorge nicht nur in großem Umfang, sondern auch über einen außergewöhnlich langen Zeitraum hinweg engagiert, betonte Strobl in ihrer Laudatio. 20 Jahre lang habe die Theologin viel mit und für Menschen mit Behinderung gearbeitet, habe Beistand geleistet, sei ihnen mit Rat und Tat zur Seite gestanden und habe nebenbei noch zwei Kinder großgezogen. „Frauen wie Sie wirken als Vorbild“, konstatierte Strobl. „Das, was Ehrenamtliche für unsere Stadtgesellschaft leisten, ist nicht zu finanzieren. Wir sind auf Menschen wie Sie sehr angewiesen.“
Dr. Schneider-Böklen begann im Januar 1991 als Pfarrerin im Ehrenamt ihren Dienst als Dekanatsbeauftragte und Regionalleiterin für Blinden- und Sehbehindertenseelsorge in der Landeshauptstadt und übte diese Tätigkeit bis Ende Dezember 2010 aus. Die 66-Jährige, die in Stuttgart aufwuchs und in Tübingen, Berlin und Heidelberg evangelische Theologie studierte, wurde 1971 in der Evangelischen Württembergischen Landeskirche zum geistlichen Amt ordiniert. Nach ihrem Vikariat kam sie 1973 durch Heirat nach München. Nach ihrem Umzug nach Bayern wirkte sie als Pfarrerin im Ehrenamt. Seit 2002 ist die Theologin im Rahmen der Diakonie in zwei Altenheimen als Seelsorgerin tätig. Zudem ist Dr. Schneider-Böklen derzeit Ökumenebeauftragte des Prodekanats München-Nord und Ehrenamtsbeauftragte im Dekanat München.
An der Ehrung nahmen auch die Stadtratsmitglieder Dr. Reinhard Bauer und Ingo Mittermaier (beide SPD) teil.