München - ein chronologischer Überblick zur Stadtgeschichte

Kurzer Überblick über wichtigste Entwicklungen und Ereignisse vom Mittelalter bis ins 21. Jahrhundert.

Das Jesuitenkolleg St. Michael Stich von Johann Smissek, 1597

Das Jesuitenkolleg St. Michael. Kupferstich von Johann Smissek, 1597

 

München im Mittelalter

Die Geschichte der Stadt München beginnt spät. 1158 wird die Stadt erstmals erwähnt und leitet ihren Namen seitdem von einem Mönch ab. 100 Jahre später wird aus dem kleinen Marktort die Residenz eines von zwei, später sogar vier bayerischen Teilherzogtümern; diese finden sich ab 1506 wieder in einer Hand vereinigt. München ist nun die Hauptstadt des gesamten Herzogtums Bayern.

Ansicht von München im Mittelalter

Früheste Ansicht Münchens. Aus der Schedel'schen Weltchronik, 1493

1158

München tritt als "Munichen" erstmals in das Licht der Geschichte. Der Ort ist Gegenstand eines Streits zwischen Bischof Otto von Freising und dem Herzog von Sachsen und Bayern, Heinrich dem Löwen, vor Kaiser und Reichstag in Augsburg.

Der Ortsname wurde schon im Mittelalter auf "munich/münich", also "Mönch", zurückgeführt, weshalb das erste überlieferte Stadtsiegel (1239) bereits einen Mönchskopf mit Zipfelmütze zeigt, ab 1304 einen aufrecht stehenden Mönch mit Segenshand und Gebetbuch. So ist er in stilisierter Form heute noch als Stadtwappen und Stadtsiegel gebräuchlich. Durch missverständliche Darstellungen wurde der Mönch später als Kind gedeutet und so zum "Münchner Kindl".

1180

Pfalzgraf Otto aus dem Hause Wittelsbach wird Herzog von Bayern. Es beginnt die bis 1918 andauernde Regierung dieses Geschlechtes als Herzöge, Kurfürsten und Könige von Bayern.

1255

Zwei herzogliche Brüder - Heinrich und Ludwig - teilen das Herzogtum Bayern unter sich. Es entstehen ein Teilherzogtum Niederbayern mit Hauptort Landshut und unter Herzog Ludwig II. ein Teilherzogtum Oberbayern mit Hauptort München. München wird ab jetzt zum Amtssitz eines Landesherrn ausgebaut und ist nicht mehr wie bisher nur Bürgerstadt und Handelsplatz.

1280

Bei Ausschreitungen gegen die Münchner Juden gibt es zahlreiche Tote. Spätere Schriftsteller geben weit voneinander abweichende Zahlen an.

1314

Der Herzog von Bayern-München - wieder ein Ludwig und Sohn des bereits genannten - wird zum König und 

1328

zum römisch-deutschen Kaiser gewählt. München wird dadurch vorübergehend - bis zu seinem Tod 1347 - zur kaiserlichen Residenzstadt. Auf diese Zeit dürfte der Gebrauch der Farben schwarz und gelb (Gold) als Stadtfarben zurückgehen, die auch die Farben des Reiches waren. 

1442

etwa um diese Zeit - wie in diesem Jahrhundert auch andernorts - werden durch den Landesherrn (Herzog) auch aus München die Juden vertrieben. 

1468

Baubeginn für die Frauenkirche, die erst 1525 ihre charakteristischen runden Kuppeln erhält. 

1470

Baubeginn für das Tanzhaus, das heutige "Alte Rathaus", das den Weg vom Marktplatz (heute "Marienplatz") hinunter ins Tal abriegelte. Im Obergeschoss befindet sich der Festsaal, der nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wieder hergestellt wurde. Im Untergeschoss gab es Brotverkaufsstände und das Stadtgefängnis. Die beiden breiten Durchfahrten wurden erst 1877 und 1934 geschaffen, um dem Verkehr Raum zu geben.

1481

Der bisher auch noch mit mehreren Gebäuden, unter anderem einer Kapelle, bebaute Marktplatz wird von diesen befreit und wird erst jetzt zu dem rechteckigen freien Platz als der er sich heute darstellt. Seine endgültige Größe erhielt er erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Zurückverlegung der Baulinie auf der Südseite. Seinen Namen "Marienplatz", der von der Mariensäule mitten auf dem Platz abgeleitet ist, erhielt er erst 1854. Vorher hieß er nur "Platz" oder "Markt" und zuletzt - nach dem dort stattfindenden Getreidemarkt oder der Getreideschranne - auch "Schrannenplatz".

1487

Herzog Albrecht IV. erlässt eine neue Brauordnung für München, die erstmals das sogenannte Reinheitsgebot für Bier enthält, wonach Bier aus nichts anderem als aus Hopfen, Gerste - gemeint ist das daraus gewonnene Malz - und Wasser gesotten werden dürfe. Das Gebot wurde 1516 in das "Buch der gemeinen Landgebot, Landesordnung, Satzung und Gebräuch" übernommen und für das ganze Herzogtum Bayern verbindlich gemacht. Noch heute erneuern die Münchner Bierbrauer alle Jahre auf dem Brauertag den "Preu-Eid" mit dem Reinheitsgebot als Selbst-Verpflichtung, da es nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes von 1986 keine Gültigkeit mehr besitzt.

1505

Nach dem Aussterben der Landshuter (niederbayerischen) Herzogslinie im Mannesstamm 1503 kam es zu einem Krieg ("Landshuter Erbfolgekrieg") um das weitere Schicksal dieses Teilherzogtums und schließlich 1505 durch Entscheidung des Kaisers Maximilian in Köln ("Kölner Spruch") zur Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer. Sie entsprachen gemeinsam etwa den heutigen Regierungsbezirken Ober- und Niederbayern und einem Teil der Oberpfalz. Die Landesteilungen waren damit beendet. Es gab ab jetzt nur noch ein Herzogtum Bayern und München war seine Hauptstadt.

 

München in der Frühen Neuzeit

Von der Mitte des 16. Jahrhunderts an wandelt sich das Bild der Stadt entscheidend. Mit vielen Bauten für den Hof und die Staatsverwaltung sowie für die Kirche wurde der bayerische Barock mitbegründet und München zur repräsentativen Hauptstadt und zu einem "Deutschen Rom" gemacht.

Abbildung der Churfürstlichen Residenzstadt München in Bayern 1667 Kupferstich von Matthäus Merian d.Ä.

Plan der Churfürstlichen Residenzstadt München, 1667.
Kupferstich von Matthäus Merian d.Ä.

1522

Herzog Wilhelm IV. erlässt das erste bayerische Religionsmandat. Es ist eine Zensur-Verordnung, die die Verbreitung und das Lesen von lutherischem Schrifttum unter Strafe stellt. Damit beginnt in Bayern offiziell die Gegenreformation gegen die Lehre Martin Luthers und anderer Reformer des alten Glaubens.

1558

Gründung der Hofbibliothek (heute Bayerische Staatsbibliothek in der Ludwigstraße). Um diese Zeit beginnt die Schaffung von einer Reihe von Zentralbehörden (Geistlicher Rat 1556/1570, Hofkammer 1572) in München, die heute noch als Staatsministerien, Regierungs- und Verwaltungsgebäude staatlicher Behörden oder Gerichten einen breiten Raum im Stadtbild, z.B. in der Ludwigstraße und am Hofgarten, einnehmen. München ist heute nicht nur Sitz der bayerischen Staatsregierung, sondern auch der Regierung des Regierungsbezirkes Oberbayern.

1559

Erstmals seit dem 13. Jahrhundert wird mit den Jesuiten durch Herzog Albrecht V. wieder ein neuer Orden nach München gerufen. Sie haben unter anderem die Aufgabe durch die Unterweisung von Schülern und durch öffentliche Propagandaveranstaltungen wie monströse Theateraufführungen mit biblischen Themen im Freien aufklärend für den alten, den katholischen Glauben, zu wirken. Bereits ein Jahr später eröffnen sie das erste Münchner Gymnasium (Jesuiten- oder später Wilhelms-Gymnasium).

1560/70

Beginn großer Neubauten für die "Neufeste" an der heutigen Residenzstraße, aus der in den folgenden Jahrhunderten die umfangreiche Anlage der Residenz (mit Hofgarten von 1613) als Wohnung und Regierungszentrale der Herzöge, Kurfürsten und Könige entsteht.

1583/90

Bau von Jesuitenkirche St. Michael und Jesuitenkolleg an der Neuhauser Straße. Diese größte Kirche im Stil der Renaissance nördlich der Alpen mit dem nach St. Peter in Rom größten Tonnengewölbe der Welt leitete auch den neuen Stil des Barock in Süddeutschland ein und wurde beispielhaft für über 100 Nachfolgebauten.

1589

Herzog Wilhelm V. gründet das Hofbräuhaus für das Brauen von braunem Bier (braunes Hofbräuhaus) an der heutigen Sparkassenstraße, im Anschluss an das sog. Zerwirkgewölbe. Bis dahin bezog der Herzogshof das Bier von bürgerlichen Bierbrauern in der Stadt oder ließ es von auswärts, unter anderem aus der berühmten Bierstadt Einbeck in Niedersachsen, einführen. Am Platzl, wo das weltberühmte Haus heute noch steht, wurde 1602 das weiße Hofbräuhaus - also für das Brauen von Weißbier - eingerichtet und beide Brauhäuser erst 1808 hier vereinigt. Der Brauereibetrieb wurde 1890 aus der Innenstadt hinausverlegt. Das Hofbräuhaus am Platzl, das seither nur noch Gaststätte ist, erhielt seine heutige Gestalt 1896.

1601

Mit der Berufung der Kapuziner nach München wird eine beispiellose Welle von neuen Klostergründungen durch das Herzogs- und Kurfürstenhaus eingeleitet, die bis 1754 andauert. Alleine 15 neue Klöster, dazu Kirchen, Kapellen und Klostergebäude breiten sich in der Stadt aus. Viele von ihnen wurden bei der Klosteraufhebung (Säkularisation) nach 1803 vernichtet. Trotzdem vermitteln die noch erhaltenen Bauten aus dieser Zeit immer noch den Eindruck einer katholisch-geistlichen Stadt.

1618-1648

30-jähriger Krieg in ganz Deutschland, ein Religionskrieg der katholischen (Kaiserhaus Habsburg und bayerischer Herzog Maximilian) und der protestantischen Partei (Böhmen und sein König Friedrich V., die Dänen und Schweden). Die Auseinandersetzung brachte dem bayerischen Herzog 1623 die Kurfürstenwürde ein und damit das Recht, zusammen mit sechs (später sieben) weiteren Fürsten, den Kaiser wählen zu dürfen. Der Krieg führte zum Ausbau der Festungswerke (Mauer und Graben) um die Stadt, von denen heute nur noch spärliche Reste vorhanden sind, und zur Besetzung der Stadt 1632 durch die (protestantischen) Schweden unter ihrem König Gustav Adolf, dessen "Wirken" auch in anderen deutschen Städten schmerzlich bekannt wurde.

1638

Im Verlauf des Krieges lässt Kurfürst Maximilian mitten auf dem Marktplatz die Mariensäule errichten und löst damit einerseits ein Gelübde von 1632 für die Erhaltung seiner beiden Hauptstädte Landshut und München vor des Feindes endlichem Ruin und Zerstörung ein, gestaltete damit aber auch ein Symbol des durch den Krieg wiedererstarkten Glaubens und veranschaulichte durch die 1641 zu Füßen der Statue.

Die Mariensäule am Marienplatz angebrachten bronzenen Heldenputti die vier Plagen der Zeit: Hunger (Drache), Krieg (Löwe), Pest (Basilisk) und Ketzerei (Schlange).

1663

Grundsteinlegung St. Kajetan Grundsteinlegung zur Kirche St. Kajetan des Ordens der Theatiner und dem anschließenden Klosterkomplex am Ende der heutigen Theatinerstraße. Sie verdankt ihr Entstehen einem Gelöbnis der Kurfürstin Henriette Adelaide (Adelheid) für die Geburt des lange erwarteten Erbprinzen Max Emanuel.

1664

Baubeginn für das Schloss Nymphenburg, das in den folgenden etwa 100 Jahren zu einer imposanten Anlage mit weitläufigem Park ausgebaut wird.

1701

Grundsteinlegung zum neuen Schloß Schleißheim als Sommerresidenz des Kurfürsten in unmittelbarer Nachbarschaft zu dem schon ab 1616 erbauten alten Schloß.

1702

Erstmals wird berichtet, dass die Schäffler (Fassmacher, Böttcher) einen Tanz aufführen, den sog. Schäfflertanz, der immer noch alle sieben Jahre während der Faschingszeit aufgeführt wird. Der Legende nach soll er seine Entstehung einer Pestepidemie verdanken. Tatsächlich dürfte es sich um einen alten Handwerksbrauch ähnlich dem Gautschen beim Freisprechen der Buchdrucker-Gesellen handeln.

1702/1715

Infolge eines Erbfolgekrieges um Spanien, wo das Königshaus vor dem Aussterben im Mannesstamme stand, stellte sich der bayerische Kurfürst Max Emanuel gegen Österreich und das erbberechtigte Kaiserhaus Habsburg auf die Seite des französischen Königs als ebenfalls Erbberechtigtem. Dies führte zum Krieg mit Österreich. In dessen Verlauf 1704 Flucht des Kurfürsten nach Brüssel (Aufenthalt bis 1715) und Besetzung Bayerns und Münchens durch Österreich mit eigener Administration. 1705 Bauernaufstände in weiten Teilen Bayerns gegen die Österreicher und vor den Toren Münchens blutige Schlacht in den Weihnachtstagen (sog. Sendlinger Mordweihnacht).

1742

Nach dem Tod von Kaiser Karl VI. in Wien entbrannte ein Kampf um die Kaiserkrone mit seiner Tochter Maria Theresia, da der Kaiser keinen männlichen Erben hinterlassen hatte. Deshalb kam es 1741 zum Krieg Bayerns mit Österreich und in dessen Verlauf nach der 1742 erfolgten Wahl des bayerischen Kurfürsten zum Kaiser Karl VII. Albrecht erneut zur Besetzung Münchens durch die Österreicher, die bis 1744 währte.

1753

Gründung einer Porzellanmanufaktur, seit ihrer Verlegung 1761 nach Nymphenburg "Nymphenburger Porzellanmanufaktur" genannt.

1777

Tod des Kurfürsten Max III. Joseph, ohne legitimen männlichen Erben. Dadurch erlischt das altbayerische Haus der Wittelsbacher und es erbt nach einem alten Hausvertrag die pfälzische Linie mit dem Kurfürsten Karl Theodor, der mit seinem gesamten Hofstaat von Mannheim nach München übersiedelt.

1789

In den Isarauen vor der Stadt wird mit der Anlage des Englischen Gartens begonnen, eines der frühesten, größten und bedeutendsten englischen Landschaftsgärten in Deutschland und wegen seiner von Anfang an vorgesehenen Zugänglichkeit für die Öffentlichkeit auch der erste sozusagen "demokratische" Garten des Kontinents. Er sollte volkserzieherisch der Bewegung und Erholung sowie dem geselligen Umgang und der Annäherung aller Stände dienen.

1791

Mit der Niederlegung der Bastei vor dem Neuhauser oder Karlstor beginnt die Schleifung der Stadtmauern, von denen heute nur noch kümmerliche Reste vorhanden sind sowie ein Teil der Stadttore (Isartor vollständig, Sendlinger Tor und Neuhauser oder Karlstor teilweise). Vor dem Karlstor wird das Rondell angelegt, der Platz erhielt 1797 den Namen Karlsplatz nach dem Kurfürsten Karl Theodor, wird heute aber allgemein "Stachus" genannt, nach einem Gasthofbesitzer "Eustachius Föderl" (Stachius = Stachus), der an der Ecke zur Bayerstraße ein Gasthaus "Stachus", "Stachus-Garten" oder "Stachus-Wirt" besaß. An seiner Stelle steht heute der "Kaufhof".

 

München im 19. Jahrhundert

Nach 1800 beginnt München schnell zu wachsen. Das 19. Jahrhundert zählt für die bayerische Hauptstadt wirtschaftlich-industriell, politisch und kulturell, vor allem auch in städtebaulicher Hinsicht, zu den bedeutendsten Jahrhunderten. Die Könige Ludwig I. und Max II. prägen in dieser Zeit das Stadtbild und die Stadtgeschichte maßgeblich.

Neues Rathaus, IV. Bauabschnitt 1903

Neues Rathaus, IV. Bauabschnitt 1903, am Rathaus wird König Georg von Sachsen erwartet

1801

Als erstem Protestanten verleiht die Stadt auf Anweisung des Kurfürsten, der selbst mit einer Protestantin verheiratet ist, dem Mannheimer Weinwirt Johann Balthasar Michel das Bürgerrecht.

1802

Der Kurfürst erlässt eine geheime Instruktion zur Aufhebung für die bayerischen Klöster. In München sind davon zunächst sieben Klöster betroffen.

1806

Im Zuge der Neuordnung Europas durch den französischen Kaiser Napoleon wird das Kurfürstentum Bayern um Franken und Schwaben vergrößert und der bayerische Kurfürst Max IV. Joseph zum König (Max I.) ausgerufen. Bayern hat damit die Größe des heutigen Staatsgebietes erreicht, ist jetzt Königreich und München Königliche Haupt- und Residenzstadt.

1810

Die Hochzeit des Kronprinzen Ludwig, des späteren Königs Ludwigs I., mit Therese von Sachsen-Hildburghausen am 12. Oktober und ein hierbei veranstaltetes Pferderennen auf einer Wiese vor der Stadt (später "Theresienwiese") werden Anlass für eine jährliche Wiederholung dieses Festes, 1819 erstmals unter städtischer Leitung, des in aller Welt bekannten "Oktoberfestes".

1817

Bayern schließt mit dem heiligen Stuhl in Rom ein Konkordat. Unter anderem wird festgelegt, dass der seit 1803 verwaiste Bischofssitz von Freising nach München verlegt und das Bistum zum Erzbistum erhoben wird. Die Münchner Frauenkirche wird erzbischöfliche Kathedrale ("Dom"). Im Jahr darauf wird der erste Erzbischof von München und Freising vom König ernannt und vom Papst bestätigt. 

1818

Das Königreich Bayern erhält die erste konstitutionelle Verfassung, die sich ein großer deutscher Staat gegeben hat. Gleichzeitig erscheinen ein Edikt über die protestantische Gesamtgemeinde, ein Edikt über das Indigenat (Staatsbürgerschaftsrecht) - es bleibt bis 1871 in Kraft -, und ein Edikt über die Freiheit der Presse und des Buchhandels. Von letzterer waren allerdings alle politischen Zeitungen und periodischen Schriften politischen und statistischen Inhalts ausgenommen.

1825-1848

Regierungszeit von König Ludwig I., einem der größten deutschen Kunstinitiatoren, den man auch als den Schöpfer des neuen München bezeichnet: Ihm verdanken die Ludwigstraße, der Odeonsplatz und der Königsplatz ihre Entstehung, ebenso die Residenzbauten am Hofgarten und am Max-Joseph-Platz, die Alte und die Neue Pinakothek, mehrere Kirchen, die Feldherrnhalle, Siegestor und die Ruhmeshalle mit der Bavaria über der Theresienwiese. Aber auchder Bau der ersten deutschen Eisenbahnlinie von Nürnberg nach Fürth 1835 und der Bau des Ludwig-Donau-Main-Kanals 1838-1845 sind ihm zu verdanken. 1848 musste er wegen der Affäre mit einer angeblich spanischen Tänzerin abdanken. Wie schon in seinen Kronprinzenjahren vor 1825 setzte er seine Bautätigkeit und sein Mäzenatentum auch nach 1848 bis zu seinem Tod 1868 fort.

1826

Die 1472 von Herzog Ludwig dem Reichen von Bayern-Landshut in Ingolstadt gegründete Universität, die 1800 unter Kurfürst Max IV. Joseph von dort nach Landshut verlegt worden war, zieht um nach München und trägt seitdem nach ihren beiden Gründern den Namen Ludwig-Maximilians-Universität. Im selben Jahr feierliche Einweihung der Synagoge an der Westenriederstraße.

1827

Grundsteinlegung zur ersten evangelischen Kirche Münchens, der Matthäuskirche auf der Sonnenstraße, Vorgängerin der heutigen Matthäuskirche am Sendlinger-Tor-Platz.

1830

Eröffnung der Glyptothek am Königsplatz, mit einer von König Ludwig I. erworbenen Sammlung antiker Skulpturen und Vasen sowie der 1811 in Ägina ausgegrabenen Figuren des Tempel-Giebels.

1835

Gründung der Bayerischen Hypotheken- und Wechselbank, heute vereinigt mit der Bayerischen Vereinsbank zur HypoVereinsbank.

1836

Eröffnung der Alten Pinakothek für altdeutsche Malerei mit 1300 Bildern, die verschiedene Zweige des Hauses Wittelsbach in ihren ehemaligen Residenzen Düsseldorf, Mannheim und Zweibrücken zusammengetragen hatten und die hier zusammengeführt wurden.

1839

Erstmals fährt von München aus eine Eisenbahn. Sie kommt vorläufig auf der Strecke nach Augsburg bis Lochhausen, wenige Kilometer vor München.

1847

Gründung der Maschinenfabrik Maffei, später mit der Firma Krauss zu Krauss-Maffei vereinigt.

1848

Revolution mit Rücktritt von König Ludwig I. und Übernahme der Regierung durch seinen Sohn Maximilian II. Bayern erhält als erstes deutsches Land die Pressefreiheit und Geschworenengerichte. Die Sitzungen des Magistrats der Stadt München sind ab jetzt öffentlich.

1850

Enthüllung der Bavaria über der Theresienwiese.

1853

Eröffnung der Neuen Pinakothek für Malerei des 19. Jahrhunderts. Nach starken Kriegszerstörungen 1944 wurde das Gebäude 1975/81 durch einen Neubau ersetzt. 

1854

Erste allgemeine deutsche Industrieausstellung. Der Aufstieg Münchens zur Messestadt beginnt. 

1857

Die Erfindung der Weißwurst in diesem Jahr in einer Gaststätte am Marienplatz darf in das Reich der Fabel verwiesen werden. 

1860

Gründung des TSV (Turn- und Sport-Vereins) 1860. Erst 1902 erhält der Verein auch eine Fußballabteilung. 

1867-1908

Bau des Neues Rathauses am Marienplatz. Sein 85 Meter hoher Turm wurde 1899 bis 1905 errichtet und mit einem Glockenspiel ausgestattet, dem fünftgrößten Europas, mit 43 Glocken. Es stellt Szenen aus der Stadtgeschichte dar (oben: Turnier bei der Hochzeit Herzog Wilhelms V. mit Renata von Lothringen 1568; unten: Schäfflertanz).

1868

Eröffnung der Technischen Hochschule, heute Technische Universität. 

1882

Erste Stromübertragung der Welt von Miesbach nach München durch Oskar von Miller anläßlich der 1. Internationalen Elektrizitätsausstellung. 

1887

Weihe der Hauptsynagoge an der Herzog-Max-Straße von Albert Schmidt im neuromanischen Stil erbaut. Mit 1.000 Männer- und 800 Frauenbetstühlen war die Münchner Synagoge die drittgrößte ihrer Zeit in Deutschland.

1896

Erster Fußballverein "Terra Pila" (= wörtlich Erdkugel oder Erdball = Ball, mit dem man auf dem Boden spielt) gegründet. Er wurde vorwiegend von Gymnasiasten und Studenten getragen, daher der gelehrte lateinische Name. 1900 wurde bereits der FC Bayern-München gegründet und 1902 legte sich der TSV 1860 eine Fußballmannschaft zu.

1899

Die erste Fahrprüfung der Welt mit Ausgabe von Führerscheinen findet in München statt und die geprüften Automobile erhalten die ersten Zulassungsnummern der Welt.

 

München im 20. Jahrhundert

Die großen Umwälzungen des 20. Jahrhunderts - Revolution von 1918, zwei Weltkriege, NS- Diktatur, Wiederaufbau und "Wirtschaftswunder" - haben auch den Weg Münchens zur Hauptstadt des Freistaats Bayern, zum Wirtschaftsstandort sowie zum Kultur- und Sportzentrum mitbestimmt.

1906

Grundsteinlegung zum Deutschen Museum für Meisterwerke von Naturwissenschaft und Technik, dem weltweit ersten, größten und bedeutendsten Museum dieser Art.

Fertigstellung des von Georg Hauberrisser (1841-1922) in drei Bauabschnitten ab 1867 errichteten Neuen Rathauses.


1911

Eröffnung des Tierparks Hellabrunn, dem ersten nach geographischen Gesichtspunkten angeordneten Zoo ("Geo-Zoo") mit annähernd 5000 Tieren in fast 500 Arten.

1918

Der sozialdemokratische Politiker und Schriftsteller Kurt Eisner ruft erfolgreich zum Sturz der Monarchie auf und schafft damit die Voraussetzung für die Proklamation Bayerns zur Republik, für die sich später der Name "Freistaat Bayern" durchsetzt.

1919

Im Januar wird in einer Gaststätte im Tal die "Deutsche Arbeiterpartei" (DAP), die spätere "Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei" (NSDAP) gegründet. Im Februar wird der nunmehrige bayerische Ministerpräsident Kurt Eisner von einem Attentäter erschossen. Die folgenden politischen Konflikte führen zur Ausrufung der Räterepublik, die Anfang Mai blutig niedergeschlagen wird.

1920

Die ersten Massenversammlungen der NSDAP finden statt. Unter Führung von Adolf Hitler setzt sich die Partei gegenüber anderen völkisch-antisemitischen Gruppierungen durch und gewinnt in der Folgezeit eine stetig wachsende Anhängerschaft.

1923

Unterstützt von konservativen und rechtsextremen Kreisen erklären die Nationalsozialisten am 8. November die "nationale Erhebung" sowie den Sturz der bayerischen und der Reichsregierung. Der "Marsch zur Feldherrnhalle" am folgenden Tag wird jedoch von der Polizei gestoppt und der Putsch ("Hitler-Putsch") blutig niedergeschlagen.

1924

Die Stadt erwirbt die Villa des Malers Franz von Lenbach (1836-1904) an der Luisenstraße und eröffnet dort 1929 die städtische Galerie, mit Schwerpunkt Münchner Malerei des 19./20. Jahrhunderts ("Der blaue Reiter").

1931

In der Reichenbachstraße 27 wird eine Synagoge für die ostjüdischen Mitglieder der Israelitischen Kultusgemeinde eingeweiht. In diesem Jahr umfasst die jüdische Gemeinde in München etwa 10 000 Mitglieder. In der Pogromnacht vom 9./10. November 1938 wird sie verwüstet, aber aus Rücksicht auf die benachbarten Wohnhäuser nicht völlig zerstört.

1933

Nach der "Machtergreifung" der NSDAP im Reich erfolgt die Gleichschaltung des Münchner Stadtrats. Die sozialdemokratischen und kommunistischen Ratsmitglieder werden - soweit sie sich nicht in den Untergrund gerettet haben - in dem neugeschaffenen Konzentrationslager Dachau inhaftiert. Dieses Lager wird zum Vorbild für das nationalsozialistische KZ-System und zum Synonym für den Terror- und Unterdrückungsapparat des NS-Staates. Zwischen 1933 und 1945 werden etwa 200 000 Häftlinge in Dachau registriert, mehr als 30 000 Menschen verlieren auf Grund gewalttätiger Schikanen, gezielter Ermordung und katastrophaler Unterbringung ihr Leben.

1937

Das "Haus der Deutschen Kunst" (heute "Haus der Kunst") für Wechselausstellungen wird eröffnet. Es sollte München zum Zentrum einer ideologisierten Kunst der nationalsozialistischen Weltanschauung machen. Zugleich begann von München aus mit der Ausstellung "Entartete Kunst" in der Galeriestraße die systematische Entfernung der modernen Kunst aus deutschen Sammlungen.

1938 

Im "Führerbau" an der Arcisstraße unterzeichnen Adolf Hitler, der italienische "Duce" Benito Mussolini sowie der britische Premier Neville Chamberlain und der französische Ministerpräsident Edouard Daladier [...] das "Münchner Abkommen" zur Abtrennung des Sudetenlandes von der Tchechoslowakei. Die europäischen Großmächte versuchen mit diesem Zugeständnis die Kriegspolitik Hitler-Deutschlands einzudämmen.
Im Saal des Alten Rathauses findet sich am 9. November nahezu die gesamte NS-Spitze zu einem Kameradschaftsabend ein. Eine antisemitische Hetzrede von Propagandaminister Joseph Goebbels ist für die anwesenden SA- und Parteiführer das Signal für eine allgemeine Jagd auf Juden und der Beginn eines reichsweiten Pogroms. Während der Pogromnacht am 9./10. November werden Menschen getötet, gefoltert und verletzt. Der Verwüstung und Plünderung fallen unzählige Einrichtungen, Synagogen und Geschäfte zum Opfer.

1940

Erste Luftangriffe des Zweiten Weltkrieges (1939/45) auf München. Es sollten bis Ende April 1945 ihrer 73 werden. 

1941

Im November findet die erste Deportation von Juden statt. Etwa 1000 Männer, Frauen und Kinder werden nach Kaunas, Litauen deportiert und dort unmittelbar nach der Ankunft ermordet. Es folgen weitere 42 Transporte nach Piaski, Auschwitz und Theresienstadt. 

1942/1943

Mit mehreren Flugblatt-Aktionen rufen Studenten und Dozenten in der Ludwig-Maximilians-Universität zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf ("Weiße Rose"). Am 18. Februar 1943 werden Hans und Sophie Scholl beim Auslegen von Flugblättern beobachtet, denunziert und verhaftet. Zusammen mit Christoph Probst werden sie vier Tage später zum Tode verurteilt und hingerichtet. Auch ihre Mitstreiter Willi Graf, Alexander Schmorell und Prof. Kurt Huber werden gefasst und hingerichtet. 

1945

Ende des Zweiten Weltkriegs mit dem Einmarsch der Amerikaner. Die historische Altstadt ist zu 90 % zerstört, die gesamte Stadt im Durchschnitt zu 50 %. Etwa 6000 Menschen fanden den Tod, etwa 15 000 wurden verletzt. Durch Tod, Evakuierung und Flucht aus der Stadt war die Bevölkerungszahl von 824 000 (1939) auf 479 000 gesunken.

1947

Am 20. Mai feiert die israelitische Kultusgemeinde München die Wiedereröffnung der Synagoge an der Reichenbachstraße, die seither als Hauptsynagoge dient.

1949

Der Bayerische Landtag nimmt seinen Sitz im "Maximilianeum"/Isar (Architekt: Friedrich Bürklein), das ab 1854 als Bildungsstätte für Bayern errichtet worden war (u.a. war hier die Stiftung Maximilianeum untergebracht).

1954

Offizieller Start des bayerischen Fernsehens.

München geht mit Edinburgh in Schottland eine erste Städtepartnerschaft ein. Es folgen in den nächsten Jahren weitere Partnerschaften mit Verona, Bordeaux, Sapporo, Cincinnati, Kiew und Harare.

1957

Die Bevölkerung der Stadt überschreitet die Millionengrenze.

1972

Inbetriebnahme der U- und S-Bahn, Eröffnung der Fußgängerzone Neuhauser- und Kaufingerstraße.

Die XX. Olympische Sommerspiele finden in München statt. Mit "heiteren Spielen" soll gegen die NS-Selbstdarstellung der Olympischen Spiele von 1936 in Berlin und Garmisch-Partenkirchen ein Signal für Frieden und Völkerverständigung und neue Maßstäbe auch hinsichtlich Organisation und Ausstattung der Wettkampfstätten gesetzt werden. Dieser Gedanke der "heiteren Spiele" wird durch einen Überfall arabischer Attentäter auf die israelische Olympiamannschaft unvermittelt zerstört. Dem Attentat fallen elf israelische Sportler und ein deutscher Polizist zum Opfer. Fünf Palästinenser werden beim Schusswechsel mit der Polizei getötet. 

1974

Eröffnungsspiel und Finale der Fußballweltmeisterschaft in München. 

1980

Bei einem Bombenanschlag auf das Oktoberfest kommen 13 Menschen ums Leben, 218 werden verletzt. Der Attentäter, der ebenfalls stirbt, wird im neonazistischen Umfeld gesucht.

1985

Das Kulturzentrum mit der Philharmonie und anderen Konzertsälen auf dem Gasteig wird eröffnet. Auch das Richard-Strauss-Konservatorium, die Volkshochschule und die Städtischen Bibliotheken haben dort ihren Sitz.

1992

Inbetriebnahme des neuen Großflughafens im Erdinger Moos nördlich von München.

1996

In München wird erstmals über ein Bürgerbegehren abgestimmt. 50,7 Prozent der Wähler sprechen sich für den Bau von drei Straßentunnels aus (geschätzte Kosten: 2 Milliarden DM). Die der Stadt von den Bürgern aufgezwungene Entscheidung führt zu einer Erhöhung der Gewerbesteuer.

1998

Die Neue Messe München in Riem wird eröffnet.

 

20. Jahrhundert

Kurt Eisner
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Menschenansammlung an der Ermordungsstelle Kurt ...

Kurt Eisner war im Februar 1919 auf dem Weg in den Landtag in der heutigen Kardinal-Faulhaber-Straße ermordet worden.

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

Hitler
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Adolf Hilter begrüßt die Ehrenformation vor dem ...

Der Aufmarsch war Teil der Eröffnungsfeierlichkeiten des neuen Ausstellungsgebäudes.

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

Reichspogromnacht
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Zerstörte Schaufenster des Kaufhauses Uhlfelder ...

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

Bombenattentat
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Der Haupteingang zum Oktoberfest nach dem ...

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

 

München im 21. Jahrhundert

2002

Eröffnung der "Pinakothek der Moderne". Das neue MUseum widmet sich der zeitgenössischen Kunst.

2003

25. März: Die Münchner Regisseurin Caroline Link erhält in Los Angeles einen "Oscar" für ihren Film "Nirgendwo in Afrika". Ihr Streifen nach einem autobiografischen Roman von Stephanie Zweig wurde als "bester nicht-englischsprachiger Film" prämiert. Damit ist erstmals seit 23 Jahren wieder ein deutscher Film unter den Gewinnern.

2004

Der von Alt-OB Georg Kronawitter maßgeblich initiierte Bürgerentscheid gegen weitere Hochhäuser in München - Kronawitter spricht von "Vierkantbolzen" - ist erfolgreich. Bei einer Wahlbeteiligung von nur 21,9 Prozent unterstützen 102.000 Wähler (50,8 Prozent) die Forderungen der Initiative "Unser München". Damit dürfen in München für ein Jahr keine Häuser mehr gebaut werden, die höher als 99 Meter sind. Die beiden von der Siemens AG geplanten Hochhäuser (148 und 112 Meter) im neuen Stadtviertel "Isar-Süd" können damit nicht gebaut werden.

Das 1879 vollendete Monumentalgemälde "Monachia" von Carl Theodor von Piloty kehrt nach jahrelanger Restaurierung in den Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses zurück. Es zeigt 128 Münchner Persönlichkeiten (121 Männer und sieben Frauen) aus 700 Jahren Stadtgeschichte.

München ist Schauplatz der IX. Eurogames, eines schwul-lesbisches Sportfestes, an dem 5.000 Sportler und Sportlerinnen aus 47 Ländern teilnehmen.

2005

19. April: Joseph Kardinal Ratzinger wird Papst. Der 78-jährige nimmt den Namen Benedikt XVI. an. Die Wahl ist für München ein besonderer Freudentag, denn mit Kardinal Ratzinger - er ist seit 482 Jahren der erste Deutsche auf dem Stuhl Petri – hat erstmals ein Erzbischof von München-Freising die Papstwürde erlangt. Ratzinger amtierte von 1978 bis zu seiner Berufung zum Präfekt der Glaubenskongregation im Jahr 1981 in München. Die kuriose Schlagzeile der Bild-Zeitung „Wir sind Papst!“ (Bild, 19.4.05) gilt daher in besonderer Weise für die Münchner Gläubigen. Zur „Erinnerung“ an seine Funktion als Erzbischof von München-Freising lässt Benedikt XVI. den Bär des Hl. Korbinian in sein Papstwappen setzen.

19. Mai: "Preopening" der Allianz-Arena: die Alten Herren des FC Bayern München und des TSV 1860 München treten gegeneinander an; das Spiel gewinnen die Sechziger mit 3:2 Toren. Das erste offizielle Fußballspiel findet am 30. Mai statt (TSV 1860 München vs. 1. FC Nürnberg), tags darauf, am 31. Mai, spielt der FC Bayern gegen die deutsche Nationalelf.

28. April:: Eröffnung der Bundesgartenschau (BUGA). Die Gestaltung des 200 Hektar großen Landschaftsparks in Riem, an dessen Stelle bis 1992 der Flughafen Riem in Betrieb war, kostete 65 Mio. Euro.
Die BUGA 05 zieht weit weniger Besucher an als erwartet; auch findet ihr Konzept viele Kritiker.

9. Juni: Das Eröffnungsspiel zur FIFA Fußball-Weltmeisterschaft 2006, bei dem Gastgeber Deutschland gegen Costa Rica spielt, ist der Auftakt zu einer deutschen Fußball-Euphorie noch nie da gewesenen Ausmaßes.

9. September: Papst Benedikt XVI. beginnt in München seinen 6-tägigen Bayern-Besuch.

9. November: Am St. Jakobs-Platz wird die neue Münchner Hauptsynagoge feierlich eröffnet. Damit hat Münchens jüdische Gemeinde 61 Jahre nach Kriegsende wieder einen würdigen Gebetsort im Zentrum der Stadt.

2007

Der Stadtrat stimmt mit nur einer Gegenstimme der Münchner Bewerbung um die Olympischen Winterspiele und Paralympics 2018 zu.

2008

27. März: Der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein verkündet das Aus für den Transrapid: Die rund 37 km lange Strecke zwischen Hauptbahnhof und Flughafen München sei nach neuesten Berechnungen nicht finanzierbar. Ein für den 13. April anberaumtes Münchner Bürgerbegehren, das die Stadt ermächtigen sollte, mit allen Mitteln gegen die Magnetschwebebahn vorzugehen, war damit überflüssig.

13. Juni: Mit einem Festakt in der Philharmonie beginneni die Feierlichkeiten zum 850. Stadtjubiläum Münchens. Höhepunkte sind das Altstadtringfest am 19./20. Juli, das rund 1 Mio. Besucherinnen und Besucher anlockt, sowie das Isarbrückenfest am 1./3. August, bei dem in Erinnerung an den Brückenschlag über die Isar durch Heinrich den Löwen die Isarbrücken zu zentralen Veranstaltungsorten werden.

Münchens älteste kommunale Stiftung, das "Heilig Geist-Spital" wird 800 Jahre alt. Das von Herzog Ludwig dem Kehlheimer gestiftete Spital sollte Lahme, Blinde und an anderen Krankheiten Leidende aufnehmen und versorgen.

 

21. Jahrhundert

Bundesgartenschau
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Der "Garten der Potenzen" auf der BUGA 05

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

Papst Benedikt XVI.
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Papst Benedikt XVI. auf dem Marienplatz, 9. ...

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv

Stadtjubiläum
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850 Jahre München

Eine nächtliche Performance auf dem Odeonsplatz visualisierte Episoden der Münchner Stadtgeschichte. Im Bild: "Stadtgründer" Heinrich der Löwe vor dem sog. Augsburger Schied von 1158; in dieser Urkunde ist München erstmals erwähnt.

 

Quelle: Stadtarchiv MÜnchen (Foto: Huber)

Fußballweltmeisterschaft
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Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft in ...

Eröffnungsfeier der Fußballweltmeisterschaft in der Allianzarena in München, 9. Juni 2006

 

Quelle: Foto: Stadtarchiv