Das Deutsche Theater wurde in seiner ursprünglichen Form zwischen 1894 und 1896 von den Architekten Alexander Blum und Karl Stöhr nach den Entwürfen von Josef Rank im neubarocken Stil als luxuriöser Unterhaltungspalast erbaut.
Der erste bauliche Eingriff in die Bausubstanz erfolgte 1939. Im Bereich des Zuschauerraumes wurden die Einzellogen zu Gunsten einer durchgängigen Bestuhlung umgebaut.
Im März 1943 wurde der Zuschauerraum durch einen Bombeneinschlag völlig zerstört.
Erst im Jahre 1951 begann unter Leitung des Architekten Ludwig Reiber der Wiederaufbau des Theaters. Säulen und Bögen des Zuschauerraumes wurden abgebrochen und der Balkon und Rang wurden frei auskragend konstruiert. Die Gestaltung des Innenraums erfolgte im schlichten Stil der 50er Jahre. Auf die Restaurierung des Stucks wurde verzichtet. Hinter dem Bühnenturm wurde ein Anbau, das heutige Requisitenhaus, für Lager und Werkstätten errichtet. Die gesamte Sanierung mit Erweiterung des "Weißwurstkellers" wurde im Jahre 1960 abgeschlossen. 1966 erfolgte dann die Sanierung der Unterbühne.
Die letztmalige Sanierung des Theaters wurde 1978 bis 1982 durchgeführt.
Die Umbau- und Sanierungsmaßnahmen in den Jahren 1978 bis 1982 konzentrierten sich im Wesentlichen nur auf das Zuschauerhaus und den Gebäudeteil des Silbersaales. Der Gaststättenbau (Vordergebäude zur Schwanthalerstraße) war bis auf wenige Anschlussarbeiten zum Theater nicht Bestandteil der Sanierung.
Auf Grund der während der laufenden Sanierung gewonnenen neuen Erkenntnisse hinsichtlich gravierender Baumängel, wegen Planungsänderungen und zusätzlich benötigter Betriebseinrichtungen sowie ergänzenden Nutzerwünschen erhöhten sich die Baukosten in mehreren Schritten auf zuletzt 54 Millionen Deutsche Mark.
Neben dem eigentlichen Theatergebäude erstreckt sich die Immobilie "Deutsches Theater" auch auf das "Gaststätten- oder Vordergebäude" an der Schwanthalerstraße. Das Anwesen besteht aus den Treppenaufgängen I und II mit Wohnungen, Büros sowie der Theatergaststätte im Erdgeschoss und dem neobarocken Treppenaufgang zum Silbersaal mit dem ebenfalls denkmalgeschützten Barocksaal.
Dieser Teil des Gesamtbaus wurde ebenfalls um die Jahrhundertwende als Wohn- und Geschäftshaus erstellt. Das Anwesen wurde aufgrund von Kriegsschäden und wechselnder Nutzung mehrfach um- und ausgebaut. Ein Anbau der Gaststätte im Erdgeschoss wurde 1939/40 errichtet. Der Ausbau des 4. Obergeschosses im Vordergebäude (Aufgang I) erfolgte circa ab 1951 im Rahmen der Beseitigung von Kriegschäden. Seit seiner Erbauung erfuhr das Gebäude ansonsten keinerlei wesentliche bauliche oder haustechnische Verbesserung.
Im Zuge der Bestandsaufnahme ab 2000 wurden sowohl im Theater als auch im "Gaststättengebäude" in vielen Bereichen gravierende bauliche Mängel festgestellt und zunächst im Rahmen von Sofortmaßnahmen bis 2007 provisorisch gesichert, unter anderem um den Spielbetrieb im Theater zunächst weiter aufrecht erhalten zu können.