Innenausbau und Haustechnik

Stand: März 2012

Anlagen für die Haustechnik

Im Theater, dem Zuschauerraum und dem Bühnenturm sind die Rohbauarbeiten abgeschlossen. Bereits seit einem guten halben Jahr läuft nun der Innenausbau.
Hier wird unter anderem die Veranstaltungstechnik und die so genannte Haustechnik, also Brandschutzeinrichtungen, Lüftung, Heizung, Elektrik und Bühnen eingebaut. Weil diese Vielzahl von Anlagen teilweise auf kleinstem Raum neben- und übereinander untergebracht werden muss, sind diese Arbeiten sehr genau untereinander zu koordinieren.

 
Trockenbau

Dort wo nichts mehr zu installieren ist beginnt der Trockenbau: Decken und Wände werden mit vorgesetzten Wandverkleidungen geschlossen. Im Anschluss daran kann bereits mit Arbeiten wie Malern oder Fliesenlegen begonnen werden.

Auch im Foyer, in den Büros, in den Werkstätten und Künstlergarderoben werden bereits die Wände hergestellt. Türen und Fenster sind an vielen Stellen eingebaut. Damit ist erkennbar, wie die einzelnen Räume später einmal aussehen werden.

 
Fenster im rückwärtigen Parkett und Balkon

Eine Besonderheit stellen die nachgebauten Fenster im rückwärtigen Parkett und dem Balkon dar, die jetzt wieder eine Sichtverbindung auf den Innenhof bilden.

 
Neue Dächer auf Vorder- und Rückgebäude

Auch im so genannten Gaststättengebäude ist das Ende der Rohbauarbeiten in Sicht. Die meisten baulichen Geheimnisse sind jetzt wohl gelüftet. Mit entsprechenden statischen Ertüchtigungsmaßnahmen konnte dieser Altbau bewahrt und stabilisiert werden, so dass jetzt die neuen Dächer auf Vorder- und Rückgebäude gesetzt werden. Um Zeit zu sparen wird in den unteren Stockwerken unter einer provisorischen Wetterabdichtung auch schon am Innenausbau gearbeitet.

 

Neue Dächer und Beginn des Innenausbaus

Stand: Juli 2011

Neue Kupferdächer

Ein weithin sichtbares Zeichen dafür, dass es auf der Baustelle voran geht, sind die noch nagelneu glänzenden Kupferdächer auf dem Zuschauerhaus und dem Bühnenturm.

 
Gaststättengebäude

Während hier die Dächer schon geschlossen sind, wird am sogenannten Gaststättengebäude noch das alte Dach mit seinen Weltkriegsschäden vorsichtig abgebrochen. Dieses in seiner Bausubstanz seit der Erbauung um das Jahr 1897 fast unveränderte Vordergebäude, das später wieder unter anderem Gaststätte und Tanzschule beherbergen soll, leidet an Altersschwäche und vielen teilweise verborgenen Schäden, oft noch aus dem zweiten Weltkrieg. Für diese kleineren und größeren unliebsamen Überraschungen müssen durch die Verantwortlichen immer wieder kurzfristig Lösungen gefunden werden.

 
Zuschauersaal

Im Inneren von Zuschauerhaus und Bühnenturm wird bereits die Haus- und Bühnentechnik eingebaut. Zwischen der tragenden Betondecke des Zuschauerraumes und der später für den Besucherinnen und Besucher sichtbaren abgehängten, architektonisch neu gestalteten Sichtdecke muss eine Unmenge an Technik untergebracht werden. Besonders hier die Lüftungsanlagen, die Veranstaltungstechnik, Sprinklerleitungen und jede Menge Elektrik unterzubringen, ist eine planerische und organisatorische Meisterleistung.

Auch im Foyer tut sich was. Mittlerweile sind die großzügige Öffnung in die zukünftige Kellerlounge mit der neuen Treppe und ein neuer, behindertengerechter Glasaufzug von der Kellerlounge über Foyer, Parkett bis in den ersten Rang im Rohbau fertig gestellt.

 
Requisitenhaus

Hinter dem Bühnenturm steht bereits wieder das neue Requisitenhaus, in dem jetzt ebenfalls mit dem Ausbau der Haustechnik begonnen wird.

Je mehr Firmen nun auf der Baustelle arbeiten, desto enger und komplizierter werden Organisation und Koordination. Um die zunehmenden Lieferungen an benötigten Baumaterialien überhaupt bewältigen zu können, wurde an der Schwanthalerstraße ein langer Parkstreifen als Anlieferzone reserviert.

 

Fundamentertüchtigung und Verstärkung der Fahrstraße

Stand: Dezember 2010

Baustelle aus der Vogelperspektive

Auf einer der derzeit wohl komplexesten Baustellen Münchens geht es stetig voran. Trotz einer Vielzahl von zu lösenden Fragen und einer Reihe von nicht vorhersehbaren Situationen in der Altbausubstanz, schaffen es Planer, Bauleitung und Baufirmen immer wieder, die Aufgaben kurzfristig abzuarbeiten und den Baufortschritt zu sichern.

 
Neue Dachkonstruktion

Nachdem die beiden alten Dächer Stück für Stück zurückgebaut worden sind, tragen Zuschauerraum und Bühnenturm jetzt bereits ihre neue Dachkonstruktion und konnten damit gerade noch rechtzeitig vor dem frühen Wintereinbruch abgedichtet werden.

 
statisches Aussteifungsgerüst

Der Bereich des Requisitenhauses ist jetzt nach aufwändigem, kleinteiligem Abbruch zwischen Bühnenturm und Nachbarbebauung bereit zur Wiedererrichtung. Die entstandene Baulücke wird zur Sicherung der angrenzenden Gebäude von einem statischen Aussteifungsgerüst überspannt. Derzeit wird die Bodenplatte zum betonieren vorbereitet und bewehrt.

 
Erneuerung der Fundamente und Stützenfüße

Im Kellerbereich unter dem Zuschauerhaus wurden die zehn Hauptstützen aufwändig ertüchtigt. Dazu mussten die Betonpfeiler in einem komplizierten und genauestens festgelegten Ablauf behelfsmäßig auf Stahlböcke umgelastet werden, damit direkt unterhalb die Fundamente und Stützenfüße erneuert werden konnten. Auch diese Maßnahmen sind mittlerweile erfolgreich abgeschlossen.

 
Lagerplatz für Baumaterial und Maschinen

Die Ertüchtigung der Fahrstraße ist ebenso abgeschlossen, wie die Erstellung der neuen Kellerdecken im vorderen Hofbereich. Diese Flächen müssen jetzt erst einmal als Lagerplatz für Baumaterial und Maschinen herhalten, weil jeder verfügbare Quadratmeter auf der engen Baustelle genutzt werden muss.
Nachdem die Rohbauarbeiten vorangehen, können jetzt auch die ersten Firmen mit dem Einbau der Haustechnik wie zum Beispiel den Lüftungsaggregaten und ersten Kabeltrassen beginnen.

 

Baustellenbegehung im August 2010


Die städtische Besitzgesellschaft des Deutschen Theaters lud am 06.08.2010 den "Freundeskreis" zu einem zweiten Rundgang auf der Baustelle ein.

 

 

Die Rohbauarbeiten laufen auf vollen Touren

Stand: Mai 2010

Raumgerüst

An allen Ecken und Enden wird gearbeitet. Die Rohbauarbeiten zur Sanierung laufen auf vollen Touren.

Im Bühnenturm, dem Zuschauerraum und auch in der Gaststätte sorgen sogenannte Raumgerüste für die notwendige Stabilität der erhaltenswerten alten Bausubstanz, während die statischen Ertüchtigungen ausgeführt werden.

Dazu werden alte Bauelemente Zug um Zug gegen Neue ausgetauscht oder durch "Mäntel oder Korsetts" aus Stahlbeton verstärkt.

 
Fundamentverstärkung

Um die neuen und teilweise höheren Lasten der ertüchtigten Bauteile – zum Beispiel auch der zu erneuernden Dächer von Zuschauerraum und Bühnenturm aufnehmen zu können – werden Fundamente verstärkt.

 
Bewehrungen
 
Abbruch des Gaststättenanbaus

Im Theaterhof wurde durch den Abbruch des eingeschossigen Gaststättenanbaus mehr Platz für die zukünftige Gaststättenterrasse geschaffen.

 

Baustellenbegehung im Februar 2010


Die städtische Besitzgesellschaft des Deutschen Theaters lud am 03.02.2010 den "Freundeskreis" zu einem Rundgang auf der Baustelle ein.

 

Der Rohbau hat begonnen!

Stand: Dezember 2009

Zuschauersaal

Noch rechtzeitig vor den Weihnachtsferien und genau nach Terminplan wurde im Theater mit den Rohbauarbeiten begonnen.

Das Ausräumen und Entfernen der Wandverkleidungen sowie der Haustechnik, z.B. Lüftungskanäle oder Elektrotrassen ist nun abgeschlossen. Foyer und Zuschauerraum zeigen sich derzeit in einem völlig ungewohnten Bild. Das Foyer ohne Bar, Abendkasse oder Garderoben, der Zuschauerraum zurückgebaut und vom Parkett bis zum Dach völlig frei geräumt. Damit sind nun die Voraussetzungen u.a. für die baulichen Ertüchtigungsmaßnahmen der Statik und des Brandschutzes geschaffen.

 
Zufahrt Schwanthalerstraße 23

Die für die Baustellenversorgung wichtige zusätzliche Einfahrt über das Grundstück an der Schwanthalerstraße 23 ist fertig und befahrbar.

Zunächst gilt es den Hofbereich und die Durchfahrt so zu ertüchtigen, dass später im Spielbetrieb die schweren Lastwägen Equipment und Kulissen direkt an die Bühne anliefern können. Dazu wird dort wo der Untergrund nicht unterkellert ist, mit Gabionen und Bohrpfahlwänden ein tragfähiger Unterbau hergestellt. Dort wo die Durchfahrt oder die Hofbereiche unterkellert sind, werden die Decken abgebrochen und auf die Anforderungen ertüchtigt.

 
Faunbrunnen im Innenhof

Der denkmalgeschützte Faunbrunnen im Innenhof muss im Zuge dessen auf komplizierte Weise gesichert werden.

 

Vorbereitende Maßnahmen

Stand: September 2009

Foyerbereich

Für die Mindestsanierung des Deutschen Theaters waren zahlreiche vorbereitende Maßnahmen, wie Bestandsaufnahme, Asbestentsorgung, Umzugs- und Entrümpelungsarbeiten sowie zahlreiche Abbrucharbeiten im Bereich der Haustechnik und der Inneneinrichtung nötig.
So wurde zum Beispiel der komplette Foyerbereich - soweit vorab ohne Eingriff in die Statik möglich - von Inneneinrichtung und veralteten Installationen freigeräumt.
 

 
Zuschauerraum

Auch im Zuschauerraum wurden Verkleidungen, Installationen sowie die Bestuhlung demontiert.

 
Spezialtiefbauarbeiten

Vor Beginn der eigentlichen Rohbaumaßnahmen werden derzeit Spezialtiefbauarbeiten sowie wichtige statische Sicherungsmaßnahmen durchgeführt.

 
zweite Baustellenzufahrt Schwanthalerstraße 23

Um die Zufahrtsmöglichkeiten für den späteren Baustellenbetrieb herzustellen, musste die Zufahrt im Bereich des Haupteingangs zum Gelände des Deutschen Theaters für die schweren Baustellenfahrzeuge statisch ertüchtigt werden.
Aufgrund der äußerst beengten Baustellenverhältnisse war es zudem nötig, eine zweite Baustellenzufahrt zu schaffen. Dies konnte durch den Abbruch des Gebäudes in der Schwanthalerstraße 23 - welches ohnehin einen sehr schlechten Bauzustand aufwies und sich zudem im Besitz der Bauherrin befindet - erreicht werden. Nach Fertigstellung der Maßnahmen am Theater selbst soll dieses Gebäude wieder errichtet werden.

 
Alte Bausubstanz

Im Zuge der vorab durchgeführten Bestandsaufnahmen sowie der sonstigen vorgezogenen Abbruchmaßnahmen im Innenbereich wurde deutlich, dass die Bausubstanz in der Vergangenheit stark strapaziert wurde, so dass nun derzeit auch die Schadensbeseitigung in diesen Bereichen stattfindet.

 

Sowohl für die bisher durchgeführten Arbeiten wie auch für die Hauptsanierungsmaßnahmen liegen nunmehr alle Baugenehmigungen vor. Hierfür waren zahlreiche Abstimmungen mit den Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden erforderlich - unter anderem mit der Branddirektion oder den Denkmalschutzbehörden.

Ein derart anspruchsvolles Projekt benötigt einen umfassenden Planungsstab, der sich zusammen mit dem Bauherrn u.a. aus Projektsteuerung, dem Architekten, dem Tragwerksplaner, den Fachplanern für die haustechnischen Gewerke, die Veranstaltungs-, Förder-, Küchentechnik sowie den Spezialtiefbau zusammensetzt. Darüber hinaus müssen auch die Dienste von Beratern und Gutachtern unter anderem in den Bereichen des Brand-, Schall- und Wärmeschutzes, der Denkmalpflege, der Akustik sowie Vermessungsingenieure in Anspruch genommen werden.
Die oben beschriebenen vorbereitenden Maßnahmen sollen in den nächsten Monaten abgeschlossen werden, so dass noch in diesem Jahr mit den eigentlichen Rohbauarbeiten begonnen werden kann.