(02.08.12) Auf dem Viktualienmarkt stehen – wie bekannt - in den nächsten Jahren umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an, um den gesamten Markt, dessen Gebäude zum Großteil noch aus den Nachkriegsjahren stammen, modernen Anforderungen an Hygiene, Brandschutz, Präsentation und Schutz der Waren, Arbeits- und Gesundheitsschutz, Logistik und Infrastruktur anzupassen und für die Zukunft fit zu machen. Dieses Projekt wird bei den Markthallen München, einem Eigenbetrieb des städtischen Kommunalreferates, koordiniert. Das Kommunalreferat wird bei der Sanierung - wie schon mehrfach betont – besonders darauf achten, trotz aller notwendigen Modernisierungen den einmaligen Charakter des Viktualienmarktes auch zukünftig zu erhalten. Mit Beginn der Arbeiten ist nicht vor 2014 zu rechnen.
Voruntersuchungen durch die Branddirektion München und den TÜV Süd haben jedoch gezeigt, dass in den Kellerbereichen der so genannten „Metzgerzeile“ am Petersbergl und der Abteilung V an der Heiliggeistkirche Probleme im Bereich des Brandschutzes bestehen, deren Beseitigung keinen weiteren Aufschub mehr duldet.
Mit der Sanierung und Durchführung der Brandschutzmaßnahmen, die voraussichtlich am 8. Oktober diesen Jahres beginnen, haben die Markthallen München das städtische Baureferat beauftragt. Die anstehenden Arbeiten umfassen vor allem die Erneuerung von Lüftungsanlagen und Elektroinstallationen, sowie Maßnahmen zur Optimierung von Flucht- und Rettungswegen.
Die Sofortmaßnahmen werden während des laufenden Marktbetriebes durchgeführt. Die eigentlichen Arbeiten finden zwar ausschließlich in den Kellern statt. Dennoch muss der Bereich zwischen Altem Peter und der Terrasse des Café Rischart für Fußgänger gesperrt werden. Auch in der Abteilung V werden an zwei Stellen Baustelleneinrichtungen platziert, die ebenfalls zu Einschränkungen für Marktbesucher führen können. Zudem ist punktuell mit Baustellenverkehr zu rechnen.
Das Baureferat und das Kommunalreferat sind intensiv bemüht, die von der Baustelle ausgehenden Beeinträchtigungen – vor allem auch für die betroffenen Markthändler – so gering wie möglich zu halten.
Im Juni 2013 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Die Sanierungskosten von kalkulierten 2,3 Millionen Euro sind von den Markthallen München zu tragen.