Der Karlshof wurde zusammen mit dem Schloss Ismaning und dem Gut Zengermoos 1899 erworben. Das Schloss ging 1919 an die Gemeinde Ismaning. Der Peterhof wurde 1978 mit 320 Hektar an die Flughafen München Gesellschaft verkauft. Die vorhandenen Räumlichkeiten und das freundliche Umfeld nutzen verschiedene städtische Referate für Seminare und Fortbildungsveranstaltungen.
Im Winter 1999 wurde eine Biogasanlage in Betrieb genommen. Sie wurde im Jahr 2009 von 140 Kilowatt auf 420 Kilowatt elektrischer Leistung erweitert und soll in 2012 auf 530 Kilowatt ausgebaut werden. In der Anlage werden organische Stoffe (Mist, Gülle, Mais, Gras) unter Luftabschluss von Bakterien in Biogas umgewandelt. Dies ist ein Gasgemisch, das zu 55 Prozent aus Methan (Erdgasbestandteil) besteht und in sogenannten Blockheizkraftwerken verbrannt wird, wobei Strom und Wärme entsteht. Die Wärme wird zur Beheizung der Gutsgebäude genutzt, der Strom ins öffentliche Netz gespeist. Es werden jährlich rund 3.400.000 Kilowatttstunden Strom erzeugt und somit circa 1.700 Tonnen Kohlendioxid eingespart.
Das Gut hält circa 550 Mastochsen, an die die Schlempe aus der Brennerei Großlappen verfüttert wird und eine kleine Schafherde. 1986 wurde die Rindviehhaltung von Bullenmast auf die extensive Ochsenmast umgestellt. Die Vermarktung des Ochsenfleisches erfolgt unter anderem ab Hof, über die Ochsenbraterei auf dem Oktoberfest und über die alteingessene Münchner Metzgerei Vinzenz-Murr. Die Tiere werden am Münchner Schlachthof geschlachtet. Die Ochsenstallungen wurden in den Jahren 2000 bis 2002 im Sinne artgerechter Tierhaltung umgestaltet und um Liegebuchten und Laufhöfe erweitert.
In der pflanzlichen Produktion steht die Erzeugung von Getreide und Silomais als Futter für die Ochsen und für die Biogasanlage im Vordergrund. Am Gut Karlshof befindet sich eine Getreidereinigungs- und Trocknungsanlage sowie großzügige Lagermöglichkeiten für Getreide und andere Körnerfrüchte.
Das Gut Karlshof ist nach EMAS zertifiziert.
Fläche (in Hektar)
Gesamtfläche: 346
verpachtet: 37
Betriebsfläche: 309
Nutzung (in Hektar)
Acker: 254
Grünland: 18
Wald: 12
sonstiges: 25
Fruchtfolge
Silomais -Wintergetreide - Sommergetreide/Ackerbohnen