In alphabetischer Reihenfolge
Iskra Blagoeva (Bulgarien)
1978 in Sofia geboren, studierte Iskra Blagoeva sowohl Textildesign als auch Malerei. Sie hat sich auf die figurative und surrealistische Malerei spezialisiert und bereits mehrere Preise erhalten, so im Jahr 2010 den 1. Preis des europäischen Zentrums für Kultur und Debatten in Belgrad.
Ihre Werke befassen sich vor allem mit dem Thema Stilleben und dessen verschiedenen Interpretations- und Übersetzungsmöglichkeiten.
Iskra Blagoeva hat an zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen sowohl in ihrer Heimatstadt Sofia als auch in Wien teilgenommen. Im März 2011 war sie zudem im Haus der Kunst München in der Gruppenausstellung „tierisch“ zu sehen.
Dass eine große Familie ein gutes Training für einen Theater- und Performancekünstler sein kann, z.B. um eine laute, kräftige Stimme und drohende Blicke zu üben, hat der 1983 in Zimbabwe geborene Denton Chikura am eigenen Leib erfahren. Schon in der Schule spielte er leidenschaftlich gern Theater, hielt öffentliche, preisgekrönte Reden und machte Musik. Er ist der geborene Entertainer, liebt das Publikum und ist als Comedian ebenso wie in ernsthaften Theaterstücken unterwegs.
Er ist Teil der „Two Gents Production“, eine „cross cultural theater company“ in London (www.twogentsproductions.com) und wurde für das Projekt „Spoken Wor(l)ds“ eingeladen, das in Kooperation mit der Münchner Künstlerin Tomma Golonska im Sommer 2012 Ergebnisse dieser Zusammenarbeit präsentiert.
Juana Córdova (Ecuador)
1973 in Cuenca / Ecuador geboren, besuchte sie die dortige Schule für bildende Kunst und bekam im Jahr 2000 in Quito den begehrten Premio Paris. Als Dozentin für unkonventionelle Kunst und für Kunsttechniken hat sie in Ecuador an diversen Institutionen gelehrt und an zahlreichen Einzel- und Gruppen-Ausstellungen in ihrem Heimatland teilgenommen.
Ihre Arbeit „Quina“ (2011) über den Chinarindenbaum, der ursprünglich nur in den Wälder der Anden wuchs und nicht zuletzt durch Alexander von Humboldt für seine medizinischen Heilkräfte als Mittel gegen Malaria bekannt gemacht wurde, ist symptomatisch für ihre Arbeitsweise. Juana Córdova nimmt nicht nur künstlerisch Bezug auf die Gestalt des Baumes und seine Blüten und Blätter, sondern thematisiert gleichzeitig fragwürdige kolonialistische Machenschaften bei der Ausbeutung der Bestände. Juana Córdova wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.
Regina Dalkalacheva (Bulgarien)
1964 in Sofia geboren, lehrt Regina Dalkalacheva seit 1992 als Professorin an der nationalen Kunstakademie in ihrer Heimatstadt im Bereich Buchkunst und Illustration. Seit Abschluß ihres Studiums an dieser Akademie arbeitet sie außerdem als Illustratorin und Buchdesignerin, war 1997 als Meisterschülerin in Wien an der Hochschule für Angewandte Kunst im Fachbereich „Werbung und visuelle Kommunikation“ sowie 1998 als Stipendiatin der Internationalen Jugendbibliothek in München. 1998 bekam sie außerdem eine Auszeichnung der Unesco für Minderheitenrechte für ihre Illustrationen und das Buchdesign einer ganzen Serie von Lehr-, Sprach- und Märchenbücher: „Roma (Zigeuner-) Märchen“.
Regina Dalkalacheva hat an zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland mitgewirkt. So waren ihre Arbeiten zuletzt zu sehen in der Gedok-Galerie München, wofür die Künstlerin als artist in residence im Münchner Ebenböck-Haus zu Gast war.
Femmie Duiven (Holland)
Aufgewachsen in einem kleinen Dorf auf einem Bauernhof hat die 1949 geborene Künstlerin sich später ihre Sehnsucht nach der großen weiten Welt durch ausgiebige Reisen erfüllt und von dort wichtige Eindrücke für ihre künstlerische Arbeit mitgenommen. Ausgebildet wurde Femmie Duiven an der Gerrit Rietveld Akademie in Amsterdam (1989-1993). Seitdem hat sie an vielen Ausstellungen in den Niederlanden und in Deutschland ihre Arbeiten gezeigt. Im März 2012 war sie beispielsweise in der whiteBOX in München in der Gruppenausstellung „raumlabor. skulpturale anordnungen“ mit einer Installation vertreten.
Seit 2003 hat sich die Künstlerin auch kunstpädagogischen Projekten und Videoarbeiten zugewendet und endlich auch ihren großen Wunsch nach Reisen erfüllt. So war Femmie Duiven seither mehrfach bei nomadischen Kulturen in der nordafrikanischen Wüste, wo sie vor allem die Leere der Landschaft, aber auch der harte Kampf ums Überleben der Menschen dort beeindruckte. Diese Erfahrung wird sich in ihrer Ausstellung widerspiegeln, die die Künstlerin zusammen mit der Münchner Bildhauerin Nicole Frenzel im Mai 2012 im Kunstpavillon am alten botanischen Garten in München zeigen wird. www.femmieduiven.nl
Calvin Dondo wurde 1963 in Zimbabwe geboren. Von 1985 bis 1988 studierte er Fotografie am Bulawayo Polytechnic College in Harare. Seitdem arbeitet Dondo als freischaffender Fotograf und Kurator und gibt selbst Kurse und Workshops in Fotografie.
Seine Arbeiten wurden sowohl regional als auch international veröffentlicht (Le Figaro, Time Magazine USA, The Observer UK, NZZ Schweiz). Er gehört zu den renommierten Fotografen Afrikas und gewann zahlreiche Preise, so 2007 den Grand Prix in der Bamako Biennale in Mali.
Auf der Biennale in Venedig 2011 war Dondo mit Bildern aus seinem Zyklus „New German Families“ vertreten, die erstmals 2008 im Kulturreferat München gezeigt wurden und die teilweise während seines ersten Aufenthalts in der Villa Waldberta 2006 entstanden sind. In der Veranstaltungsreihe des Kulturreferats „Tradition und andere Erfindungen“, die von Dezember 2011 bis März 2012 die vielfältigen und spannenden Facetten zimbabwischer zeitgenössischer Kunst und Kultur aufzeigt, zeigt Calvin Dondo in der Glashalle des Gasteig seine Fotografie-Ausstellung “Mhanduwe – Freundschaft“.
Lucía Falconí (Ecuador)
Eine Kritikerin schrieb über die 1962 in Ecuador geborene, in Europa ausgebildete Künstlerin anläßlich einer Ausstellung euphorisch: „Lucía Falconís ergreifende Objekte sind sowohl kühn als auch schüchtern, üppig und verhalten, kraftvoll und sensibel. Ihre Vielseitigkeit spiegelt sich in verschiedenen Materialien, ganz unterschiedlichen Dimensionen, komplexen und arbeitsaufwendigen Prozessen, oder auch spontanen Gesten wieder. Sie sind von einer überraschenden Natürlichkeit, von Geschicklichkeit und intellektueller Erlesenheit geprägt“.
Von 2000-2007 studierte Lucía Falconí an der Kunstakademie in München, bekam 2002 den Ehrenpreis der Dannerstiftung, wurde 2004 zur Meisterschülerin ernannt, erhielt 2007 die Auszeichnung als beste Absolventin der Kunstakademie und gleichzeitig sowohl das Projektstipendium der Stadt München als auch eine Atelierförderung der Regierung von Oberbayern. Seit 2010 ist sie in der Atelierförderung der Stadt München aufgenommen. In München war sie in den großen Jahres- und Kunstausstellungen der Kunstakademie 2005 und 2006 ebenso zu sehen, wie 2009 und 2010 in Ausstellungen der Platform3.
Auf Initiative von Lucía Falconí und der Münchner Künstlerin Monika Humm entstand das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito, der in enger Zusammenarbeit mit Künstlern aus München stattfindet und im März 2012 mit einer Ausstellung in der Galerie der Künstler beginnt, um 2013 mit einer Gegeneinladung nach Ecuador fortgeführt zu werden.
Diana Iwanowa (Bulgarien)
Die Schwerpunkte der Journalistin, Dokumentarfilmerin und Kulturmanagerin sind die postkommunistische Erinnerung und das Geschichtenerzählen. Dafür hat sie 2005 den europäischen Journalistenpreis in Wien bekommen für ihren Essay „Hello melancholy“. Momentan macht sie an der Sigmund-Freund-Universität in Wien ihre Doktorarbeit über bulgarische Frauen, die als Gastarbeiterinnen nach Italien gehen, während ihre Männer zuhause bei den Kindern bleiben.
Außerdem ist sie Projektmanagerin des internationalen Festivals Goatmilk im Nordwesten Bulgariens, bei dem es vor allem um persönliches und kollektives Erinnern geht (www.novakultura.org). Sie hat mehrere Kurzfilme und Bücher geschrieben, u.a. über ihre Recherchen in Kuba, und sitzt derzeit an Nachforschungen über Radio Free Europe, das in den Nachkriegsjahren von München aus eine wichtige Rolle im Kalten Krieg gespielt hat. Die Einladung erfolgte auf Initiative der Künstlerinnenvereinigung Gedok München.
In Quito 1980 geboren, studierte Nico Kingman zunächst an der renommierten Andy-Goldstein-Schule für kreative Fotografie in Argentinien und ist seitdem als viel beschäftigter Fotograf sowohl im kommerziellen (Werbung, Touristik) als auch im künstlerischen Bereich tätig. Als Graphikdesigner hat er bei mehreren Buch- und Zeitschriftenprojekten maßgeblich mitgewirkt. 2009 bekam er vom ecuadorianischen Kultusministerium für sein Fotoprojekt „Cordillera del Cóndor“ ein Arbeitsstipendium und stellte sowohl in seinem Heimatland als auch in Malaysia und Indien seine Bilder aus. Nicolás Kingman wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.
Sonia Kovatcheva (Bulgarien)
Sonia Kovatcheva wurde 1974 in Sofia geboren, wo sie 1999 an der nationalen Kunstakademie ihr Studium mit Hauptfach „Textil“ abgeschlossen hat. Ihre Doktorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema „Handdrucktechniken im textilen Bereich“. Sie hat sich dadurch detailliertes Wissen über verschiedene Textiltechniken und –technologien angeeignet und ist vor allem an deren Umsetzung in der zeitgenössischen Kunst interessiert. Neben diesem kreativen Schwerpunkt ist die bildende Künstlerin zudem in den Bereichen Malerei, Graphik, Photographie und Installation tätig. Ihre Werke waren in Einzel- und Gruppenausstellungen sowohl in ihrem Heimatland Bulgarien als auch in weiteren Ländern wie Frankreich, Polen, England und Serbien zu sehen.
Fabiano Kueva (Ecuador)
Der 1972 in Quito geborene Künstler studierte sowohl Soziologie als auch Videokunst. Er hat sich spezialisiert auf Radio-Hörspiele und dafür schon eine ganze Reihe von Preisen erhalten, so im Jahr 2000 den 1. Preis bei der Lateinamerikanischen Radiobiennale in Mexiko, deren Jurymitglied er seit 2002 auch ist.
2010 bekam er vom ecuadorianischen Kulturministerium das Nationalstipendium für Kulturproduktion und im selben Jahr von der Prinz-Claus-Stiftung ein Stipendium für ecuadorianische Dichtung. Er hat in zahlreichen Ausstellungen, Symposien und Klangfestivals im In- und Ausland teilgenommen und ist mittlerweile ein gefragter Klangkünstler. Fabiano Kueva wurde eingeladen für das Projekt PANGAEA – ein künstlerischer Austausch zwischen München und Quito.
Tamara Moyzes (Slowakei und Tschechien)
Geboren 1975 in Bratislava, studierte die Künstlerin in Tel Aviv, Jerusalem und Bratislava an Kunstakademien. 2005 machte sie ihren Abschluss in Neue Medien an der Akademie der Bildenden Künste in Prag, wo sie heute noch lebt und sich in mehreren Einzelvorstellungen präsentiert hat. Ihre letzte Gruppenausstellung war in Berlin im Kunstquartier Bethanien als Teil der Schau über die Roma: „Reconsidering Roma – Aspects of Roma and Sinti Life in Contemporary Art“. Ihre Arbeiten waren aber auch schon in Thailand, Großbritannien, Israel, den USA, Polen, Österreich, Italien und China zu sehen. Tamara Moyzes arbeitet vor allem mit Videos, die nicht selten engagiert und verstörend Stellung nehmen zu gesellschaftspolitischen Themen. www.tamaramoyzes.info
Tamara Moyzes ist eingeladen für die umfangreiche Veranstaltungsreihe „Stimmen der Roma – Aufbruch, Kunst und Aktivismus“, die von der Münchner Stadtbibliothek, der Münchner Volkshochschule und dem Tschechischen Zentrum im April-Mai 2012 an verschiedenen Orten stattfindet.www.romastimmen.de
Er ist Schauspieler mit Leib und Seele und reißt das Publikum immer wieder zu Beifallsstürmen hin. Seine Workshops, Lesungen und Projekte, über die er sich seit Jahren mit der Migration aus Zimbabwe beschäftigt, haben ihn und seine performativen Fähigkeiten geformt. Tonderai Munyevu schreibt auch; so ist sein Buch Kanjani eine poetische Meditation darüber, welche körperlichen Auswirkungen die Entfremdungsprozesse in migrantischen Gemeinden mit sich bringen.
Der Performer ist Teil der „Two Gents Production“, eine „cross cultural theater company“ in London (www.twogentsproductions.com) und wurde für das Projekt „Spoken Wor(l)ds“ eingeladen, das in Kooperation mit der Münchner Künstlerin Tomma Golonska und der Spielstätte „Schwere Reiter“ versuchen will, aus den performativen Potentialen verschiedener Kulturen Material für neue Spieltechniken und Erzählformen zu gewinnen. Die Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit mit Münchner Künstlern wird im Sommer 2012 im Haus der Kunst gezeigt.
Itai Nyama (Zimbabwe)
Itai Nyama wurde 1975 geboren. Er wuchs in einer ländlichen Gegend im Mhondoro-Distrikt in Zimbabwe auf. Seine außergewöhnliche künstlerische Begabung zeigte sich schon während seiner Schulzeit. Seine künstlerischen Arbeiten erregten immer wieder die Aufmerksamkeit der Lehrer. Durch einen glücklichen Zufall traf er den berühmten und etablierten Bildhauer Joseph Muzondo, der ihn als Assistenten einstellte. Nach vier Jahren harter und gründlicher Ausbildung verließ Itai Nyama seinen Lehrmeister. Mit anderen jungen Künstlern gründete er das Art Peace Project und begann im Mabvuku Art Centre vor den Toren Harares zu arbeiten. In der kleinen Künstlerkolonie entwickelte er seinen eigenen unverwechselbaren Stil, den er als „Open Mind“ bezeichnet.
2004 gewann Itai Nyama unter 97 Bewerbern den 2. Preis beim Wettbewerb um den „Kristin-Diehl-Sculpture-Prize“. Er wird zur Förderung junger Bildhauer verliehen und steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Botschaft in Harare. Der Wettbewerb inspirierte ihn zur Weiterentwicklung seiner künstlerischen Arbeit. Er versucht nun das Unmögliche möglich zu machen: die Schwerkraft des Steines durch eine fast papierdünne Bearbeitung aufzuheben.
Itai Nyama ist eingeladen für die Veranstaltungsreihe „Tradition und andere Erfindungen“, die von Dezember 2011 bis März 2012 die vielfältigen und spannenden Facetten zimbabwischer zeitgenössischer Kunst und Kultur aufzeigt. Seinen feinen Skulpturen sind beispielsweise zu sehen in der Gruppen-Ausstellung „Stein. Impulse. Kontraste“, die sich mit 50 Jahren Steinbildhauerer in Zimbabwe beschäftigt.
Outspoken (Zimbabwe)
Outspoken ist einer der einflussreichsten und impulsivsten Spoken Word Poeten und Rapper in Zimbabwe. Unerschrocken weist der 1983 in Harare als Tongai Leslie Makawa geborene Musiker in seinen Texten auf Missstände hin und unterzieht sein Land einer bissigen lyrischen Kritik. Als Gründungsmitglied des Magamba Cultural Activist Network, einer Initiative, die urbane Kunst als Sprachrohr für gesellschaftlichen Wandel benutzt, organisiert er regelmäßig Workshops für Jugendliche in und um Harare, ob als Solo-Künstler, Frontmann der zimbabwischen Band 'Outspoken and The Essence', die Reggae, HipHop, Soul und Rock mit urbanen Rhythmen aus dem südlichen Afrika fusioniert, oder als Rapper des HipHop Duos 'Dialectrik Blue':
Kooperations- und Austauschprojekte in Zusammenarbeit mit The British Council, der Zimbabwe-German Society oder dem New Yorker Musiklabel Nomadic Wax brachten ihn mehrfach nach Europa und in die USA. So stand er im Rahmen seiner US Tour 2009 beim Trinity HipHop Festival zusammen mit Musikgrößen wie K'naan auf der Bühne und gab im Juli 2011 im legendären Nuyorican Poets Cafe, das seit den 1970er Jahren als Dreh- und Angelpunkt der Performance-Poetry des Big Apple fungiert, seine Dichtkunst zum besten. Mehr unter http://outspokenthahumbleneophyte.com. Outspoken ist eingeladen für die Veranstaltungsreihe „Tradition und andere Erfindungen. Zeitgenössische Kunst in Zimbabwe“.
Elena Panayotova (Bulgarien)
Die akademische Malerin (Abschluss 1989 an der nationalen Kunstakademie in Sofia) wurde 1964 in Sofia geboren, wo sie heute noch lebt und arbeitet, u.a. als Kuratorin für die bulgarische Künstlervereinigung. Ihre Werke waren im In- und Ausland zu sehen, so u.a. in Frankreich, Slowenien, Indien, Polen, Norwegen und Österreich. In Deutschland hat sie zuletzt – gemeinsam mit Regina Dalkalacheva – 2011 in der Pasinger Fabrik ihre Werke gezeigt und war als artist in residence im Münchner Ebenböck-Haus zu Gast. Sie wird einige neue Werke im April 2012 ein weiteres Mal in der Pasinger Fabrik zeigen. Die Einladung in die Villa Waldberta erfolgte auf Initiative der Künstlerinnenvereinigung Gedok München.
Zafer Şenocak (Deutschland)
1961 in Ankara geboren, wuchs Zafer Şenocak in Istanbul und München auf und lebt seit 1989 in Berlin. Er debütierte mit Gedichten, schrieb mehrere Romane in deutscher und türkischer Sprache, sowie Essays über bruchstückhafte Identitäten und kulturelle Risse. Seine letzte Publikation „Deutschsein - Eine Aufklärungsschrift“ erschien in diesem Jahr bei der Edition Körber-Stiftung.
Zafer Şenocak ist vielfältig mit der Münchner Kulturszene vernetzt. Seit 2009 besteht die LYRIKOASE im Alten Hof München als Plattform für junge Lyriker/Innen. Dort wurden zusammen mit dem Verein DÜKKAN Workshops mit Jugendlichen durchgeführt. Zafer Şenocak war daran sowohl als Dichter als auch als Berater für die Auswahl der türkischen Lyriker und ihrer Gedichte beteiligt. Mit dem Münchner Theatermacher und Autor Berkan Karpat verbindet ihn eine lange künstlerische Zusammenarbeit, die während seines Aufenthaltes in der Villa Waldberta fortgeführt wird.
Die Herausforderung, immer wieder eine Brücke zwischen Bulgarien und Bayern zu schlagen, hat das künstlerische, berufliche und private Leben der 1983 in Bulgarien geborenen Künstlerin in den letzten Jahren geprägt. Sie hat 2006 ihr Diplom in Wandmalerei an der Universität ihrer Heimatstadt Veliko Tarnovo gemacht und mit Hilfe eines DAAD-Kunststipendiums von 2006-2008 ein Aufbaustudium an der Münchner Kunstakademie absolviert.
Die ausgewählte Fachrichtung „Bildnerisches Gestalten und Therapie“ führte Anastasiya Tonkova weit über den kreativen Schaffensprozeß hinaus hin zur Kunst als Lebenseinstellung. Und so hat sie u.a. als Kunst- und Bewegungstherapeutin in einem bulgarischen Psychiatriekrankenhaus gearbeitet. Heute ist sie als Assistentin am Lehrstuhl Wandmalerie an ihrer Heimat-Universität tätig. Während ihres Aufenthalts in der Villa Waldberta möchte sie ein Projekt über WACHStum verwirklichen. Es geht dabei um Bienenwachsprodukte, aus denen die Künstlerin Objekte und Malereien generieren möchte. Die Einladung erfolgte auf Initiative der Künstlerinnenvereinigung Gedok München.
Der 1967 in Coburg geborene Schriftsteller (Lyrik, Dramatik, Prosa) lebt als freier Autor in Ankara und Berlin. Seit April 2011 moderiert er (gemeinsam mit Nico Sandfuchs) eine regelmäßige Reihe von Literaturgesprächen im Goethe-Institut Ankara. Er erhielt etliche literarische Auszeichnungen, so 2009 das sechsmonatige Istanbul-Stipendium der Kunststiftung NRW. Er publizierte mehrere Bücher, zuletzt erschien 2011 sein Gedichtband "flugschau" im [SIC] – Literaturverlag (Zürich / Aachen).
Seit 2003 arbeitet Achim Wagner als Librettist mit der Münchner Komponistin Helga Pogatschar zusammen und war deswegen 2006 für die Erstellung des Librettos für die Oper „Peep“ schon einmal Gast in der Villa Waldberta. Diese Zusammenarbeit findet für die Video-Oper „mystery – mach dir kein bild“ eine Fortsetzung. „mystery – mach dir kein bild“ wird im Mai 2012 auf der 13. Münchener Biennale, dem internationalen Festival für neues Musiktheater, uraufgeführt.
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