„Jeder gesunde Mensch kann leicht zwei Tage ohne Nahrung leben – ohne Poesie – niemals!“ (Baudelaire, 1846)
Die Stiftung Lyrik Kabinett will der Poesie quer durch alle Zeiten und Nationalliteraturen ein beständiges Forum zur Verfügung stellen. Sie unterhält eine Bibliothek (mit derzeit 45.000 Medien) und veranstaltet regelmäßig Lesungen, die es allen Interessierten ermöglichen sollen, die Schönheit und Faszination der poetischen Sprache – der Muttersprache des Menschengeschlechts (J. G. Hamann) – in ihren vielfältigen Ausdrucksmöglichkeiten sowie in ihrem Kommunikationspotential für sich zu entdecken und sich daran zu freuen.
Die Lyrikbibliothek ist eine öffentliche Präsenz-Bibliothek. Sie sammelt Lyrik aller Zeiten und Sprachen: deutschsprachige Gedichtbände bzw. Übersetzungen aus der ganzen lyrischen Weltliteratur, ein- oder mehrsprachig, sowie poetologische Texte; Lyrikbände in den Originalsprachen, vor allem in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch; im Buchhandel nicht mehr lieferbare, antiquarische Bücher; Erstausgaben, illustrierte und bibliophile Bände sowie Künstlerbücher mit einem Bezug zur Poesie; ausgewählte Sekundär- und Referenzliteratur.
Die Lesungen (ca. 50 pro Jahr) bieten lebenden Autoren eine Möglichkeit, aus ihrem Werk zu lesen, oder gelten "lebendig gebliebenen" Dichtern vergangener Jahrhunderte. Nahezu alle international wichtigen Dichter der Gegenwart waren hier bereits zu Gast; historisch reicht das Spektrum der Poesie, die in solchen Lesungen zu erleben war, vom Gilgamesh-Epos bis zu noch unentdeckten zeitgenössischen Stimmen.
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