Am 21. Juli 2013, 6.00 bis 10.00 Uhr
Foto: Jakob Berr
Der Name des Kocherlballs verrät seinen Ursprung. Im 19. Jahrhundert war er ein Treffen der Hausangestellten, die sich früh morgens zum Tanzen verabredet haben. Heute ist er die bestbesuchte Volkstanzveranstaltung in München und findet traditionell im Englischen Garten statt.
In diesem Jahr laden I Musicanti Bavaresi und die Kapelle Josef Menzl unter der Tanzleitung von Katharina Mayer und Magnus Kaindl alle herzlich zum Mittanzen ein.
Der Verzehr von mitgebrachten Speisen im Biergarten ist möglich. Getränke sind ausschließlich über die Gastronomie zu erwerben. Die Wirtsfamilie Haberl-Schneider des Biergartens am Chinesischen Turm und das Kulturreferat freuen sich auf Ihren Besuch.
Die Geschichte des Kocherlballs
Bereits 1789/90 wurde der Chinesische Turm als Aussichts- und Musikpagode errichtet, zu der auch ein Tanzboden im Freien gehörte. Im biedermeierlichen München des 19. Jahrhunderts vergnügte sich nicht nur die bürgerliche Gesellschaft auf öffentlichen Tanzplätzen.
Auch Dienstleute, Zimmer- und Kindermädchen, Zofen, Köchinnen und viele andere einfache Leute hatten an den Sonntagen in den Sommermonaten Gelegenheit zum Tanz. In den frühen Morgenstunden vor Dienstbeginn trafen sie sich zum Kocherlball (oder etwas weniger charmant „Dotschentanz“). 1904 wurde die Veranstaltung aus „Mangel an Sittlichkeit“ verboten.
Zum 200-jährigen Jubiläum des Englischen Gartens 1989 ließ das Kulturreferat der Landeshauptstadt München den Kocherlball wieder aufleben. Bis heute strömen jedes Jahr am dritten Sonntag im Juli bis zu 10.000 Gäste zum Chinesischen Turm, um früh morgens bei bayrischer Musik und Tanz zusammenzukommen.