12 Wochen nach dem Risikokontakt sind ausreichend. Zwar ist das Testergebnis schon nach 6 Wochen relativ aussagekräftig, es sollte jedoch unbedingt durch einen Wiederholungstest nach weiteren 6 Wochen bestätigt werden. Mehr Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten des Robert-Koch-Instituts.
Wenn das Testergebnis in Verbindung mit einem Bestätigungstest zwei Mal positiv ausfällt, ist der Nachweis einer HIV-Infektion gesichert. Wenn das Testergebnis in Verbindung mit einer Wartefrist von 3 Monaten seit einem ungeschützten sexuellen Kontakt negativ ausfällt, liegt keine HIV-Infektion vor. Ein HIV-Test kann keine gesicherten Aussagen über die vergangenen 3 Monate vor dem Test und die Zukunft machen. Weitere Informationen zur Testsicherheit erhalten Sie über das Robert-Koch-Institut.
Gibt es "Schnelltests"?
Bei einem sog. "Schnelltest“ werden Antikörper gegen HIV nachgewiesen. Das Ergebnis liegt innerhalb von 20-30 Minuten vor. Auch bei einem Schnelltest müssen 12 Wochen zwischen Risikokontakt und Test vergangen sein. "Schnell“ bedeutet beim Schnelltest nur, dass das Ergebnis schneller als beim herkömmlichen Labortest vorliegt, nicht aber, dass man sich schneller nach einem Risiko testen lassen kann.
Da die Zuverlässigkeit dieser Tests eingeschränkt ist, müssen ggf. "positive“ Testergebnisse durch ELISA-Antikörpertest und WESTERN BLOT bestätigt werden.
Die Beratungsstelle zu sexuell übertragbaren Infektionen einschließlich AIDS der LH München bietet "HIV-Schnelltests“ derzeit nicht an. Keinesfalls ist es empfehlenswert, einen Schnelltest zu Hause ohne entsprechende ärztliche Beratung durchzuführen. Das Robert-Koch-Institut hält weitere Informationen für Sie bereit.
Kann der direkte Virusnachweis (PCR) den Antikörpertest ersetzen?
Nein, in aller Regel nicht. Mit dem PCR-Test kann man zwar eine HIV-Infektion so früh wie möglich nachweisen, für den Ausschluss einer HIV-Infektion ist er aber nicht so gut geeignet wie der HIV-Antikörpertest.
Über den PCR-Test können bestimmte Virustypen (HIV-2 oder seltene Sub-Typen) weniger zuverlässig nachgewiesen werden. Außerdem besteht die Gefahr, dass die PCR falsch-negativ ausfällt, wenn im Falle einer frischen Infektion noch nicht genügend HI-Viren produziert wurden.
Für den PCR-Test kommt die Krankenkasse nur auf, wenn eine medizinische Indikation vorliegt (z.B. bei Neugeborenen von HIV-positiven Müttern oder bei der Therapiekontrolle von HIV-positiven Menschen zur Messung der Viruslast). In allen anderen Fällen müssen die Kosten (ca. 100 – 300 €) selbst getragen werden.
Nicht länger als 1 Woche.
Nein. Sie müssen das Testergebnis persönlich abholen. Nur so können wir der ärztlichen Fürsorgepflicht nachkommen und Sie ausführlich beraten bzw. im Krisenfall intervenieren.
Ja. Es werden keine persönlichen Daten erhoben, die schützenswert sind. Stattdessen vereinbaren wir lediglich eine Code-Nummer und ein Kennwort für die Zuordnung der Testergebnisse.
Nein. Kommen Sie einfach während der Öffnungszeiten vorbei.
Ein Risiko besteht nur, wenn Sperma oder Vaginalsekret in den Mund gelangen. Eine Infektion über die Vorflüssigkeit des Mannes (sog. Lusttropfen) ist bisher nur selten beobachtet worden. Im einzelnen bedeutet dies:
Generell gilt bei Oralverkehr: Verletzungen im Mund- und Rachenraum (Blutkontakte!) stellen ein besonderes Risiko dar.
Ja. Es gibt keine "Risikogruppen", sondern nur risikoreiches Verhalten. Aus diesem Grund kann jede Frau und jeder Mann von einem HIV-Infektionsrisiko betroffen sein, wenn sie / er ungeschützten Sexualkontakt hat.
Nein. Speichel ist nicht ansteckend. Daher sind auch Zungenküsse kein Risiko, sofern keine blutende Wunde vorhanden ist (aufgesprungene Lippe, Lippenherpes, Zahnfleischbluten).
Mindestens so lange, bis das Blut, Sperma oder Vaginalsekret, in dem es vorhanden sein kann, vollkommen eingetrocknet ist. Dies kann möglicherweise mehrere Stunden dauern.
Ja. Nicht nur die Samenflüssigkeit kann HI-Viren enthalten, sondern auch der sog. "Lusttropfen", das Vaginalsekret und Blut (Menstruationsblut, kleinste Verletzungen der Vaginalschleimhaut oder der Haut am Penis).
Ja. Das HI-Virus kann die intakte dünne Latexhaut des Kondoms nicht durchdringen. Verwenden Sie nur Markenkondome mit Prüfsiegel. Bewahren Sie sie kühl und trocken auf und achten Sie auf das Verfallsdatum. In der Gebrauchsanweisung finden Sie Tipps zur richtigen Handhabung!
Bayerstraße 28a
80335 München