Die Labordiagnose der HIV-Infektion beruht in erster Linie auf einem Viren-Suchtest. Falls das Ergebnis positiv ausfällt, wird es in einem weiteren Testverfahren, dem Bestätigungstest, überprüft (Stufendiagnostik).
Der Suchtest sollte auf Grund seiner sehr hohen Empfindlichkeit (Sensitivität) ein kombinierter Test sein. Diese sogenannten HIV-Tests der 4. Generation weisen sowohl HIV-spezifische Antikörper als auch das HIV-1-Antigen p24 nach. Zugelassene Suchtests erfassen alle bekannten HIV-Typen (HIV-1 und -2), HIV-Gruppen und HIV-Subtypen.
Wichtig ist: Jeder positive Erstbefund muss durch eine Zweitprobe bestätigt werden, um eine Verwechslung auszuschließen.
Dank des raschen medizinischen Fortschritts seit der Entdeckung des HI-Virus durch Luc Montagnier und Françoise Barré-Sinoussi im Jahr 1983 hat sich die HIV-Infektion für Menschen mit Zugang zu medizinischer Versorgung von einer tödlichen Erkrankung zu einer chronischen Krankheit gewandelt - vergleichbar mit der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus).
Experten gehen mittlerweile davon aus, dass die Lebenserwartung von HIV-Infizierten, die Zugang zu einer Therapie haben, etwa so hoch ist wie die von Nichtinfizierten.
Um HIV-Infektionen zu behandeln, wird derzeit vor allem eine Kombination antiretroviraler Medikamente eingesetzt. Diese Therapie kann die Vermehrung der HI-Viren verlangsamen, sie jedoch nicht völlig unterbinden.
(Quelle: DAIG)
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