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Kunstareal München


Übersichtsplan Zweirichtungsverkehr im Kunstareal  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Übersichtsplan des Kunstareals mit Zweirichtungsverkehr

Stadtratsbeschlüsse zur Weiterentwicklung des Kunstareals

Wie geht es weiter im Kunstareal? Mit dieser Frage hat sich die Vollversammlung des Stadtrats am 29. April und 1. Juli 2015 befasst. In den Aufgabenfeldern Orientierung, Zusammenarbeit, Grün- und Freiflächen sowie Verkehr sind folgende Maßnahmen geplant:

Orientierung

Für das Areal ist ein besonderes Orientierungssystem vorgesehen, das auch als Erkennungsmerkmal dient. Den Prototypen, eine beschriftete Stele sowie T-Elemente aus Corian in den Farben schwarz und weiß, hat der Designer Nitzan Cohen im Auftrag der Stiftung Pinakothek der Moderne entworfen.

Zusammenarbeit

Um die organisatorische und inhaltliche Weiterentwicklung des Kunstareals voranzutreiben, haben der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München im Dezember 2014 vereinbart, gemeinsam eine befristete Koordinationsstelle zu finanzieren. Die Umsetzung erfolgt in zwei Teilzeitstellen.

Grün- und Freiflächen

Die Grün- und Freiflächen, insbesondere rund um die Glyptothek und die Pinakotheken, weisen noch Verbesserungsbedarf auf. In einem Gesamtkonzept für die weitere Pflege und Gestaltung sollen Handlungsleitlinien entwickelt werden.

Verkehr

Aufhebung der Einbahnstraßenregelung in folgenden Straßen:

  • in der Gabelsbergerstraße zwischen Arcis- und Türkenstraße
  • in der Theresienstraße zwischen Luisen- und Türkenstraße
  • in der Türkenstraße zwischen Gabelsberger- und Theresienstraße

Zusätzlich sind, wie im Bürgergutachten gewünscht, in der Gabelsbergerstraße Radwege zwischen der Türken- und Arcisstraße vorgesehen. Die Buserschließung des Kunstareals mit der Museumslinie 100 soll künftig nur noch über die Luisen-/Theresienstraße erfolgen.

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Videodokumentation zum Bürgergutachten

Das Bürgergutachten

So intensiv hat sich bisher kaum jemand mit dem Kunstareal auseinandergesetzt: 105 nach dem Zufallsprinzip ausgewählte Personen aus München und der Region haben 2013 in einem viertägigen Prozess fast 1.500 Vorschläge erarbeitet, wie das Umfeld der Pinakotheken einmal aussehen soll. Am 25. Februar 2014 ist das "Bürgergutachten" an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben worden.

Es ist das erste Bürgergutachten, das die Landeshauptstadt initiiert hat: Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen trafen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zwischen dem 16. und 26. September 2013 in den Räumen der Hochschule für Fernsehen und Film, um jeweils vier ganze Tage lang über verschiedene Themen zu diskutieren. In immer wieder neu zusammengesetzten Kleingruppen wurden Stärken und Schwächen des Areals analysiert; Anregungen von Anwohnerinnen und Anwohnern, des Bezirksausschusses, des Stadtrats, der Museen und Hochschulen flossen mit ein.

Bei einer Begehung lernten die Bürgerinnen und Bürger, von denen der jüngste 14 und der älteste 80 Jahre alt war, das Gebiet kennen und konnten mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadtratsfraktionen ins Gespräch kommen. Außerdem erhielten sie Informationen von Expertinnen und Experten, etwa zu besonderen Bedürfnissen von Kindern, Jugendlichen und Menschen mit Behinderung bei Museumsbesuchen und im öffentlichen Raum. Alle Vorschläge wurden gemeinsam gewichtet und flossen in allgemeine Entwicklungsziele (Leitlinien) und konkrete Maßnahmenvorschläge ein, die zum Abschluss erarbeitet wurden. Zusammengerechnet waren die Bürgerinnen und Bürger 3.360 Arbeitsstunden im Einsatz.

Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation, die mit diesem Verfahren vertraut ist. Deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeiten haben die Ergebnisse sortiert, ausgewertet, zusammengefasst und eine umfassende Dokumentation erstellt.

Schwerpunkte: Verkehr, Freiräume und Vernetzung

Am 25. Februar 2014 haben der jüngste und der älteste Teilnehmer das Bürgergutachten im Beisein von etwa 250 Gästen in der Rathausgalerie an Oberbürgermeister Christian Ude und Stadtbaurätin Elisabeth Merk übergeben. Das 100 Seiten starke Dokument enthält eine Vielzahl von Maßnahmenvorschlägen: ein Drittel davon hat mit Verkehrsberuhigung zu tun, außerdem wurden in allen Kleingruppen Vorschläge für eine klarere und einfachere Orientierung gemacht. Ebenfalls wichtig waren den Bürgerinnen und Bürgern die Zusammenarbeit der im Kunstareal vertretenen Einrichtungen, dessen Darstellung als Einheit, eine ansprechende Gestaltung der Freiflächen und deren Zugänglichkeit für die Menschen.

Stadtbaurätin Prof. Dr.(I) Elisabeth Merk sprach den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Engagement und die mitgebrachte Zeit ihren Dank aus. "Damit haben Sie uns einen großen Auftrag übergeben", sagte sie. In vielen Punkten decken sich die Wünsche der Bürgerinnen und Bürger mit Zielen anderer Akteure im Kunstareal, etwa bei den Verkehrsthemen. "Das gibt mir Mut, die Dinge konkret anzugehen."

Viel positive Rückmeldung

Die Bürgerinnen und Bürger selbst waren sich einig, dass die Mitarbeit an dem Bürgergutachten eine wertvolle Erfahrung für sie war. Die meisten kannten den Begriff „Kunstareal“ vorher nicht und waren überrascht, als sie die Einladung im Briefkasten fanden. Ihre Erwartungen wurden jedoch übertroffen. Gelobt wurden insbesondere die Referentinnen und Referenten, die konstruktive Arbeitsatmosphäre, die gute Organisation, aber auch die Tatsache, dass viele Jugendliche dabei waren. „Vielen Dank, dass ich das miterleben und hoffentlich auch mitgestalten durfte“, meinte eine Teilnehmerin. „Das ist gelebte Demokratie für mich“, sagte ein Teilnehmer.

Damit möglichst viel Lebens- und Berufserfahrung von verschiedensten Menschen in das Bürgergutachten einfließt, waren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer nach dem Zufallsprinzip aus dem Einwohnermelderegister der Stadt München und einigen repräsentativen Umlandgemeinden (Freising, Bockhorn im Landkreis Erding, Herrsching und Glonn im Landkreis Ebersberg) ausgewählt worden. Sie bekamen eine Aufwandsentschädigung für ihre Mitarbeit.

Bild vom Brandhorstmuseum  Link öffnet eine vergrößerte Darstellung des Bildes.
Museum Brandhorst (Foto: Stadt München)

Das Projekt

Der Freistaat Bayern und die Landeshauptstadt München haben 2009 vereinbart, die Museums-, Kunst- und Wissenschaftslandschaft rund um die Pinakotheken und den Königsplatz gemeinsam voranzutreiben und Strategien für eine bessere Vernetzung, Präsentation und Förderung zu entwickeln.

Unter dem Titel "Kunstareal München" arbeiten die Museen und Ausstellungshäuser, Galerien und Kulturinstitutionen sowie die Hochschulen und das Publikum seither intensiv zusammen, um das Areal in seiner Vielfalt bekannter zu machen. München soll national und international als einmaliger Kultur- und Wissensstandort wahrgenommen werden! An dem Projekt sind neben Vertreterinnen und Vertretern der Museen, der Hochschulen und der Stadt München auch der Bezirksausschuss 3 (Maxvorstadt) und das Münchner Forum beteiligt.

Das Kunstareal umfasst 66 Hektar und liegt mitten in der Maxvorstadt. Zwischen der Heßstraße im Norden, der Türkenstraße im Osten, der Karlstraße im Süden und der Richard-Wagner-/Enhuberstraße im Westen konzentrieren sich auf engstem Raum staatliche und städtische Einrichtungen für Kunst, Kultur und Wissenschaft.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Das Projekt wurde in Workshops, Ausstellungen und Befragungen mit der Öffentlichkeit diskutiert. Begleitend hat das Referat für Stadtplanung und Bauordnung 2010 und 2012 Stadtrat-Hearings durchgeführt. Im Oktober 2012 wurde es vom Stadtrat beauftragt, ein Bürgergutachten zu starten, um den Planungsprozess mit den Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren.

Das Bürgergutachten

Das Bürgergutachten zum Kunstareal enthält Empfehlungen von etwa hundert Münchnerinnen und Münchnern. Aufgeteilt in vier so genannte Planungszellen trafen sich diese im September 2013 jeweils vier ganze Tage lang, um über verschiedene Themen zu diskutieren. Moderiert und begleitet wurde der Prozess von der Gesellschaft für Bürgergutachten, einer neutralen Organisation.

Veranstaltung des Münchner Forums am 13. Juni 2013

Am 13. Juni 2013 hatten Interessierte die Möglichkeit, vorab Anregungen zu äußern. Etwa 80 Zuhörerinnen und Zuhörer waren der Einladung des Münchner Forums gefolgt, sich im Amerikahaus am Karolinenplatz Gedanken über die Zukunft des Karrees rund um die Pinakotheken zu machen.
Warum gehen Sie ins Kunstareal? Was muss passieren, damit Sie sich dort wohl fühlen? Was wünschen Sie sich von den Museen selbst und wie sieht Ihre Vision für 2030 aus? Zu diesen vier Fragen schrieben die Gäste zahlreiche Ideen auf und hefteten diese an Pinnwände. Dabei zeichnete sich ab, dass das Kunstareal bei den Münchnerinnen und Münchnern eine hohe Wertschätzung genießt, sich viele Menschen aber weniger Verkehr und mehr Aufenthaltsqualität wünschen. Auch sehr konkrete Vorschläge, wie eine künstlerisch gestaltete Straßenbahn, Führungen und eine einheitliche Pflasterung für mehr Wiedererkennungswert, wurden genannt.
Zuvor hatten Stadtbaurätin Professorin Dr.(I) Elisabeth Merk, Guido Redlich von der Stiftung Pinakothek der Moderne und Professor Dr. Hilmar Sturm von der Gesellschaft für Bürgergutachten die Anwesenden über den Stand der Dinge beim Projekt Kunstareal informiert. Alle Drei zeigten sich beeindruckt von der Fülle an Anregungen, die an dem Abend gemacht wurden. Stadtbaurätin Elisabeth Merk nannte das Projekt ein „Mutmacher-Programm“, bei dem jede Idee willkommen sei.

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Referat für Stadtplanung und Bauordnung
Stadtplanung

Blumenstraße 28b
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