Neue Krautgartenstandorte in Obermenzing, Johanneskirchen und Daglfing

Im Münchner Osten werden dieses Jahr zwei neue Standorte gegründet: Der erste liegt an der Glücksburger Straße (Standort Johanneskirchen), der zweite an der Stegmühlstraße (Standort Daglfing). Sie ersetzen den bisherigen Standort in Johanneskirchen. Im Münchner Westen gibt es ein weiteres neues Angebot: das Referat für Stadtplanung und Bauordnung stellt am Dreilingsweg den insgesamt 19. Krautgartenstandort (Standort Obermenzing) zur Verfügung.

Die Münchner Krautgärten bieten Münchnerinnen und Münchnern die Möglichkeit, sich selbst mit erntefrischem Gemüse und Salat aus dem Eigenanbau zu versorgen. So erfüllt sich der Traum vieler Stadtbewohnerinnen und -bewohner nach einem eigenen kleinen Gemüsegarten. Denn Gärtnern in der Stadt wird immer beliebter: 2012 wurde bei diesem Projekt erstmals mit 1114 Krautgartenparzellen die Tausender-Marke überschritten.

Bei den Münchner Krautgärten handelt es sich um ein besonders erfolgreiches Projekt zum Schutz des Münchner Grüngürtels, einem Leitprojekt des Stadtentwicklungskonzepts Perspektive München. Die Gemeinschaftsaktion zwischen den "Grüngürtel-Bauern, den Münchnerinnen und Münchnern und der Stadtverwaltung soll eine nachhaltige und damit zukunftsfähige Landwirtschaft im Münchner Grüngürtel bewahren und fördern.

Für eventuelle Rückfragen steht Ihnen Hans Ernstberger, Tel. 089 / 233-26146, im Referat für Stadtplanung und Bauordnung zur Verfügung.

 

Projekt Münchner Krautgärten

Frau im Krautgarten

Einen eigenen Gemüsegarten - davon träumen viele Stadtbewohner. Um so mehr, wenn ein Gartenfreund in seiner engen Mietwohnung sonst nur einen kleinen Balkonkasten bepflanzen darf.

Mit den "Münchner Krautgärten" beschreiten die Münchner Grüngürtel-Bauern und die Stadtverwaltung neue Wege, um den großen Bedarf nach dem "eigenen Gemüsegärtchen" zu stillen. Der Grüngürtel-Bauer verpachtet an den jeweiligen Standorten im Stadtgebiet eine ca. 60 m² große und möglichst siedlungsnahe Gartenparzelle. Teure Gartenlauben oder Stellplätze sind nicht vorgesehen. Es gibt 17 verschiedene Standorte mit ca. 1110 Parzellen, die jährlich für ein Nutzungsentgelt von etwa 130 € vergeben werden.

Bewerben kann sich jeder - auch wenn man kein ausgesprochener Gemüseanbau-Fachmann ist: Den Anbau führen zunächst erfahrene Gärtner durch. Der "Krautgartler" übernimmt dann von Anfang Mai bis Mitte November die Pflege und selbstverständlich die Ernte. Mineraldünger und chemische Keule ist hierbei allerdings tabu!

Gerade für Kinder ist das Wachsen des Gemüses mit all der Arbeit - wie etwa das Pflanzen und Gießen - ein besonderes Erlebnis. Da schmeckt dem "Junggärtner" auch plötzlich so manches Gemüse, das sonst trotzig an den Tellerrand geschoben wurde.

Doch bei Tomaten oder Zucchini muss das Gartenglück noch nicht aufhören: bei einem Plausch über viele Landes- und Sprachgrenzen hinweg werden Erfahrungen aus Garten und Küche ausgetauscht. Egal ob Blumen, spezielle Gemüsesorten oder exotische Kräuter - bis Mitte November dürfen die Münchner auf ihrer Parzelle anbauen, was immer gut schmeckt oder zumindest schön anzuschauen ist. Erst dann geht das Ackerland zurück an den Eigentümer. Ein Stück Natur, Gemeinschaft, Momente der Ruhe und Beschaulichkeit in unserer betriebsamen Stadt - die Münchner Krautgärten machen es möglich.

 

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