junge und alte Hand mit junger Pflanze

Preisverleihung des generationenübergreifenden Wettbewerbs „Jung und Alt – gemeinsam geht es besser“

Bei diesem von der Landeshauptstadt München und der Sparda-Bank München eG ausgerichteten Wettbewerb konnten sich Projekte bewerben, die das Miteinander der Generationen fördern. Es wurden insgesamt 26 Bewerbungen fristgerecht eingereicht.

Die Jury setzte sich zusammen aus Christine Miedl, Direktorin Unternehmenskommunikation der Sparda-Bank München eG, Angelika Simeth, Landeshauptstadt München, Vertreterin der Sozialreferentin, Dr. Gertraud Burkert, ehemalige Bürgermeisterin, Jana Frädrich, Landeshauptstadt München, Sozialreferat, Kinderbeauftragte und Yvonne Rau, Studentin, zusammen.

Die Preise wurde bei der Abschlussveranstaltung zum „Europäischen Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“ am 17. Januar 2013 im Alten Rathaus überreicht.

Frau Bürgermeisterin Christine Strobl führte die Preisvergabe durch, Frau Christine Miedl von der Sparda-Bank München eG überreichte die von der Sparda-Bank München eG zur Verfügung gestellten Preise: 5.000 Euro für den 1. Platz, 3.000 Euro für den 2. Platz und 2.000 Euro für den 3. Platz.

 
Preisträger

1. Platz: Gastfreunde München „ONE WORLD ONE FAMILY“

1. Platz: Gastfreunde München „ONE WORLD ONE FAMILY“

„Gastfreunde“ ist eine Privatinitiative, in der sich Münchner aus allen gesellschaftlichen Schichten, die vorwiegend ihr Arbeitsleben hinter sich haben, ehrenamtlich engagieren. Sie kümmern sich um junge Studierende aus aller Welt und möchten ihnen einen Einblick in die deutsche Kultur und Familienleben geben.

Für die Studenten ist der Studienaufenthalt in Deutschland eine echte Herausforderung und sie müssen sich in einer fremden Sprache und Kultur zurecht finden. In kleineren oder größeren Gruppen werden z. B. .Ausflüge zu interessanten Orten gemacht, Museen besucht oder es finden Treffen im Biergarten oder beim sonntäglichen Kaffeetrinken statt. Die Gastfreunde arbeiten ohne professionelle Unterstützung und bemühen sich derzeit, ihre Arbeit weiter auzubauen.

Aus der Begründung der Jury:

Bei diesem interkulturellen Projekt setzen sich ältere Bürgerinnen und Bürger ehrenamtlich für junge Menschen ein. Die gegenseitige Toleranz und das Verständnis für ausländische junge Menschen wird intensiv gefördert. Über die Gastfreunde bekommen die Gäste aus dem Ausland nicht nur praktische Hilfe im Alltagsgeschehen, sondern sie haben die Chance, Einblick in deutsche Familien und das Leben in ihrem Gastland zu erhalten.

Damit wird ihnen auch ein positives und weltoffenes Bild unseres Landes vermittelt, das die Studenten in ihre Heimat mitnehmen. Auch die Gastfreunde erwerben neue Kenntnisse über andere Kulturen, die sie weitergeben und damit dazu beitragen, ein multikulturelles Verständnis und mehr Akzeptanz zu fördern. Die wertschätzende Arbeit ist für beide Generationen, für Alt und Jung, eine Bereicherung.

Auch das Studentenwerk ist angesichts von 95.000 Studierenden aus dem Ausland von diesem Projekt sehr angetan. Mit dem Preisgeld können viele Unkosten gedeckt werden, die bei den gemeinsamen Aktionen entstehen.

 
Preisträger

2. Platz: Starke Helfer – „Einer für ALLE – alle für EINEN“

2. Platz: Starke Helfer – „Einer für ALLE – alle für EINEN“

Ausgelöst durch schmerzliche persönliche Erfahrungen und dem Bewusstsein, wie kurz das Leben sein kann, entstand bei vier jungen Menschen mit Migrationshintergrund der Wunsch, etwas für andere Menschen zu tun.

Sie nahmen Kontakt zum Seniorenheim St. Martha-Maria auf und besuchen seit einigen Monaten regelmäßig jeden Sonntag Nachmittag dortige Bewohnerinnen und Bewohner. Obwohl sie anfangs – auch aufgrund ihres anderen kulturellen Hintergrundes - von den Älteren zum Teil sogar ablehnend behandelt wurden, ließen sie sich nicht abschrecken und es entstanden sehr intensive menschliche Kontakte. Inzwischen warten die Seniorinnen und Senioren schon immer voller Ungeduld auf „ihre Jungen“.

Aus der Begründung der Jury:

Hier besuchen junge Frauen und Männer mit Migrationshintergrund ohne Berührungsängste von sich aus regelmäßig fremde ältere Menschen, mit denen ihre Generation üblicherweise kaum in Kontakt kommt. Sie arbeiten rein ehrenamtlich ohne professionelle Unterstützung und zeigen außergewöhnliches Engagement und Menschlichkeit.

Ihr liebevoller Umgang mit nicht einfachen Personen ist für diese zu einer echten Bereicherung geworden, die die Seniorinnen und Senioren nicht mehr missen wollen. Dieses nachhaltige Projekt kann als vorbildlich bezeichnet werden und wird auch vom Heim sehr geschätzt.
Mit dem Preisgeld wollen die Starken Helfer Besuche bei kranken und alten Angehörigen im Ausland finanzieren.

 
Preisträger

3. Platz: Generationen im Austausch – „Unser Westkreuz und Aubing, Geschichten von früher und heute“

3. Platz: Generationen im Austausch – „Unser Westkreuz und Aubing, Geschichten von früher und heute“

Bei diesem Fotoprojekt haben sich Kinder, Erwachsene und Senioren über ihren Stadtteil ausgetauscht. Es gab Projektnachmittage, Veranstaltungen und Foto-Forschertouren. Gemeinsam wurden Orte besucht und über das Spielen von früher und heute ausgetauscht. Über die Ergebnisse wurde eine Zeitung gestaltet, die veröffentlicht wurde.

Aus der Begründung der Jury:

Bei diesem Projekt sind die Generationen auf vorbildliche Weise miteinander in Kontakt gekommen.Über die gemeinsamen Begegnungen vor Ort haben alle einen intensiveren Bezug zu ihrem Stadtteil bekommen. Es wurde erfolgreich auf spielerische Weise historisches Wissen weitergegeben und lebendig gemacht und es konnte Verständnis füreinander geweckt werden.

Durch gemeinsames Fotografieren und Gestalten einer Zeitung wurde intensiv zusammengearbeitet und voneinander gelernt. Die Zeitung, die verteilt wurde, fand großen Anklang. Das im Spielhaus am Westkreuz angesiedelte reizvolle Projekt war für den Stadtteil eine echte Bereicherung und wirkt noch länger nach. Die Beteiligung der jungen und älteren Mitwirkenden zeigte großes ehrenamtliches Engagement.

Mit dem Preisgeld soll im Spielhaus am Westkreuz im Außenbereich ein gemütlicher Picknick-Platz mit bequemen Sitzmöglichkeiten gestaltet werden, damit sich ältere Besucherinnen und Besucher gemeinsam mit der Jugend dort besser aufhalten können.

 

 

Die Preisträger

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1. Platz: Gastfreunde München „ONE WORLD ONE FAMILY“

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2. Platz: Starke Helfer – „Einer für ALLE – alle für EINEN“

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3. Platz: Generationen im Austausch – „Unser Westkreuz und Aubing, Geschichten von früher und heute“

 

Weitere Informationsangebote

 

Europäisches Jahr des aktiven Alterns

2012 war das Europäische Jahr des aktiven Alterns und der Solidarität zwischen den Generationen. mehr

 
 

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